Paradise
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FILMGENUSS
FILMGENUSS

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2,5
Veröffentlicht am 19. August 2023
DIE PFÄNDUNG VON LEBENSZEIT

Oft kommt es einem vor, dass das Leben wie im Flug vergeht. Deutlich wird’s bei den eigenen Kindern, denn die wachsen schnell heran, und während sie älter werden, in die Pubertät kommen und dann ihren Abschluss machen, ist diese Zeitspanne zum Erwachsenwerden an einem selbst nicht spurlos vorübergegangen. Ganz im Gegenteil: Erst jetzt wird deutlich, dass alles ein Ablaufdatum hat, dass uns jene, denen wir ins Leben geholfen haben, ersetzen werden. Und so wechselt Generation mit Generation, während das Streben nach dem ewigen Leben in Film und Fernsehen seine Gestaltungsformen und Interpretationen sucht. Gerade das erschreckende Bewusstsein, dass die Jahre wie im Schnelldurchlauf vergehen, ohne dass sie wahrgenommen wurden, dient gerne als dystopisches Szenario in Near-Future-Filmen und wird zum körperlosen Antagonisten, zur erbarmungslosen Entität. Zu einem tyrannischen Zustand, den sich manche der wenigen milliardenschweren Gewinner eines dahinsiechenden Systems zu eigen machen – um noch mehr zu lukrieren. Und das ganze Drumherum als kaufbares Elysium präsentieren.

Die Rede ist dabei von Paradise, einem deutschen und auf Netflix gerade sehr erfolgreichen Science-Fiction-Thriller, der die Zukunft als ausweglose Konsequenz gegenwärtiger Zustände weitertreibt. In dieser Vision von Morgen ist es der Wissenschaft gelungen, durch exzessive Genforschung Lebensjahre zu transplantieren. Es gibt also nicht nur Organspender wie schon seit jeher, sondern auch die Möglichkeit, aufgrund der Abgabe von Lebenszeit finanziell fein raus zu sein, sofern man in Geldnöten steckt. Alles ist plötzlich möglich, und ein paar Jährchen mehr oder weniger werden schließlich nicht ins Gewicht fallen, sind die doch ordentlich Kapital wert. Das Establishment profitiert – es verjüngt sich, lebt länger bis fast ewig. Die Welt, die Boris Kunz hier beschreibt, ist das Paradies einzig und allein für die Reichen. Ist das Ideal für den Kapitalismus, der sich am Diesseits vergreift wie ein Parasit. Und Max Toma (Kostja Ullmann), glücklich verheiratet mit Gattin Elena, ist einer derjenigen, die im Außendienst potenziellen Kunden ihre Lebensjahre im wahrsten Sinne des Wortes von den Rippen leiert. Ein Gevatter Tod für den Zwischenstand, ein profitbringendes Geschäft aus dem Jenseits. Selbst dort denkt man nur noch an den Mammon.

Da passiert es eines Tages, und das glückliche Paar steht nach einem Wohnungsbrand plötzlich auf der Straße. Selbstverschulden, heißt es von Seiten der Versicherung, die keinen Cent bereit ist zu zahlen. Was Max aber nicht wusste: Elena hat als Sicherheit ihre Jahre gepfändet – sage und schreibe fast vierzig davon. Der Horror wird Realität und die junge Ehefrau muss unters Messer. Der körperliche Verfall passiert zwar nicht im Zeitraffer, aber von heute auf morgen. Sophie Theissen, der CEO von Aeon, dem einzigen offiziellen Monopol in Sachen Lebenszeit, sichert Max ihre Hilfe zu – doch das bleibt ein Lippenbekenntnis. Als plötzlich klar wird, dass die Grand Dame Elenas entzogene Lebenszeit für sich selbst gepachtet hat, ist die Wahl der Waffen zur Rückholung des gemeinsamen Glücks eine, die man gut und gerne als schmutzig bezeichnen kann. Aus dem vorbildlichen Mitarbeiter des Konzerns wird ein Rebell. Und nicht nur Max, auch die nun ältere Elena (Theater- und auch Burgschauspielerin Corinna Kirchhoff) radikalisiert sich im Bestreben für Gerechtigkeit zusehends.

