Tom Hardy kehrt ein letztes Mal als Eddie Brock / Venom zurück — und auch wenn „The Last Dance“ eine kraftvolle Idee hinter sich hat und mit visuellem Aufwand daherkommt, leidet der Film unter einer überfrachteten Handlung und einem tonal schwankenden Finale.
In „Venom: The Last Dance“ sind Eddie und Venom auf der Flucht – nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch vor feindlichen Mächten aus dem All. Eine militärische Spezialeinheit will Venom um jeden Preis einfangen, während kosmische Symbiontenjäger unter Leitung des zerstörerischen Wesens Knull drohen, ihre Welt in Chaos zu stürzen. Eddie und Venom müssen eine verzweifelte Entscheidung treffen — und ihre Flucht durchzieht ein Horrortrip aus Gewalt, Schuld und existenziellen Fragen.
Tom Hardy trägt den Film: Wie schon in den vorherigen Teilen ist Hardy das Herzstück. Seine Darstellung eines müden, zerrissenen Eddie — der zugleich fluchtbereit und verzweifelt ist — gibt dem Film emotionale Tiefe, die ihm gut tut. Viele Kritiken loben seine Leistung als stärksten Anker des Films.
Visuelle Effekte & Action: Der Film ist auf großer Leinwand gemacht: Die CGI, die Symbionten-Designs und die Kämpfe gegen außerirdische Monster wirken beeindruckend und düster – stellenweise durchaus cineastisch.
Ambitionierter Schlussakt: Die Idee, mit einer finalen, existenziellen Bedrohung (Knull und seine Xenophage) einen spektakulären Showdown zu inszenieren, hätte Potenzial — zumindest manchmal spürt man, was der Film sein will: ein dunkler, kompromissloser Comic-Horror.
Überfrachtete Story: Der Film wirft sehr viele Ideen, Figuren und Subplots auf einmal auf die Leinwand — militärische Verfolger, außerirdische Symbionten, Knull als kosmische Bedrohung, moralische Konflikte, Verfolgungsjagden, Post-Credit-Hinweise … Vieles davon bleibt aber nur halb ausformuliert und zerfasert dadurch.
Tonal und narrativ inkonsistent: Der Wechsel zwischen Horror-Elementen, Action, Buddy-Komik und philosophischem Endzeit-Drama gelingt nicht immer. Häufig wirkt der Film zerissen — und kann nie seinen ganz eigenen Ton finden. Kritiker beschreiben das Finale mitunter als „unordentlich“ und „inkohärent“.
Charaktere & Nebenfiguren bleiben flach: Neben Eddie/Venom bekommen fast alle anderen Figuren wenig Raum — ihre Motivation bleibt unklar, ihre Entwicklung oberflächlich. Man fühlt kaum mit ihnen mit.
Emotionale Wirkung teils verschenkt: Obwohl die Grundidee von Angst, Schuld und Existenzkampf stark ist, bleibt das emotionale Gewicht oft begrenzt — zu viele Ablenkungen, zu wenig Fokus.
„Venom: The Last Dance“ ist ambitioniert — und manchmal entsteht tatsächlich das Bild eines düsteren, brutalen Finales einer Trilogie, das man so nicht erwartet hätte. Doch der Film streckt sich zu dünn: Er versucht zu viel auf einmal und verliert sich dabei. Trotz starker Performance von Tom Hardy, solider Effekte und stellenweise cineastisch gelungener Szenen (vor allem visuell), wirkt das Gesamtwerk unausgegoren und überladen.