The Invite
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Rob T.
Rob T.

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3,0
Veröffentlicht am 1. September 2026
Die Stimmung zu Hause ist ziemlich mies. Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) streiten mal wieder. Er ist gerade nach Hause gekommen, und sie teilt ihm mit, dass sie gleich Besuch bekommen. Hat er das etwa vergessen? Einmal mehr gibt es Zoff, wie es ja überhaupt sehr oft Zoff zwischen den beiden gibt. Und Joe soll Pina (Penélope Cruz) und Hawk (Edward Norton) auf gar keinen Fall darauf ansprechen, dass man die beiden nachts ständig beim lauten Sex hört.
Pina und Hawk stehen dann tatsächlich vor der Tür, und so nimmt dieser Abend seinen Lauf. Smalltalk, ein bisschen essen, und dann irgendwie kommen sie auch auf das Thema Sex. Die beiden sind offen für einen Partnertausch, noch heute Abend? Erst sind Angela und Joe zurückhaltend, aber eigentlich ist der Gedanke gar nicht so abwegig...

"The Invite" ist ein Kammerspiel, das fast ausschließlich in der Wohnung von Angela und Joe spielt. Die beiden sind 15 Jahre verheiratet, und wir merken schnell, dass es eventuell bald vorbei sein kann.
Wobei insbesondere Joe irgendwie nervig ist. Diese Nörgeligkeit und Schwerfälligkeit sorgen dafür, dass man Angela ganz gut verstehen kann. Wie überhaupt Joe - also Seth Rogen - in diesem Film irgendwie ein Außenseiter ist, er passt typenmäßig so gar nicht in dieses vierköpfige Ensemble. Andererseits könnte das genau so auch beabsichtigt sein.
Der Zoff ist dann auch wirklich anstrengend, es ist schwer, einen Zugang zum Film zu bekommen. Auch als die vier dann zusammen viele Belanglosigkeiten austauschen. Wirklich spannend wird es eigentlich erst am Schluss, als die Beziehung von Angela und Joe in aller Härte besprochen wird.
Isabelle D.
Isabelle D.

331 Follower 532 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 22. August 2026
"The Invite" von Olivia Wilde ist eine zu Herzen gehende Liebeskomödie, die an Yasmina Rezas Theaterstücke erinnert. Die Handlung spielt fast ausschließlich in der Wohnung des Ehepaars Joe und Angela. Die beiden 40-somethings sind seit 15 Jahren verheiratet und gehen sich im Grunde nur noch auf die Nerven. Beide sind frustriert und unzufrieden damit, wie ihr Leben gelaufen ist, und fühlen sich vom jeweils anderen nicht gesehen und nicht geachtet. So geht der Streit auch sofort los, sobald Joe von seinem verhassten Job als Musikdozent nach Hause kommt. Und dann hat Angela auch noch die Nachbarn von oben zum Abendessen eingeladen - die, die immer so laut beim Sex sind, was aber Bitteschön auf gar keinen Fall angesprochen werden darf an dem Abend.

Als die beiden Nachbarn kommen, verläuft der Abend zunächst harmlos. Ein bisschen unbeholfen, etwas gezwungen und peinlich, aber okay. Die Situation ändert sich, als Pina und Hawk von sich aus ansprechen, dass sie nachts immer sehr laut sind, und erklären warum. Und dann Joe und Angela fragen, ob sie nicht mitmachen wollen. Von da an läuft alles komplett aus dem Ruder.

Das macht Spaß mit anzusehen, und man schämt sich gleichzeitig fremd. Da aber alle Figuren sehr facettenreich, mit Ecken, Kanten und Tiefe geschrieben sind und die vier Schauspieler (Olivia Wilde, Seth Rogen, Penelope Cruz und Edward Norton) sie mit so viel Leben füllen, fühlt man mit allen vier mit. Man schließt sie alle irgendwie ins Herz und die Sympathie wandert die ganze Zeit von einem zum anderen und wieder zurück.

