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Rob T.
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Veröffentlicht am 19. November 2025
Matthias (Albrecht Schuch) vermietet Menschen. Zumindest leitet er eine entsprechende Agentur. Möglich sind Begleitungen bei öffentlichen Auftritten oder auch die Beeinflussung anderer Menschen. Er hat's drauf - nur nicht im Privatleben. Er kann keine Gefühle ausdrücken, und das bringt seine Freundin Sophia (Julia Franz Richter) in Rage. Sie verlässt ihn. Für Matthias ist es der Moment, in dem er beginnt, nach seinem wirklichen Ich zu suchen.
"Pfau - Bin ich echt?" heißt diese Co-Produktion aus Österreich und Deutschland. Und so interessant der Inhalt klingt, so unglaublich langweilig ist die Umsetzung. Der Film ist verkopft, es wird viel geredet und erörtert. Albrecht Schuch spielt den Matthias, gerade in Gegenwart seiner Frau, als gefühlslosen Typen, aber er wirkt wie ein kaputter Roboter, so dass man ihm die ganze Rolle nicht abnimmt. Ob er Pfau echt ist, ist zweitrangig, denn vor allem ist er extrem fad.
Nach dem US-Film „Companion – die Perfekte Begleitung“, nun ein Begleiter aus Fleisch und Blut, viel besser ergeht es dem aber auch nicht. Der österreichische Film schafft es immer wieder mühelos Komik, Satire und Tragik miteinander zu verbinden, der „Pfau – bin ich echt?“ ist dafür ein treffendes Beispiel. Er beginnt als Komödie, wenn wir Matthias (Alfred Schuch) in seinem Beruf als „Companion“ kennenlernen, entwickelt sich darüber zur Satire und endet als Tragödie, in der sich Matthias in seinen vielen Rollen verloren hat und Opfer seiner selbst wird. Das alles wird eher aus der Sicht eines lakonischen Betrachters gezeigt, der wenig Empathie für seinen Helden aufbringt, möglicherweise zu Recht, ihm aber immerhin einen würdigen Abgang beschert. Ein bisschen geht dem Film im Laufe der Handlung Schwung und Fokus verloren, trotzdem durchaus sehenswert.