Romper Stomper
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1,5
Veröffentlicht am 26. November 2025
Ich kann die ganzen positiven Rezensionen nicht nachvollziehen, vor allem ein Vergleich mit dem Meisterwerk “American History X” verbietet sich aus mehreren Gründen. Der offensichtlichste ist: Beide Filme behandeln völlig unterschiedliche Thematiken! Allein die Gemeinsamkeit, dass sie sich der rechtsradikalen Szene widmen erlaubt noch lange keinen Vergleich!

Das größte Problem von “Romper Stomper” jedoch ist die grausig schlechte Inszenierung. Die Gewaltdarstellung ist geradezu lächerlich und erinnert eher an eine Schulhofskeilerei in der 4. Klasse. Die Schnitte sind hektisch und zu schnell, die Kamera ist verwackelt und unkoordiniert, man verliert sofort den Überblick. Und für einen FSK18-Film ist das ganze erstaunlich blutarm, erst nach der Prügelei liegt da jemand mit dem obligatorischen Nasenbluten am Boden. Hinzu kommt ein total unsinniger Blaufilter, zudem wird selbst am hellichten Tag die Helligkeit runtergedimmt, so dass man von der eh schon lahmen Prügelei kaum noch was erkennt. Das nervt.

Zweites Problem sind die miserablen schauspielerischen Leistungen. Russel Crowe ist bekanntermaßen kein echter Charakterdarsteller, wenn er hier aber noch der Überzeugendste im Cast ist, so sagt das doch eine ganze Menge über den Film aus. Zudem ist sowohl seine Interpretation als auch die aller anderen Skinheads nicht wirklich glaubhaft. Ein paar Hakenkreuz-Tattoos, eine Glatze und “Mein Kampf” im Schrank machen noch keinen echten Skinhead. Die dahintersteckenden Überzeugungen und Motivationen werden zu keinem Zeitpunkt spürbar und schon gar nicht erfahrbar. Wenn man denn vergleichen wollen würde, so ist in “American History X” die Darstellung der Nazi-Skins um Welten glaubwürdiger und vor allem emotional intensiver gelungen.

Drittes Problem ist das komplett hanebüchene und maximal uninspirierte Drehbuch. Die Story ist ja dermaßen platt (Nazis kloppen Vietnamesen, Vietnamesen kloppen zurück, was für eine Überraschung!) und schwachsinnig, da fällt die lahme und ebenso schwach konstruierte Story um das Lost Girl zwischen all den Skinheads gar nicht auf. Dazu ist das Alles noch komplett spannungsarm, jederzeit vorhersehbar und total uninteressant inszeniert.

FAZIT: Kein Film, der einem in Erinnerung bleibt. Zu viele handwerkliche Fehler, ein schlechtes Drehbuch und miserable Schauspieler nerven eigentlich nur. Ganz klar keine Empfehlung von mir.
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