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David Willson
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3,0
Veröffentlicht am 20. März 2025
Wenn das Leben von Chaos, Spontaneität und Drogen beherrscht wird, vielleicht sucht man den Halt der traumhaften Freiheit des Vogels, wie er sorgenlos über Land und Meer schwebt. Unter diesen Bedingungen leben mehrere ausserehelichen Kinder, wo die Eltern selbst bei der Zeugung nur knapp einen Jugendlichen Alter erreicht hat. Bailey ein 12 jährigen Mädchen, ist so ein Kind, ihre Mutter suchte die Liebe und Geborgenheit unter ständig wechselnde Liaisons mit gleichgesinnten gewaltbereiten Männer und jetzt wohnt Bailey in einer fragilen Gemeinschaft illegal in einem unbewohnten großen Haus. Sie hat keinen klaren Tagesablauf und läuft ein Jungs Gang hinterher. Im Vordergrund wird das Leben von Bailey in der Natur befreit, besonders wenn sie die Vögel am Fliegen beobachtet. Diese Verbindung mit Vögeln wird vertieft wenn sie zufällig einen mysteriousen 'Vogel Mann' begegnet. Der Film wurde mit Hand gehalten kleinem Kamera gedreht und dieses Form bringt eine Intensität und Intimität die lebendig aber auch brutal sind. Das Mädchen und der Vogel Mann sind toll aber distanziert verkörpert.
Wie sagt der Insider ?! Kassengift! Im Kino hat so ein Film nichts verloren. Vielleicht mal beim ZDF oder bei 3Sat in der "Nacht des jungen Films" zwischen 01 Uhr und 4 Uhr. Verschwendete Lebenszeit!
Die Figuren sind echt gut gespielt. Andrea Arnold ist mal wieder im unteren sozialen Abschnitt unterwegs, "Fishtank" und "American Honey" vor einigen Jahren waren top. Ihre Methode, die Hauptrollen mit unbekannten oder Laienschauspieler und die Nebenrollen mit bekannten Schauspielern zu besetzen, ist beeindruckend, mutig und klappt auch hier wieder hervorragend. Mit der fantastischen Ebene in "Bird" komme ich nicht so zurecht, weil sie nicht zwingend erforderlich war und dann das Ganze irgendwie zerreißt. Vögel verbindet man mit Freiheit oder besonderen Eigenschaften, die hier in einigen Szenen den Ausschlag geben. Es ist sicherlich so, dass man für manche Situationen Stärke zeigen muss oder das normale Dasein nicht ausreicht, um ein Problem zu bewältigen. Das kommt z.B. in "Killing of a Sacred Deer" besser zum Ausdruck, wo ebenfalls der Barry Keoghan mitspielt.