MARK WAHLBERG VERSAUT DIE WM
Elijah entwickelt eine revolutionäre Idee, ein Kondom, das nicht nur das Übliche abdeckt, sondern die komplette Familienplanung einpackt. Verkaufsprofi Brad soll das Wunderprodukt brasilianischen Investoren zur WM präsentieren. Klingt nach Business-Trip, wird aber schnell zur internationalen Blamage.
Balls Up geht ca. 100 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. In den Hauptrollen Mark Wahlberg und Paul Walter Hauser und das Ergebnis ist vor allem eins, kompletter Quatsch und zwar die Sorte Quatsch, bei der man regelmäßig denkt
„Das ist unfassbar dämlich.“…und dann doch an zwei Stellen lacht. Was mehr über mich sagt als über den Film.
Die Story ist völlig entgleist. Weil die beiden das WM-Finale zwischen Brasilien und Argentinien ruinieren, hasst plötzlich ein ganzes Land ihre Existenz so sehr, dass diplomatische Beziehungen einfrieren. Natürlich, genau so funktioniert Außenpolitik. Danach geht’s auf der Flucht weiter zu Mafia-Typen, Öko-Killern und Vampirfischen. Der Film wirft Ideen in den Mixer und schaut einfach, was an der Wand kleben bleibt.
Was überraschend gut funktioniert, sind die Figuren. Vor allem Paul Walter Hauser rettet hier viel mit seiner Art. Ohne ihn wäre das Ding vermutlich komplett in den Graben gefahren. Auch nett sind die Seitenhiebe auf Fußball. Spieler, die nach einer leichten Berührung über den Rasen rollen, als hätte sie eine Bazooka getroffen, das hat schon einen giftig satirischen Kern.
Das Finale bringt dann die Erkenntnis, dass dich automatisch irgendein anderes Land lieben muss, wenn dich eins hasst und dass Kondome auch als Kopfkissen taugen.
Unterm Strich zu großen Teilen unlustig, komplett bekloppt und oft nah an der Mülltonne geparkt, aber zwischendurch blitzen tatsächlich Momente auf, in denen der Wahnsinn funktioniert.
4/10 Punkten. Ein Kondom über die Eier ziehen, erfunden von Männern für Männer, damit Frauen beim Sex kein „klatschendes Gefühl“ mehr haben. Manche Ideen scheitern nicht an der Technik, sondern schon beim ersten Satz im Pitch-Meeting.