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Rob T.
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4,0
Veröffentlicht am 22. Februar 2025
Die Herrschaft des Mannes über die Frau - klingt das übertrieben, oder gibt es diese immer noch? In ihrem neuen Film "Wunderschöner", der Fortsetzung von Karoline Herfurths "Wunderschön" zeigt, wie das im Alltag aussehen kann. Sie beschäftigt sich mit den Problemen, die es immer noch gibt.
Nadine (Anneke Kim Sarnau) stürzt in eine Krise. Sie findet raus, dass ihr Mann Philipp (Godehard Giese), ein aufstrebender Politiker, Spaß mit einer Prostituierten hatte - es gibt entsprechende Videos. Und nicht nur das. Offenbar war ihr Mann nicht zimperlich. Ndadine beschließt, sich um die junge Frau zu kümmern. Tochter Lilly (Emilia Packard) glaubt dagegen, dass sich Frauen hübsch machen müssen, wenn sie was werden wollen. Nun aber muss sie sich mit einem Projekt beschäftigen, dass ihr ihre Lehrerin Vicky (Nora Tschirner) aufgetragen hat - es geht um die weibliche Sexualität. Vicky wiederum ist wütend auf ihren Freund Franz (Maximilian Brückner). Der ist wandern - seit Monaten. Und Vicky hat keine Ahnung, wie es eigentlich um ihre Beziehung steht. Das ehemalige Model Julie (Emilia Schüle) ist nun Aufnahmeleiterin bei einer Talkshow. Dort bekommt sie es mit einem übergriffigen Kollegen zu tun. Auch zwischen Sonja (Karoline Herfurth) und Milan (Friedrich Mücke) kriselt es. Sie haben sich getrennt, bemühen sich aber weiter um die Kindererziehung. Scheinbar gibt es aber noch Liebe zwischen ihnen - aber dennoch große Beziehungshürden...
"Wunderschöner" ist keine dieser leichten Wohlfühl-Komödien. Zwar gibt es immer wieder wirklich humorvolle Stellen, für die zum Beispiel Nora Tschirner sorgt - aber in der Hauptsache spricht der Film diverse ernste Themen an. Was sind die Folgen, wenn sich ein Mann eine Frau kauft und denkt, er könne alles mit ihr machen? Wieso können sich Jungs einfach so über Mädchen lustig machen, und können sie nicht fragen, wenn sie ein Mädchen küssen wollen? Worauf kommt es eigentlich in einer Beziehung an? Und warum müssen Männer aus Scham oder getränktem Ego andere Menschen - vorrangig Frauen - kleinhalten? In den etwas mehr als zwei Stunden werden enorm viele Geschichten erzählt. Sie sind niederschmetternd, auch mal erschreckend, aber auch humorvoll, und sie verbreiten hier und da auch Hoffnung. Es ist eine Mischung, die Karoline Herfurth ganz gut gelingt. Nur der Schluss - der ist leider zu sehr holzhammermäßig geraten, denn eigentlich haben wir die Botschaft des Filmes da längt schon kapiert.
Ich fand den Film sehr gut spannend und vor allem bunt. Aber auch halt etwas schwere Kost manchmal, aber meiner Meinung nach auch sehr lustig. Auf jeden Fall wird einem nicht langweilig.
Der Film hat mich auf allen Ebenen berührt und überzeugt. Wichtigen Themen wurde sich auf eine berührende Art und Weise genähert. Auch der Soundtrack war toll und obwohl der Film zum Nachdenken anregt, bin ich mit einem wohligen Gefühl rausgegangen.
"Wunderschöner" Film. Fast noch besser als der 1. Teil. Er spricht wichtige Themen an, das tut auch manchmal weh und lässt einen dann im nächsten Moment wieder lachen. Perfekte Mischung, die Frauen, wie Männer zum Nachdenken anregen kann. Wir war 7 Frauen, alles fanden ihn wunderbar, es waren auch einige Männer im Kini, die ebenso lachten und im Anschluss Redebedarf hatten. Unbedingt anschauen.
Karoline Herfurth inszeniert ihre Tragikomödie „Wunderschöner“ als Fortsetzung von „Wunderschön“ (2022) wieder als Episodenfilm. Was bleibt ihr nach dem Erfolg anders übrig?!