Fazit: Wunderbarer Film, unbedingt sehenswert!
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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4,0
Veröffentlicht am 9. August 2026
IM SPIEGELKABINETT DER SEHNSÜCHTE
von Michael Grünwald /

Theaterliebhaber kennen den Klassiker: Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf?. In diesem zünftigen Ehedrama, das mehr ist als es auf den ersten Blick scheint, ladet ein langjähriges Ehepaar zwei jüngst Verlobte zum Dinner. Während dieses Abends kommen Krisen zum Vorschein, die sich gewaschen haben. Martha und George schenken sich nichts, reißen alte Wunden auf, vernichten sich selbst und einander. Das jungfräuliche Ehepaar, das da nur tatenlos zusehen kann und dann letztlich ebenfalls in diesen Ehekrieg hineingezogen wird, fungiert wie ein Spiegel des Damals, als alles noch aus Liebe war. Paradebesetzung für dieses Stück: Natürlich Liz Taylor und Richard Burton.

Wer hat Angst vor den Nachbarn?

Eine Soft-Version von Edward Albee gefällig? Diesmal haben wir es mit Olivia Wilde, die auch selbst Regie führt, und Seth Rogen zu tun. Auf der anderen Seite kein „unbeflecktes“ Ehepaar, viel mehr ein Liebespaar mit unorthodoxen Lebensweisen, dargestellt von Penélope Cruz, diesmal in Blond, und Edward Norton. Die beiden sind Nachbarn von Wilde und Rogen, wohnen einen Stock höher und rufen sich vor allem des Nächtens in Erinnerung, wenn es sexuell heiß hergeht. Doch deswegen haben Angela und Joe – so heißen die beiden Eheleute von unten – die beiden nicht eingeladen. Joe weiß gar nichts davon, dass Angela heute noch Gäste erwartet, kommt von einem langweiligen Arbeitstag als Musiklehrer nachhause und muss dann noch Small Talk treiben. Aber immerhin: Eine gute Gelegenheit, um das Gekeuche und Gestöhne anzusprechen, dass den beiden immer wieder den Schlaf raubt.

Let’s Talk About Sex

Sobald der Besuch hereinschneit, ist nichts mehr so wie vorher. Erstrebenswert wäre das ohnehin nicht, denn Angela und Joe haben sich nicht mehr viel zu sagen, sind aneinander gewöhnt, und dennoch voller Erwartungen und Sehnsüchte, was den jeweils anderen betrifft. Wer könnte das besser widerspiegeln als das kokette, frivole Lustpärchen, das die beiden verstockten Traditionalisten geradewegs zu einer Sexorgie einlädt. Jede mit jedem, jeder mit jeder.

Wie Seth Rogen diesem Angebot begegnet, ist hinreißend komödiantisch. Einerseits konservativ zugeknöpft, andererseits einfach nur voller Sarkasmus. Olivia Wildes frustrierte Ehefrau ist da schon anders gepolt, weitaus interessierter, neugieriger, aber auch verängstigt. Norten und Cruz? Sie scheinen nicht die zu sein, die sie sind. Oder doch? Stimmt das überhaupt, mit diesem Gruppensex? Denn wie seltsam mag es erscheinen, dass der Besuch gerade jene Bedürfnisse erfüllt, die die beiden nicht gestillt bekommen.

Widererkennen im anderen

Mit The Invite, basierend auf dem spanischen Film Sentimental, was wiederum auf einem Theaterstück von Cesc Gay beruht und sogar in Deutschland verfilmt wurde, hat Olivia Wilde wohl mehr herausgeholt, als in diesem Dinner-Drama eigentlich stecken mag. Und zwar ist das die dunkle Seite, der „Edward Albee-Aspekt“. Obwohl: dunkel wäre vielleicht sogar etwas zu viel des guten, dunkelblau trifft es wohl besser.

