Wochenendrebellen
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blue sky
blue sky

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0,5
Veröffentlicht am 27. Februar 2024
dieser film ist schon irgendwie ganz o.k., es ist eine recht passable und irgendwie auch recht gute unterhaltung.
aber mit den ganzen 5-sterne fake-bewertungen muss ich auf nullkommafünf runtergehen, damit meine bewertung überhaupt sichtbar ist.
an die fake-profile: schnallt ihr das nicht? ihr seid zu doof, um eins und eins zusammenzuzählen. wir kriegen das mit, dass die meisten davon nur fake-bewertungen sind. wir sind nicht blöd. aber ihr anscheinend, wenn ihr denkt, dass es niemand mitbekommt, dass bei 67 5-sterne bewertungen irgendwas komisch ist.
sind es mehrere oder ist es nur eine person, die den ganzen tag lang nix zu tun hat und dauernd fake-profile erstellt, um fake-bewertungen zu schreiben?

wie auch immer, kann mir ja auch egal sein.
wie oben gesagt, dieser film ist schon irgendwie gut und irgendwie unterhaltsam. ein guter deutscher film mit stärken und schwächen. der junge ist im laufe des films dann doch etwas zu nervig, aber wenn es eine wahre geschichte ist, dann ist es halt so. es gibt gute unterhaltung, es gibt etwas zum nachdenken und ein oder zwei szenen sind aber auch ziemlich nervig. ist halt kein einfaches thema.
also ist der film unterhaltsam und nervig zugleich. zweidrittel unterhaltsam und eindrittel nervig.

ich bin hier (bin kein autist, hab nur mal was darüber gelesen) zu 100prozent bei cloud striker.
so, wie der film "mängelexemplar" das thema depression nicht ausreichend darzustellen vermochte, so kann auch dieser film das thema autismus nicht ausreichend darstellen.
es gibt keinen einzigen autismus, den man nach einem dr.-ötker-rezept anwenden kann. heiss wasser drauf und alles ist gut? nein.
kennst du einen fussball-fan, kennst du alle.
der verein ist unterschiedlich, dürfte so aber stimmen. kennste einen, kennste alle.
was ist mit autisten?
kennst du einen autisten, dann kennst du einen autisten.
EINEN!
und NICHT alle.
klingt wie eine floskel, ist aber wahr. wenn du einen autisten kennst, dann kennst du einen und alle anderen sind anders.
ein guter versuch dieses films, das thema autismus der bevölkerung näherzubringen.
vielleicht klappt das ja irgendwie oder vielleicht hat man sich zu sehr auf eine klischee-schublade beschränkt.

ich würd sagen: geht rein. über autismus erfährt man hier wahrscheinlich nur ein klischee.
reingehen kann trotzdem nicht schaden. für richtige infos müsste man doch wohl die bibliothek der örtlichen uni besuchen.
puss++
Melindarancz
Melindarancz

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0,5
Veröffentlicht am 5. Oktober 2023
Wir haben das Kino nach 30min. verlassen. Mainstream alle 5 min. voll mit Erziehungsabsichten für die Bevölkerung. Was will uns dieser Film mitteilen in Bezug auf Lederschuhe, CO2, Ernähruong bzgl Fleisch evt.? Nichts gegen "Rainman" und eine unnütze Geldausgabe.
Herr Schröder
Herr Schröder

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0,5
Veröffentlicht am 2. März 2025
So ein links versüfter scheiß Film. Ich verstehe nicht mal wie man darauf kommt so einen Film zu machen. Und das das ein comedy film ist glaube ich mal garantiert nicht. Ich empfehle es niemandem. Und dafür hab ich Geld ausgegeben.
Silvio K.
Silvio K.

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0,5
Veröffentlicht am 8. Januar 2026
Der Film Wochenendrebellen wird vielfach als berührendes Porträt einer Familie mit einem autistischen Kind gefeiert. Ich finde es dringend notwendig auf das "Warum" zu schauen.
Ich möchte eine andere Perspektive ergänzen – nicht aus Provokation, sondern aus fachlicher und menschlicher Sorge heraus.

Was mich am Film irritiert, ist nicht, dass Leid gezeigt wird, sondern wie es gedeutet wird.

Der Film erzählt im Kern eine Geschichte radikaler Hilflosigkeit:
Die Familie erscheint ausgeliefert, der Vater zunehmend entwertet, das Kind vollständig von seiner Umwelt abhängig. Frustration wird fast ausschließlich durch Nachgeben beantwortet. Es entsteht der Eindruck, dass es für autistische Kinder keine andere Möglichkeit gäbe, als ihnen jede Grenze abzunehmen – und dass jeder Versuch von Rahmung bereits ein Versagen der Eltern darstellt.

Psychologisch ist das problematisch.

