Frau Winkler (Angela Winkler) ist in hohem Alter und schwer krank. Sie lebt allein, da ihre Tochter Emi (Laura Tonke) sich nicht mehr um sie kümmern kann und nicht genug Geld für einen Platz in einem Pflegeheim oder häusliche Pflege hat. Als Lösung entscheidet sich ihre Tochter dafür, einen automatischen Pflegeassistenten für Frau Winkler zu besorgen. Anfangs ist Frau Winkler skeptisch gegenüber dem Roboter, doch im Laufe der Zeit entwickelt sie eine gewisse Zuneigung zu ihm. Der Pflegeassistent kann sie unterhalten und unterstützen, auf eine Weise, die ihre Tochter aufgrund ihrer eigenen Verpflichtungen nicht leisten kann. Schließlich erkennt Frau Winkler sogar die Möglichkeit, dass der Roboter ihr beim Sterben assistieren könnte, was ihr eine gewisse Trost spendet.
Vielleicht weiß eine Künstliche Intelligenz Dinge über uns, an die wir selbst im Moment, wenn es uns schlecht geht, nicht denken: zum Beispiel, dass eine menschliche Empfindung stets nur einige Sekunden andauert, wenn man sie nicht mit einem neuen Reiz oder Gedanken füttert und stärkt. So jedenfalls versucht der Pflegeroboter Pawlowitsch (Josef Ellers) die pflegebedürftige Frau Winkler (Angela Winkler) zu beruhigen, als sie wieder mal wütend wird. Frau Winkler hadert sichtlich damit, dass sich eine Maschine um sie kümmern soll. Daran ändert auch nichts, dass die metallene Hilfskraft in einem altmodisch ausgewaschenen Bademantel gekleidet ist und mit seinem Gesichtsdisplay menschenähnlich Emotionen ausdrückt. Womöglich ist aber so ein Roboter für Pflegeaufgaben ja doch viel besser geeignet als ein Mensch, der an Grenzen geraten kann, überfordert oder launisch wirkt? Wütend wird eine solch
Unfassbar Schön gedreht. Der Film hat umso mehr emotionale Wirkung, weil er Lustig und Traurig zugleich ist - eine berührende Geschichte über Freude, Freundschaft, Liebe und das lebenswerte Leben. Es macht Spaß, den Film zu schauen.
“Frau Winkler verlässt das Haus" hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen. Kinder, die zwischen 6 und 11 Jahre alt sind, dürfen laut FSK den Film allerdings auch im Kino sehen, wenn sie in Begleitung einer sorgeberechtigten Person oder eines Vormunds sind.
Angela Winkler als Frau Winkler
Die Hauptfigur in „Frau Winkler verlässt das Haus“ trägt denselben Nachnamen wie ihre Darstellerin Angela Winkler. Die Theater- und Filmschauspielerin, die unter anderem in deutschen Filmklassikern wie „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) und „Die Blechtrommel“ (1979) mitwirkte, spielt passenderweise eine ehemalige Schauspielerin in der Tragikomödie.
Kein Zufall bei der Namenswahl
Frau Winkler (Angela Winkler) tauft ihren KI-Roboter (Josef Ellers) in „Frau Winkler verlässt das Haus“ Pawlowitsch, nachdem die Künstliche Intelligenz sie mit einem Zitat des russischen Autors Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904) überrascht. Darin drückt sich Frau Winklers Vergangenheit als Schauspielerin aus: Tschechow ist mit seinen Stücken wie „Die Möwe“ (1895) oder auch „Drei Schwestern“ (1901) nämlich bis heute ein beliebter Theaterautor
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