Auch wenn "Louise und die Schule der Freiheit" nicht direkt auf wahren Begebenheiten basiert, so ist die Handlung um die Lehrerin Louise Violet (Alexandra Lamy) stark an den historischen Begebenheiten in Frankreich Ende der 1880er orientiert: Hintergrund der Handlung bietet vor allem die Bildungsoffensive des damaligen französischen Ministerpräsidenten Jules Ferry, der in den 1880ern Gesetze für die Ermöglichung eines landesweiten öffentlichen Schulsystems erließ, das die kirchlichen bzw. privaten Schulen ablösen sollte und vor allem auf dem Land erstmalig flächendeckend Schulbildung erlaubte.
Regisseur und Autor Éric Besnard beschreibt im Presse-Dossier zu seinem Film "Louise und die Schule der Freiheit", dass er in seinen letzten Filmen eine Art filmische Reise durch sein Heimatland Frankreich auf der Suche nach den Besonderheiten der französischen Lebensart unternimmt. Für ihn zählt damit das Drama um die Einführung der Schulpflicht in den 1880er Jahren zu einer ganzen Reihe an Filmen über die französische Geschichte und Identität, die er in den vergangenen Jahren realisierte - darunter u.a. auch "À la Carte! - Freiheit geht durch den Magen" (2021), eine Komödie über einen Koch zur Zeit der französischen Revolution.