Juror #2
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PostalDude
PostalDude

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4,5
Veröffentlicht am 13. August 2025
Mr. Eastwood in den Zeugenstand, bitte!
Oder ist er doch der Richter?

Auf jeden Fall (das wahrscheinlich) letzte Mal der Mann hinter der Kamera!

Sehr starkes Ende einer Filmkarriere, die ihresgleichen sucht !

Alleine diesen moralischen Zwiespalt, den er (Juror #2) als Geschworener hat - schicke ich einen Unschuldigen in den Knast oder gebe ich meine, gerade gegründete, Familie auf !?

Starke Schauspielriege - top besetzt und gespielt!
Auch die Erzählweise, super ruhig und nie zu ruhig, man bleibt dran..
Die Einblicke ins amerikanische Rechtssystem - stark!

Das offene Ende nimmt mir ein bisschen was weg und gleichzeitig kann ich es mir denken ;)

Ich liebe Gerichtsfilme !
Nilsbuschmann79
Nilsbuschmann79

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5,0
Veröffentlicht am 2. März 2025
Ich war in dem Film und war begeistert. Die Schauspieler, die Handlung und das Thema haben mich gepackt und begeistert. Der Film war vom Anfang bis Ende spannend gemacht. Ich finde es sehr schade, dass es die letzte Regiearbeit von Eastwood ist. Der Film ist echt sehenswert. Mein Tipp ist, dass man den Film im Original mit Untertiteln sehen sollte wegen den Originalstimmen der Schauspieler. Viel Spaß beim anschauen.
Gummitod
Gummitod

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4,0
Veröffentlicht am 2. Februar 2025
Man kann Clint Eastwoods Film unmöglich beschreiben, ohne mit Sidney Lumets "Die 12 Geschworenen" zu beginnen. Denn "Juror #2" zitiert dieses Gerichtsdrama nicht nur mit voller Absicht und überreichlich, sondern tut dies auch, um sich danach nur umso drastischer als dessen Gegenentwurf zu positionieren.
Kurz zur Erinnerung: Sidney Lumets Schwarzweißfilm von 1957 ist etwas vom Besten, was Hollywood jemals auf Zelluloid gebannt hat! Ein auf's extremste reduziertes Kammerspiel: Ein Raum, zwölf Geschworene mit ebensovielen persönlichen Vorurteilen und ein Mordfall, an dem sich alle bis in ihre allertiefsten Abgründe hinab abarbeiten dürfen. Das einzigste, was man diesem Meisterwerk allerdings vorwerfen muss ist seine überzuckersüße Botschaft: Schaut her, unsere amerikanische Schwurgerichtsjustiz funktioniert doch superprima! Denn wenn Juror #8 (=damals Henry Fonda) am Ende von Lumets Film das Gerichtsgebäude verlässt, dann hat das etwas vom glorifizierten Heiligenschein der alten Hollywood-Western, wenn der Cowboy dort in den Sonnenuntergang reitet, nachdem er der Gerechtigkeit zum Sieg verholfen hat.

Und heute, 68 Jahre später kommt Clint Eastwood mit seinem Film "Juror #2" und zerlegt diesen schönen Selbstbetrug. Und zwar gnadenlos! Wiederum haben wir ein Kammerspiel aus zwölf Geschworenen in einem Mordprozess und wiederum sind es die inneren Abgründe der Geschworenen, welche den Film vorantreiben. Nur dass es diesmal der Juror #2 Justin Kemp (Nicholas Hoult) ist, der in der Klemme steckt: Schon am ersten Verhandlungstag offenbart sich ihm, dass der des Mordes an seiner Freundin Angeklagte unschuldig ist. Denn Ort und Zeit der Tat lassen Justin schaudernd erkennen, dass er selbst es war, der damals in jener Tatnacht in strömenden Regen nicht etwa ein Reh mit seinem Auto angefahren hat, wie er bisher selber dachte, sondern stattdessen die Freundin des Angeklagten getötet hatte.

