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Rob T.
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2,0
Veröffentlicht am 25. November 2025
An sich kommt die Gefängniswärterin Eva (Sidse Babett Knudsen) gut in ihrem Job zurecht. Aber dann wird ein Neuzugang in das Gefängnis verlegt. Und Eva ist recht schnell klar, dass sie diesen Mikkel (Sebastian Bull Sarning) aus ihrer Vergangenheit kennt. Aber davon erzählt sie keinem. Sie lässt sich jedoch in die Abteilung verlegen, in der Mikkel untergebracht ist. Eva beginnt, mit Mikkel Psychospiele zu spielen. Mikkel ist irritiert, tut so, als sei ihm alles egal. Aber irgendwann sagt Eva, woher sie sich kennen. Geht es hier um Vergeltung?
In der dänisch-schwedischen Co-Produktion "Die Wärterin" von Gustav Möller geht es um eine Beziehung, in der es darum geht, dass die Aufseherin ihre Macht gegenüber Mikkel ausspielen will. Während der Trailer viel Spannung versprach, konnte der Film selbst dieses Spannungsversprechen leider nicht einlösen. Zwar ist es einigermaßen interessant, zu beobachten, wie Eva und Mikkel miteinander umgehen, aber der Film bleibt fast gänzlich ohne besondere Momente, die dann erst gegen Schluss kommen. Alles in allem leider ziemlich langatmig.
Eine kreuzbrave und engagierte Wärterin beginnt damit, ihre Macht zu mißbrauchen und somit einem neuen Häftling das Leben schwer zu machen. Den Grund kennt sie, aber wir als Zuschauer bekommen ihn nur sehr zögerlich und verspätet mitgeteilt. Bis dahin fragt man sich, was ihre Motive sind und wie weit sie gehen wird. In der Mitte wechselt das Szenario dann und es verschieben sich die Machtverhältnisse. Ab da schaut man einem Psychoduell zu, aus dem eigentlich keiner gut rauskommen kann. Spaß macht das alles zwar nicht, aber die deprimierende Knaststimmung wird optimal transportiert. Und wenn die relativ schlicht Hintergrundstory enthüllt wird versteht man auch die Protagonistin. Ob man ihr Vorgehen gutheißen kann, entscheidet jeder für sich.