Das futuristische Drama erinnert unweigerlich an den von Andrew Niccol geschriebenen und inszenierten Thriller In Time – Deine Zeit läuft ab mit Amanda Seyfried und Justin Timberlake. Auch dort wird Lebenszeit zur Weltwährung – mit fatalen Folgen, aber letztlich doch ganz anders konzipiert, vielleicht auch weit unrealistischer als in vorliegendem Streifen. In In Time ist bei jeder Person die Lebenszeit auf 25 Jahre reduziert, natürlich aufgrund des akuten Problems des Überbevölkerung. Eine implantierte Uhr zeigt das letzte Lebensjahr, welches allerdings immer wieder verlängert werden kann, wenn man das nötige Kleingeld hat. In Paradise lebt der Mensch in bewährter Weise vor sich hin, so, wie wir es kennen. Es sei denn, er braucht Geld – oder Leben.

Die Idee ist interessant und auch ganz gut durchdacht. Mit Iris Berben als undurchsichtige und über allen Dingen stehende Ikone einer wirtschaftlichen Weltmacht lässt sich die Unbarmherzigkeit des Kapitalismus in einer fast schon bis ins Abstrakte überhöhten Figur bannen. Auch Marlene Tanczik und Corinna Kirchhoff als ein und dieselbe, aber jüngere wie ältere Person ergänzen sich prächtig und lassen ihre Altersrollen zu einem einzigen, stringenten Charakter verschmelzen. Abgesehen davon aber erreicht Paradise niemals so richtig die Wucht und Wirkung eines großen Kinofilms. Es liegt nicht nur an Kostja Ullmann, keine Frage. Vielleicht aber vielmehr daran, dass Boris Kunz vom Fernsehen kommt und es ihm schließlich schwerfällt, die epische Tragweite dieser verkorksten Zukunft entsprechend zu vermitteln. Trotz seiner Akkuratesse und sozialphilosophischen Dringlichkeit arbeitet sich das Thema, eingeschläfert durch unzählige Nacht- und Nebelszenen, nur zaghaft voran. Relativ banal handelt Paradise überdies den Rechtsstaat ab, der angesichts dieser tragischen Ausgangssituation überhaupt nicht existiert, der aber mit Sicherheit ein Wörtchen mitzureden hätte. Die obligate Rebellengruppe, die es als Kontrapunkt natürlich geben muss, entzieht sich selbst aufgrund ihres plakativen Idealismus ihre eigene Existenzberechtigung. Sie wird zum Dekorationselement – wie so einiges in einem Film, der mit mehr Budget und der richtigen Person im Regiestuhl ordentlich Zündstoff für Diskussionen mitgebracht hätte. Mit dem Eindruck aber, den Paradise hinterlässt, denkt man maximal an den eigenen nächsten Geburtstag.
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Kepha
Kepha

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0,5
Veröffentlicht am 17. August 2023
Ein deutscher, Links-Grün-versiffter Film, voller Genderideologie, möchtegern Umweltideologie , traurig das sogar Netflix bei diesem Dreck mitmacht.

Das zeigt uns allen was die Grünen und die Ampelregierung vor haben.
Eine Diktatur getarnt unter dem Deckmantel des Umweltschutzes.

Die Handlung des Filmes ist eher dürftig und nicht logisch außerdem soll die eigentliche Botschaft verschleiert werden.

Schade das sich Schauspieler, die durchaus Talent haben für so etwas geschmackloses hergeben.
Christian Röhrle
Christian Röhrle

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0,5
Veröffentlicht am 15. August 2023
Hab nach 10 Minuten direkt wieder ausgeschaltet. Das ganze Gendern lenkt vom eigentlichen Inhalt viel zu stark ab.
B.K
B.K

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0,5
Veröffentlicht am 10. August 2023
!!!!Richtig schlechter Film!!!! In den ersten 5 Sekunden merkt man, dass es ein deutscher Film ist. Schade um die Story und die Idee, da diese richtig gut sind, man könnte so einen guten Film daraus machen!! Typisch deutsch halt, die Aufnahmen katastrophal, die Charaktere katastrophal, die Handlung katastrophal, das Ende (generell die Schlussphase) katastrophal, Schauspielleistung katastrophal, da fragt man sich ob das wirklich professionelle Schauspieler sind. Aber gut zumindest reimt es sich, da ich selbst durchs schauen wertvolle Zeit verloren habe, was ich jetzt bereue! Gute Leistung 
sophie
sophie

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4,5
Veröffentlicht am 8. August 2023
Der Film hat mir sehr gut gefallen. Ausgefallene Storyline, stets spannend. Habe viel mitgezittert. Sehr zu empfehlen - Kein 0815 Film
Josephine Sachse182
Josephine Sachse182

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0,5
Veröffentlicht am 4. August 2023
Absolute Grünen Kacke!