Die Jury ist felsenfest von der Schuld des mehrfach vorbestraften Angeklagten überzeugt. Und so steckt Juror #2 in der Klemme: Schweigt er, dann wird ein Unschuldiger wegen Mordes verurteilt; gesteht er die Tat, dann geht er selber für viele Jahre ins Gefängnis und sein eigenes Leben und das seiner Familie ist auf ewig verpfuscht. Dass seine Frau mit einer Hochrisikoschwangerschaft jeden Moment ihr erstes Kind erwartet und die Staatsanwältin Faith Killebrew (Toni Collette) allen Eifer daran setzt, den Angeklagten TV-wirksam verurteilt zu bekommen, um die anstehenden Wahlen zu ihrer Berufung als Oberstaatsanwältin zu forcieren, machen die Sache nur noch schwieriger..

-Ob nun Juroren, Staatsanwältin, Verteidiger, Angeklagter, Polizisten: Niemand ist in diesem Film wirklich moralisch integer, geschweige denn ein "Held". Jeder ist ambivalent, verfolgt egoistische Ziele und laviert sich irgendwie durch. Clint Eastwood gelingt es meisterhaft, die Spannung immer weiter anzuziehen. Die Schlinge um Justin zieht sich immer enger, je näher der Ausgang des Schwurgerichtsprozesses rückt. Wird Justin ungeschoren davonkommen? Wird er es zulassen, dass ein Unschuldiger seinetwegen wegen Mordes verurteilt wird?

Der Ausgang dieses packenden Dramas sei hier natürlich nicht verraten. Aber Eastwood hat hier auf seine alten Tage nochmals ein Glanzstück seiner Karriere abgeliefert: Schmutzig, kritisch, bitter -ein Film, der noch lange nach seinem Ende zum Nachdenken anregt, weil man sich an dessem Ende natürlich zwangsläufig die Frage stellt: Wie hätte man denn selber in der Situation von Juror #2 gehandelt?
Einen Stern Abzug gibt es von mir für die doch arg strapazierte Handlung: Die Beweislage gegen den Angeklagten ist so dünn, dass es in der Realität sicherlich nie einen Gerichtsprozess gegeben hätte. Aber wer das ignorieren kann, erlebt knapp zwei Stunden bestes Suspense-Kino.
Filmfan
Filmfan

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1,5
Veröffentlicht am 2. Februar 2025
Nach einigen richtig guten Clint Eastwood Filmen wie Gran Torino, Million Dollar Baby etc. hatte ich vielleicht eine zu hohe Erwartung, aber dieser Film Juror No.2 ist von Anfang bis Ende einfach nur platt und oberflächlich. Das Dilemma in dem der Protagonist steckt, hätte viel Potenzial, aber das wird überhaupt nicht ausgeleuchtet, es kommt psychologisch einfach nichts rüber. Der Film plätschert vor sich hin und man schaut einem vorhersehbaren Ende entgegen. Und es ist wieder mal so ein Film, wo die großen Namen (J.K. Simmons, Kiefer Sutherland) nur Nebenrollnen besetzen, vermutlich um mit mit ihren Namen Werbung zu machen.
beco
beco

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3,0
Veröffentlicht am 29. Januar 2025
Ein solider, amerikanischer Gerichtsfilm, nicht weniger, aber leider auch nicht viel mehr.
Interessant ist die Ausgangslage. Einer der Geschworenen ist der wirklich Verantwortliche für den Tod einer jungen Frau. Das wird sehr früh deutlich, aber dann fehlt es an einer spannende Weiterentwicklung dieser Idee.
Insgesamt aber durchaus sehenswert.
Michael K.
Michael K.