Zu Beginn feiern soziale Gepflogenheiten in kleinen Gesprächen und höfliche Bewunderungen, unterspickt mit frechen Ehrlichkeiten, noch allzu gewohnte Chill-Time unter Erwachsenen, die gerne beeindrucken wollen. Dann aber verändern sich die Konstellationen, Cruz wird zum Spiegel für Rogen, Norton zum Spiegelbild von Wilde. Es ist, als wären die Nachbarn von oben Manifestationen nicht nur intimer Begehrlichkeiten, sondern auch immaterieller Wünsche wie nach Anerkennung und danach, wahrgenommen und begehrt zu werden.

Schmerzen im Rücken

Der verbale Vierer treibt es zwischen Peinlichkeiten und grotesker Hürden so weit, bis das Gefüge letztlich bricht – bis alles zum Vorschein kommt. Wilde verlässt sich dabei voll und ganz auf sich und ihrem übrigen Ensemble. Zu recht, denn das Gemenge reagiert wie in einem chemischen Experiment – oder ist es doch nur eine metaphysische Notbremse für eine emotionale Notlage?

In körniger Optik und viel Fokus auf die Gesichter gestaltet Wilde eine tragikomische Ehekrise, die genauso viel Feingefühl wie Zärtlichkeit besitzt und all das, was im Argen liegt, hier und jetzt übers Knie brechen will. Es bricht zwar nicht das Knie, aber es schmerzt der Rücken. Und die Erkenntnis, viel zu lange nicht mehr aufeinander geachtet zu haben.



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beco
beco

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2,5
Veröffentlicht am 6. August 2026
Von der Kritik gelobt, aber man fragt sich wieso.
Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) bleiben als Ehepaar in der Krise mit ihrer aufgeregten Geschwätzigkeit eher nervig als komisch und nur selten kann man über die Dialoge wirklich lachen. Das überdrehte einer Skrewball Comedy, wirkt hier angestrengt und ist eher ermüdend als unterhaltsam. Und die Gäste?
Penelope Cruz als Pina nimmt man einiges ab, ihrem Partner Hawk (Edward Norton) eher nicht und dass nach einem missglückten Partnertausch, auch noch eine Versöhnungsszene den Film beschließt, tut ein Übriges, um vor dem Film zu warnen.
Enttäuschend
David Willson
David Willson

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4,0
Veröffentlicht am 5. August 2026
Ein Ehepaar lädt die neue Nachbarn im Haus um sich freundlich vorzustellen.
Die Dynamik zwischen den Paaren und in den Paaren sind überfüllt mit den allen möglichen Klischees, Enttäuschungen, Erwartungen und dem Versagen was manchmal vorkommen kann.
Der Abend verläuft führlich außer Kontrolle und damit entblößt alles mögliches.
Sehr unterhaltsam, manchmal schmerzhaft ehrlich, wunderbar gespielt von den 4 Schauspielern.
Ursula Prokop
Ursula Prokop

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1,0
Veröffentlicht am 5. August 2026
Zwei Stunden chaotisches durcheinander Geschnatter über Sex, das mit der Zeit langweilig wird. Die beiden Damen übertreffen sich an scheußliche Frisuren, die oftmals überforderten Herren sind etwas sympathischer. Das besinnliche Ende kann den Schmarrn auch nicht retten
Lemmiblog
Lemmiblog

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4,0
Veröffentlicht am 1. August 2026
DIE MENÜKARTE FÜR ERWACHSENE

Joe und Angela erwarten ihre Nachbarn zum Abendessen. Während Angela völlig begeistert von den beiden ist und Eindruck schinden möchte, ist Joe eher genervt. Der Grund ist simpel: Die beiden treiben es nachts dermaßen laut, dass an Schlaf kaum zu denken ist. Ein Abend voller peinlicher Momente, explosiver Emotionen und überraschender Enthüllungen steht bevor.