Hab den Film nach einer halben Stunde abgebrochen, weil es kaum noch auszuhalten war. Ich dachte das wird mal endlich ein guter Deutscher Film, aber auch hier mussten sie wieder Grünen Politik und stumpfsinnige Ausdrücke wie das Gendern einbauen. Auch die erwähnte Klimakriese ist natürlich mit an Bord嵐.
Menschen mit ein bisschen Sachverstand brauchen sich diesen Schwachsinn nicht antuen. Für die ideologischen Idioten ist der Film vermutlich nicht mal schlecht.

Die Schauspieler sind eigentlich nicht schlecht und machen abgesehen von Skript keinen schlechten Job.

Echt schade….
die meisten sind ja sehr gut
die meisten sind ja sehr gut

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0,5
Veröffentlicht am 3. August 2023
es fällt mir schwer über den film zu schreiben, da ich ich ein grosser science fiction fan bin und mich sehr auf den film gefreut hatte. die grundidee und das setting waren auch wirklich super.

vom film selbst aber war ich dann aber leider total enttäuscht. die haben da echt nichts draus gemacht.
das ganze thema reiche kaufen sich lebenszeit von den armen wird überhaupt nicht behandelt. es wirkt so als hätte netflix angst vor der politischen dimension des ganzen gehabt. vielleicht hatten auch die filmemacher selbst keinen mut dazu.
es geht sehr schnell nur noch um diese private ehegeschichte oder wie dieser max dann halt die lebenszeit seiner frau zurück haben will. dazu ist ihm jedes mittel recht was dann doch relativ befremdlich wirkt, wie er zB eine litauische familie als geiseln nimmt oder ein unschuldiges mädchen entführt. man fragt sich dann was das ganze überhaupt soll.
die frau von dem max wusste ja auch womit der sein geld verdient also ist man dann nicht so mega mitfühlend mit der, als es sie selbst erwischt.

ich hätte es besser gefunden man hätte einen von den armen flüchtlingen gezeigt wie der plötzlich 40 jahre älter ist und so ein reicher milliardär plötzlich 30 statt 70. das hätte der geschichte mehr zündstoff gegeben. aber das wollte netflix wohl eher nicht, das tendiert ja alles mehr in richtung seichte unterhaltung bei denen, also glotze an hirn aus so wie im privatfernsehen halt. die wilden rebellischen zeiten sind wohl vorbei bei netflix, sehr schade. alles wird immer oberflächlicher bei denen. reality shows und soap operas.

ich finde auch immer weniger zum gucken, gucke mittlerweile nur noch dokus und alte filme da.
Jim
Jim

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1,0
Veröffentlicht am 2. August 2023
Typisch deutsch.
Wer gerne Ender gerecht aussprach auch in Filmen hören möchte ist hier richtig.
Ich für meinen Teil habe nach dem erste *innen aus gemacht.
Ich möchte mit diese Gender Um Erziehung nicht in meiner Freizeit antun.
Jörg
Jörg

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1,0
Veröffentlicht am 1. August 2023
Aus einem interessanten Thema leider nur langweiligen Schrott gemacht. Enttäuschender Plot, miese Dialoge, schwache, schauspielerische Leistungen, unterirdische Actionszenen und Leerstellen mit einem cheesy Soundtrack zugekleistert...
Schade um die verschwendete Lebenszeit um im Thema zu bleiben.
Maximilian Schreiber
Maximilian Schreiber

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3,5
Veröffentlicht am 1. August 2023
Klasse Film, jedoch das Ende ist vielleicht für den ein oder anderen ein anderes als man erwartet...
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