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4,0
Veröffentlicht am 30. Januar 2025
Dieser Film hat auch ohne den Schauspieler Clint Eastwood das, was einen echten Eastwood-Film ausmacht. "Juror #2" ist sozialkritisch und trotz der ruhigen und langsamen Dramaturgie spannend und hat eine erstaunliche inhaltliche Tiefe. Das trägt den Film locker über inhaltliche Ungereimtheiten (Achtung Spoiler: spoiler: Die Jury kommt zu schnell und nicht nachvollziehbar zur Entscheidung. Und es ist sehr schwer nachvollziehbar, dass man nicht merkt, ob man eine Frau oder ein Reh angefahren hat.
) - zumal einige der Unklarheiten auch der Interpretation des Zuschauers überlassen werden, was die Spannung noch steigert. Der lakonisch-sarkastische Untertitel "Gerechtigkeit ist blind, Schuld sieht alles" trifft hier zu und animiert stärker zum Nachdenken als viele plakativere Gesellschaftskritiken. Eine klare Empfehlung für das Kino.
Markus Zeller
Markus Zeller

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3,0
Veröffentlicht am 24. Januar 2025
Ob Recht und Ordnung wirklich so gesetzlos sind? Da haben wohl seine Western auf Eastwood abgefärbt. Aber der Film unterhält gut und wird gut gespielt. Leider mit offenem Ende.
Rob T.
Rob T.

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4,0
Veröffentlicht am 21. Januar 2025
Er hat Post bekommen. Er ist zum Geschworenen in einem Mordprozess berufen worden. Aber Justin Kemp (Nicholas Hoult) hat eigentlich gerade gar keine Zeit dafür. Seine Frau Allison (Zoey Deutch) bekommt bald ihr gemeinsames Kind. Aber vielleicht lässt sich das Urteil ja schnell fällen.
Im Prozess wird James Sythe (Gabriel Basso) vorgeworfen, seine Freundin Kendall (Francesca Eastwood) getötet und ihre Leiche im Gebüsch unter der Straßenbrücke abgelegt zu haben.
Alles spricht gegen ihn. Staatsanwältin Faith Killebrew (Toni Collette) ist felsenfest von der Schuld des Mannes überzeugt.
Justin aber steht innerlich unter Schock: Dieser Abend. Dieser Regen. Dieser Streit im Lokal zwischen diesem Mann und seiner Freundin. Er war dabei. Und diese Straßenbrücke. An diesem Abend schlug etwas gegen sein Auto. Er war ausgestiegen, hat aber nichts entdecken können. Er dachte, es sei ein Reh gewesen. Oder war es etwa...?
Und wenn sein Unfall mit diesem Fall zu tun hat - was soll er nun tun?

Justin ist der "Juror #2" in diesem spannenden Fall, den Clint Eastwood zu einem sehr sehenswerten Film gemacht hat. Wir sehen: Justiz ist nicht gerecht. Nicht zwingend. Denn in diesem Prozess sind die Fronten schnell klar. Die Staatsanwältin braucht ein schnelles Urteil, weil es ein Karriere-Sprungbrett ist. Die meisten Geschworenen wollen einfach schnell nach Hause, und Justin - tja, der hat ein ganz anderes Problem und kann den Mann eben nicht so fix verurteilen lassen.
Für die Zuschauer liegen die Karten also ziemlich schnell komplett auf dem Tisch. Das macht es aber keineswegs langweilig. Denn genau daraus zieht sich die Spannung, weil wir ja eine Meinung dazu haben, wie das alles ausgehen sollte. Es ist ein Dilemma, und wir sehen - diese ganze Art des Prozesses ist genau das: ein Dilemma.
Eastwood profitiert zudem von sehr guten Schauspielern, allen voran Nicholas Hoult, dem man seine innere Zerrissenheit ansieht, seine Angst, seien Unsicherheit. Und ohne zu viel zu verraten: Das Ende hängt einem durchaus eine Weile nach.
Clint Eastwood - inzwischen 94 Jahre alt - hat hier wahrscheinlich seinen letzten Film inszeniert - mit Ausrufezeichen.
Isabelle D.
Isabelle D.