The Invite geht ca. 105 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Komödie mit Seth Rogen, Olivia Wilde, Penélope Cruz und Edward Norton in den Hauptrollen. Ein Kammerspiel, das zu 99 % in der Wohnung spielt und nie langweilig wird.
Direkt zu Beginn war ich unterhalten, was vor allem an Seth Rogen liegt. Der Mann feuert trockene Sprüche, Sarkasmus und Ironie am laufenden Band raus und wirkt dabei so natürlich, dass man ihm einfach gerne zuhört. Edward Norton spielt dagegen angenehm zurückhaltend. Seine Figur ist ruhig und freundlich, bevor er im Finale mit seine Backstory kommt, die man sich zu gern anhört. Penélope Cruz spielt eine Therapeutin und ist quasi die Stimme der Vernunft. Sie versucht zwar zu vermitteln, hat aber auch kein Problem damit, allen Anwesenden gepflegt den Kopf zu waschen. Der große Streitpunkt bleibt für mich Olivia Wilde. Bei ihr hatte ich das Gefühl, sie wollte sämtliche Grimassen von Jim Carrey nachspielen. Ihre Figur ist laut, aufgedreht und gerade in den ersten 40 Minuten echt anstrengend.
Die Handlung selbst besteht im Grunde nur daraus, dass 4 Erwachsene einen Abend miteinander verbringen. Klingt nach einer Einschlafhilfe, lebt hier aber komplett von den Schauspielern. Die Dialoge sind clever, die Stimmung wechselt zwischen lockerem Geplänkel, Fremdscham, Offenbarungen und ernsten Momenten.
Unterm Strich bleibt eine Komödie, die vor allem wegen 3 ihrer 4 Hauptfiguren funktioniert. Ich musste oft lachen, die ernsten Momente sitzen ebenfalls und der Film zeigt, dass man vor dem servieren fragen sollte was die Gäste NICHT essen.


8/10 Punkten. Am Ende kommt wirklich alles auf dem Tisch, sogar Olivia Wilde.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

170 Follower 641 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 30. Juli 2026
„Ein Abend, eine Wohnung, zwei Ehepaare – die Voraussetzung des Films könnte auch ein Theaterstück darstellen, allerdings ein sehr anstrengendes.

Wir haben hier ein Ehepaar, dessen Beziehung schon lange zerrüttet ist und die sich nur noch auf den Geist gehen, und auf der anderen Seite ein lebensfrohes und sexsüchtiges Swinger-Pärchen. Diese stoßen dann aufeinander.

Dabei habe ich Probleme mit Olivias Figur, die ich hochgradig unangenehm empfinde, und mit Seth Rogen, der einfach seine typische Art spielt. Das bedeutet: Wenn er zu Beginn bei einem Streit laut herumbrüllt, ist das das typische Seth-Rogen-Benehmen, was mich aber fragen lässt, ob die Szenen mit einem anderen Darsteller funktioniert hätten.

Im weiteren Verlauf wird der Film dann immer schlüpfriger und baut regelrecht Kapitel auf, die komplett konträr sind, was die Stimmung angeht. Auf einen flapsigen und zotigen Teil folgt dann ebenso ein hochgradig emotionales Stück. Da ist der Film durchweg interessant, aber meilenweit davon entfernt, ein einfacher Unterhaltungsfilm zu sein.

Fazit: Etwas extrem in den einzelnen Parts, aber allein Edward Norton rechtfertigt den Film.
Jörg Schröder
Jörg Schröder

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2,5
Veröffentlicht am 28. Juli 2026
Schauspielerisch Top! Da würde ich sofort 5 Sterne vergeben! Aber inhaltlich bleibt der Film als eher anstrengend in Erinnerung! Ein Wunder dass ich nicht mit Kopfschmerzen die Vorstellung verlassen habe. Leider fehlte dem Feuerwerk an Dialogen der gewisse Wortwitz, den ein solches Kammerspiel ausmacht. Das ist einfach "Der Gott des Gemetzels" ungeschlagen die Nummer Eins in diesem Genre.
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