FSK ab 12 freigegeben
Iva (Gergana Pletnyova) schleppt sich seit Wochen elend krank zur Arbeit. Die Bulgarin schuftet auf dem Land in einer Textilfabrik. Ihre Aufgabe ist es, Klamotten mit „Made in EU“-Labels zu versehen. Eigentlich will sie sich krankschreiben lassen, doch das lässt ihr Arbeitgeber nicht zu – obwohl sich in diesem März in 2020 die Lage weltweit schnell zuspitzt und zur Corona-Pandemie auswächst. Erste Tests werden verfügbar und schnell ist damit klar: Iva ist an Covid-19 erkrankt – als erster Mensch in ihrer Stadt. Das macht schnell die Runde unter den Einwohner:innen, die schnell damit unterwegs sind, Iva die Schuld für die Ausbreitung des Virus' im Ort in die Schuhe zu schieben.
2,0
lau
Made In EU
Wo Covid ungebremst auf Kapitalismus knallt
Von Thorsten Hanisch
Stephan Komandarev (vielfach preisgekrönt für „Eine Frage der Würde“ über eine Rentnerin, die sich mit Telefonbetrügern anlegt) möchte auch in Zukunft mehr bulgarische Geschichten einem globalen Publikum näherbringen und dabei weiterhin vornehmlich Berufsgruppen in den Fokus nehmen, die im gesellschaftlichen Diskurs ansonsten kaum eine Stimme haben. Das ist grundsätzlich ein äußerst lobenswertes Vorhaben, allerdings sollte er dabei etwas überlegter vorgehen, denn der Regisseur, der durchaus zu Großem fähig ist, hat sich mit „Made in EU“ verrannt. Die Geschichte um eine Näherin in einer Textilfabrik verliert nämlich (zu) schnell ihren Fokus: Mal geht es um die ausbeuterischen Verhältnisse in einem der ärmsten EU-Länder, mal um Covid-19, mal um die Hölle der Provinz. Dazu kommen unterkomplexe Figuren und eine fernsehfilmartige Ästhetik, die sich vor allem auf Elendsbilder konzentriert. Di
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2:04
Produktionsländer
Bulgarien,
Deutschland,
Tschechische Republik,
Türkei
Verleiher
jip film & verleih
Produktionsjahr
2025
Filmtyp
Spielfilm
Wissenswertes
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Budget
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Sprachen
Bulgarisch
Produktions-Format
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Farb-Format
Farbe
Tonformat
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Seitenverhältnis
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Visa-Nummer
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