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Kinobengel
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2,5
Veröffentlicht am 21. Februar 2026
MUCKY MIXED MONSTERMOVIE
Für Aurora (Sophie Sloan) tickt die Welt etwas anders: Ein Staubknäuel verwandelt sich in einen Hasen, der nur noch Böses im Schilde führt und zudem schnell wächst. Die 10-Jährige engagiert ihren Nachbarn (Mads Mikkelsen) als Haustierbezwinger.
Bryan Fuller ist als Autor unter anderem im Universum von Star Trek zu finden. Der Schöpfer der TV-Serie „Hannibal“ inszeniert sein Langfilmdebüt „Dust Bunny“ nach eigenem Drehbuch, basierend auf einer elterlichen Drohkulisse, nach der in nicht rein gehaltenen Kinderzimmern Ungeheuer aus Schmutz entstehen. Farbgewaltig und im breiten Format lackiert Fuller die Action auf die Leinwand, Superstars inklusive. Dabei sind viele Szenen in ihren mannigfaltigen Details einfallsreich, wenn auch in der visuellen Aussage uneinheitlich, denn in dieser Hase-verfolgt-Mädchen-Story treten ernsthaft düstere Horrorelemente neben kinderhaft bösen Kreaturen und schießfähigen Spielzeugpistolen auf. Bereits nach kurzer Zeit kommt die Frage auf, was dem Publikum hier eigentlich aufgetischt werden soll. Laut der TV-Werbung in den Münchner U-Bahnen wird dem Umgang mit Ängsten nachgegangen. … Äh, nö! In diesem durchaus wilden Fantasy-Ritt hat Fuller für Psychologie keine Zeit. Aurora fürchtet sich, aber sie weiß sofort, was sie will.
In einem Kinderkopf kann einiges durcheinandergehen, bei Erwachsenen natürlich ebenso, meist auf anderer Ebene. Fuller macht den Film deswegen für … alle? Ob der Regisseur es selbst weiß? Vielleicht wollte er ein neues Genre erschaffen, zur Unterhaltung der Leute, die es gar nicht gibt. Bewiesen hat Fuller, dass ein Film eine Linie braucht, „Dust Bunny“ hat leider keine. Es bleiben die anziehenden Schauwerte, die ohne Struktur irgendwann keinen Spaß mehr machen. Im Abspann komplettiert Fuller seinen unsauber angerührten Cocktail: Da Abba keinen Song zum Thema Staubhasen komponiert hat, läuft „Tiger“ vom Album „Arrival“; der Text passt, das Tier nicht.
Ein kleines Kind hat ein Monster unter seinem Bett und Mads Mikelsen kommt als einsamer Kämpfer an und tritt dagegen in den Kampf. Das aber in einem Film, der sich mit so vielen Genreeinflüssen und Elementen eindeckt, dass kein gradliniger Erzählfluss entsteht. Statt dessen ist dies ein absurder Fantasy Horror, der dem allgemeinen Zuschauer nichts mitgibt, auf entsprechenden Festivals aber sicherlich entsprechend abräumen kann.
Fazit: Abgedrehter Genremix mit kleinem Zielpublikum!
Aurora ist fest davon überzeugt, dass unter dem Fußboden ihres Kinderzimmers ein Monster lebt. Als sie dann mit anhört wie ihre Eltern getötet werden und keine Leichen zu finden sind, wird aus kindlicher Fantasie plötzlich bitterer Ernst. Also engagiert sie ihren mysteriösen Nachbarn, das Monster zu töten. Schließlich hat der schon einen Drachen erledigt, was soll da noch schiefgehen?
Dust Bunny geht ca. 100 Minuten, ist ab 16 Jahren freigegeben und hat mich ehrlich überrascht. Der Film sieht stellenweise absolut fantastisch aus. Die Kameraarbeit, die Farbgebung und allgemein diese komplette Märchenbuch-Atmosphäre sind stark umgesetzt. Überall stecken kleine Details drin, man schafft es dieses Gefühl zu erzeugen, dass Fantasie und Realität vielleicht näher beieinander liegen als man glaubt. Die Geschichte selbst funktioniert gerade wegen Aurora so gut. Vieles wird aus Kinderaugen erzählt und genau dadurch bleibt ständig offen, ob hier wirklich etwas Übernatürliches passiert oder ob man einfach einer traumatisierten Fantasie folgt. Dazu kommt Mads Mikkelsen, der mal wieder komplett abliefert. Hier spielt er diesen abgeklärten, wortkargen Nachbarn mit genau der Mischung aus Kälte, Humor und unterschwelliger Wärme. Besonders schön ist dabei, dass er Aurora nie wie ein dummes Kind behandelt. Sigourney Weaver und David Dastmalchian in den Nebenrollen liefern ordentlich ab. Was ebenfalls hervorsticht, sind die Effekte. Manche Creature- und Schatteneffekte sehen brillant aus. Dann wiederum merkt man sehr deutlich, dass das Budget ungefähr aus drei Münzen, nem Toastbrot und gutem Willen bestand. Leider trifft das vor allem aufs Finale zu. Da wird der Film etwas zu groß für seine eigenen Möglichkeiten. Unterm Strich ein fantasievolles Werk mit toller Atmosphäre, starken Darstellern und einer verspielten Märchenlogik. Das schwächere CGI im Finale bremst etwas, aber der Weg dahin ist absolut sehenswert.
8/10 Punkten. Zwischen Aurora und Mikkelsen bekommt man hier teils wirklich dezente Léon: Der Profi Vibes, nur eben mit Staubmonstern und weniger Zimmerpflanze.
Kommen gerade aus der Sneak nach Hause. Alsooo Man nehme eine große Portion Leon, etwas von Sucker Punch und noch etwas Pans Labyrinth. In den ersten 20min wird eigentlich kein Wort geredet. Die ersten verließen schon das Kino, bevor der erste Lacher wegen einer Tischlampe vielen. Also im Großen und Ganzen....verschenkte Zeit.
Die ersten Minuten waren ziemlich gewöhnungsbedürftig. Man wusste nicht wo man dran war. War das jetzt ein Kinderfilm oder ein Film für Erwachsene? Aber der Film wurde dann immer besser und besser. Ein toller Film, der die Fantasie anspricht. Eigentlich waren das aus der Sicht eines Erwachsenen nur die Ängste eines kleinen Kindes vor der Dunkelheit. Wer kennt das nicht. Aber dann vermischt sich die Vorstellungswelt von Erwachsenen und Kinder. Das beste an diesen Film ist aber, dass er von dem üblichen langweiligen Allerlei abweicht. Mir hat er deshalb so gefallen weil es nicht das übliche Hollywood-Schema war, sondern mal etwas ganz anderes. Bester Kinderfilm, den ich seit langen gesehen habe. Dust Bunny spricht auch Erwachsene an, die noch ein bisschen Fantasie aus ihrer Kindheit gerettet haben. Super Film!