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3,0
Veröffentlicht am 19. Januar 2025
"Juror #2" von Clint Eastwood ist ein solider klassischer Gerichtsfilm und eine gelungene Variation des "Die 12 Geschworenen"-Motivs. Die Schauspieler machen ihre Sache gut, die Handlung wird schlüssig erzählt und die Umsetzung ist spannend. Allerdings erfindet der Film das Genre auch nicht neu und versucht es auch gar nicht erst. Man kann ihn sich prima zu Hause auf dem Fernsehbildschirm anschauen und muss dafür nicht zwingend ins Kino gehen. Wer es dennoch tut, wird aber knapp 2 Stunden lang gut unterhalten.

Fazit: Sehenswert, aber nicht herausragend.
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 18. Januar 2025
das dreckige Dutzend


Die streitfreudige Kendall (Francesca Eastwood) lebt nicht mehr. Als Mörder angeklagt, steht ihr Freund James (Gabriel Basso) vor Gericht. Justin (Nicholas Hoult), einer der Geschworenen, muss nach Vortrag des Sachverhalts davon ausgehen, dass er Kendall getötet hat.

Als Regisseur hat Clint Eastwood Arbeiten zu verschiedenen Genres geliefert. In seinen von diversen Institutionen vielfach mit Preisen ausgezeichneten Filmen stehen Verantwortungsbewusstsein, Gerechtigkeit wie Irrtum oft an erster Stelle (z.B. „Mystic River“, „American Sniper“, „Gran Torino“), so auch in „Juror #2“. Justin muss sich nicht selbst beschuldigen, aber darf er zulassen, dass James für eine nicht begangene Tat den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringt?

Als sensibler, trockener Alkoholiker wird Justin treffend von Nicholas Hoult gespielt. Die geschickte Erzählstruktur verrät dem Publikum anhand der Miene des ethisch in die Ecke Gedrängten stets, was in seinem Kopf vorgeht, eingefangen in vielen Nahaufnahmen, die einen außergewöhnlich guten Schauspieler verlangen und bekommen. Anders als in dem Meisterwerk „Die zwölf Geschworenen“ (1957 von Sidney Lumet) ist Justin von der Unschuld des Angeklagten gänzlich überzeugt, im Gegensatz zu der schon bedrohlich gut verkörperten Staatsanwältin Faith (Toni Collette).

Während dem inzwischen 94-jährigen kalifornischen Filmemacher die Umsetzung des moralischen Aspekts ganz hervorragend gelingt, schießt die Anprangerung des US-amerikanischen Rechtssystems über das Ziel hinaus. Zu offensichtlich weist er durch das stur despektierliche Gehabe von zehn der zwölf Geschworenen auf den Nachteil des Schwurgerichts hin. Zu offensichtlich zeigt Eastwood den gleichgültigen Umgang der Justizbeamten mit unterdurchschnittlichen Ermittlungsergebnissen; er möchte diesen Eindruck kraft einer extrem kurz inszenierten Beweisaufnahme in dem scheinbar klaren Fall sogar forcieren. Und zu offensichtlich wirkt diese Darstellung auf die Zeugen vor der Leinwand, da diese als allwissende Kenner der Handlung zum Kopfschütteln bzgl. der Prozessbeteiligten manipuliert werden. Ein unklarer Tathergang, wie ihn „Anatomie eines Falls“ (2023 von Justine Triet) aufweist, hätte hier hilfreich sein können.

Vor dem Gerichtsgebäude taumelt die Waage der Justitia im Wind. Die schwankende Zerrissenheit der Jury, speziell von Justin, erzeugt stets eine gewisse Spannung, die sich bis zur Verkündung des Urteils steigert. Danach ist der Film noch nicht vorbei.

„Juror #2“ wirft den Menschen in einer intensiven Inszenierung mangelnden Ethos vor. Einige der Figuren und mehrere Teile der Geschichte sind jedoch zu einfach geraten.
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