Aus entwicklungspsychologischer Sicht benötigen alle Kinder – neurotypische wie neurodivergente – Rahmung, Struktur und verlässliche Grenzen. Nicht als Strafe, sondern als Orientierung. Ein „Nein“ ist kein Akt von Härte, sondern ein zentraler Bestandteil von Weltaneignung. Der Umgang mit Frustration ist kein Luxus, sondern eine grundlegende Lebenskompetenz.

Der Film zeigt jedoch kaum, wie Frustration reduziert oder verarbeitet werden könnte. Stattdessen wird implizit vermittelt:
Frustration lässt sich nur vermeiden, indem man ihr vollständig ausweicht. Verantwortung wird dabei einseitig externalisiert – auf die Eltern, das System, die Umwelt. Das Kind erscheint als vollständig reaktionsgetriebenes Wesen, dem keine Entwicklung zugetraut wird.

Gerade das halte ich für eine Verzerrung.

Autismus ist ein Spektrum. Die große Mehrheit autistischer Menschen ist sehr wohl in der Lage, soziale Regeln zu erlernen, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und mit Grenzen umzugehen – bei entsprechender Begleitung. Das Erlernen sozialer Regeln ist keine Maskierung, sondern Sozialisation. Auch neurotypische Menschen erlernen sie nicht „authentisch“, sondern durch Beziehung, Wiederholung und Konsequenz.

Besonders irritierend ist für mich die starke Betonung von Aggression im Film. Aggression ist kein Kernmerkmal des Autismus. Sie kann auftreten – häufig als Ausdruck von Überforderung, Stress oder fehlender Regulation – ist aber weder zwangsläufig noch repräsentativ. Ihre Dramatisierung erzeugt ein Bild, das Autismus mit Kontrollverlust gleichsetzt und damit sowohl Betroffenen als auch ihrem Umfeld schadet.

Ein weiterer Punkt ist die Frage nach Empathie und Gegenseitigkeit.
Empathie ist keine Einbahnstraße. Sie bedeutet nicht, dass die Bedürfnisse eines Menschen alle anderen Bedürfnisse aufheben. In mehreren Szenen – exemplarisch die Wasserszene – wird eine vollständige emotionale Asymmetrie dargestellt: Der Vater ist erschöpft, verletzt, existenziell belastet, und dennoch wird ihm jede Form von Mitgefühl verweigert. Der Film rahmt dies nicht kritisch, sondern bestätigt es stillschweigend.

Das halte ich für gefährlich.

Denn so wird implizit vermittelt, dass Eltern ihre eigenen Grenzen aufgeben müssen, um gute Eltern zu sein. Dass ihre Würde, ihre körperlichen und psychischen Belastungen zweitrangig sind. Das ist nicht nur unrealistisch, sondern auch entwürdigend – und langfristig zerstörerisch für Familien.

Was mir insgesamt fehlt, ist eine Perspektive auf Entwicklung.
Nicht im Sinne von „Heilung“, sondern im Sinne von Wachstum, Lernen, Differenzierung. Autismus wird im Film eher als statisches Phänomen gezeigt, dem man ausgeliefert ist, statt als neurobiologische Ausgangslage, mit der ein Umgang erlernt werden kann.

Dabei zeigt die klinische und pädagogische Praxis etwas anderes:
Auch neurodivergente Menschen können lernen, ihre eigenen Stressoren zu erkennen, Verantwortung für ihre Emotionen zu übernehmen und Strategien zur Selbstregulation zu entwickeln – unterstützt, nicht gezwungen.

Verantwortung ist dabei kein Schuldbegriff.
In der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg bedeutet Verantwortung, die eigenen Gefühle und Handlungen als die eigenen anzuerkennen, ohne sich dafür zu verurteilen. Genau diese Differenzierung fehlt dem Film: Zwischen Ursache und Verantwortung, zwischen Erklärung und Entlastung.

So entsteht der Eindruck eines Freifahrtscheins – nicht für Autisten, sondern für Hilflosigkeit. Und das ist aus meiner Sicht weder inklusiv noch hilfreich.

Ich glaube, dass viele positive Reaktionen auf den Film weniger mit seiner fachlichen Tiefe zu tun haben als mit dem Gefühl der Wiedererkennung: Eltern fühlen sich gesehen in ihrer Überforderung, Betroffene in ihrem Leiden. Das ist verständlich. Aber Wiedererkennung ersetzt keine Differenzierung.

Mein Anliegen ist kein Angriff auf autistische Menschen oder ihre Familien. Im Gegenteil. Ich halte es für respektvoller, Menschen Entwicklung zuzutrauen, als sie auf ihre Störung zu reduzieren. Und ich halte es für notwendig, auch die Grenzen von Eltern, Systemen und Empathie sichtbar zu machen.
Denn ohne Rahmen gibt es keine Sicherheit.
Und ohne Sicherheit gibt es keine echte Entlastung – für niemanden.
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