Poppy und Alex sind seit Jahren beste Freunde. Doch ein Ereignis in der Vergangenheit hat die Verbindung abkühlen lassen, Funkstille inklusive. Die Hochzeit von Alex’ Bruder bringt beide wieder zusammen und natürlich stellt sich heraus, dass diese „rein platonische Freundschaft“ schon lange auf wackligen Beinen steht.
People We Meet on Vacation läuft ca. 115 Minuten, ist ab 12 freigegeben und gehört zur Kategorie Rom-Com nach Schema F. Habt ihr jemals einen Film gesehen, in dem beste Freunde sich eigentlich die ganze Zeit lieben, es aber nicht aussprechen, um die Freundschaft nicht zu gefährden? Glückwunsch, genau das ist hier der Plot. Vorhersehbar, altbekannt und leider nicht besonders gut umgesetzt. In FÜNF Rückblenden wird uns erklärt, wie sie Freunde wurden, Gefühle entstanden und warum es irgendwann knallte. Poppy ist quirlig und spontan, Alex ruhig und planungsversessen, Gegensätze ziehen sich an, das Drama darf eintreten. Das ist alles so geschniegelt konstruiert, dass man Sekunden vorher schon alles riecht. Schauspielerisch ist das solide, niemand fällt negativ auf, niemand reißt irgendwas raus. Ein, zwei Momente lassen kurz schmunzeln, danach plätschert es weiter. Die Dialoge sind typisches Streaming-Deutsch, alles maximal erklärt, damit auch der letzte am Bügelbrett oder beim kochen emotional abgeholt wird. Dazu ein Filter, der Szenen teils so unscharfe macht, dass man glaubt, die Brille ist runter gefallen. Das Finale serviert das obligatorische ja-aber-nein-aber-ja-aber-nein, inklusive künstlich aufgeblasenem Drama, damit die Laufzeit noch etwas gestreckt wird. Unterm Strich bleibt ein Film, den man gefühlt schon dutzendfach besser gesehen hat. Wer noch nie eine Rom-Com geschaut hat, kann hier einsteigen. Alle anderen wissen nach zehn Minuten, wie der Hase hoppelt und warum er stolpert.
4/10 Punkten. Manchmal sind Gefühle da, aber das heißt noch lange nicht, dass daraus etwas Tragfähiges wird. Nicht jede Chemie ist beziehungsfähig, auch wenn Netflix das gern anders hätte.
Ehrlich? Der Film zieht sich wie Kaugummi. Die Story ist völlig vorhersehbar, jede Szene wirkt konstruiert und die Figuren haben null Tiefe. Poppy ist irgendwie nervig quirlig, Alex bleibt langweilig, und die Chemie zwischen ihnen? Fehlanzeige. Alles, was passiert, fühlt sich wie „bla bla bla“ an, ohne echten emotionalen Kick. Musik, Orte und Bilder sind zwar nett anzuschauen, aber das rettet den Film nicht. Für mich persönlich: Zeitverschwendung. Wer auf leichte RomCom ohne Anspruch steht, kann’s sich angucken, alle anderen lassen’s lieber.