Sequels stehen selten unter einem guten Stern, doch Herfurth weiß, was sie will, hat sich auch am Drehbuch beteiligt. Eine der vielen tragenden Rollen fällt ebenfalls auf sie, denn die Story um die Beziehung zwischen Sonja und Milan (Friedrich Mücke) wird weitererzählt, doch nicht nahtlos: Einiges an Zeit ist vergangen, wonach es nun für beide gilt, reichlich Scherben aufzusammeln. Ebenso führt uns Herfurth wieder zu Julie (Emilia Schüle), Vicky (Nora Tschirner), Franz (Maximilian Brückner) sowie Baseballerin Leyla (Dilara Aylin Ziem), wogegen Frauke und Wolfi (Martina Gedeck, Joachim Król) verreist sind. Als wenn das nicht reichen darf beziehungsweise Abwechslung geboten erscheint, quetscht die Filmemacherin aus Berlin in 132 Minuten Film die Familie um den Finanzsenator Philipp Hansen (Godehard Giese) und seiner Frau Nadine (Anneke Kim Sarnau) dazwischen. Kann das gut gehen?
Es kann. Während im ersten Teil zwischenmenschliche Beziehungen oder Orientierungsprobleme ein Mosaik bilden, setzt „Wunderschöner“ die Stellung der Frau in der Gesellschaft verstärkt in den Fokus aller Episoden, die mehr oder weniger miteinander verbunden sind. Das Publikum sieht über das dahinterstehende, aufreibende Bemühen der von unterschiedlichen Intentionen getriebenen Figuren ein stilsicheres Gesamtwerk, das Happy Ends nur eingeschränkt bietet, aber wegen dem stets sehr gut ausbalancierten Verhältnis zwischen Ernst und Humor einen hohen Unterhaltungswert liefert. Damit nicht genug: Das erstklassige Schauspiel in schwierigen, emotionalen Situationen, insbesondere von Sarnau wie der Regisseurin selbst, ist ausgesprochen ergreifend (die meisterliche Heul-Performance von Sonja in Nahaufnahme muss erstmal jemand toppen). Langeweile Fehlanzeige. Ist das zu viel? Längst nicht, denn „Wunderschöner“ offenbart von den möglichen Konstellationen des Schicksals sicherlich nur einen kleinen Ausschnitt.
Karoline Herfurth legt noch eine Schippe drauf: Sie findet für „Wunderschöner“ einen intensiv herausgestellten gemeinsamen Nenner zu den gewählten Komponenten und macht dadurch ihre aktuelle Arbeit mehr als sehenswert.
Ich war gestern mit meiner Frau im zweiten Teil von Wunderschön.„Wunderschöner“ ist dieser Film nicht geworden.Vielmehr klamaukig, albern und pseudofeministisch. Es geht ständig um Sex und zu allem Überfluss wird das Ganze noch mit Geschichtchen von hormongesteuerten pubertären Teenys garniert…
Den Trailer über Monate hinweg regelmäßig im Kino gesehen und eine typische, deutsche Rom Com erwartet. Dann die Überraschung dass der Film in eine ganz andere, sehr tiefe und ernste Richtung erfolgreich eintaucht. Natürlich gibt´s besonders zum Ende hin Kitsch und der Film bietet für den modernen deutschen Film charakteristischen Humor der mir persönlich nicht besonders zusagt. Dort liegt aber nicht der Fokus, und das ist gut so.
Die unterschiedlichen Schicksale der im Film dargestellten Frauen sind so dargestellt dass man als Zuschauer verstehen, folgen und mitfühlen kann. Finde es beachtlich dass bei einer solchen Vielzahl von Charakteren, die meisten eine nachvollziehbare Entwicklung durchmachen. Was bleibt ist eine zum Nachdenken anregende Erfahrung die ein modernes Problem von sehr vielen unterscheidlichen Perspektiven aus wirkungsvoll, bedrückend und präzise darstellt.
Der Film ist genial. Unbedingt ansehen. Er zeigt die Dinge, wie sie sind und ist sehr berührend und unterhaltend gleichzeitig. Ich hoffe, ihn sehen ganz viele Leute. Ich finde ihn überhaupt nicht überzogen. So oder so ähnliche Erfahrungen, so oder so ähnliche Sprüche haben wir alle schon mal gehört. In der Schule, auf der Arbeit, unter Freundinnen, in der Gesellschaft. .. Sind sie Realität. Endlich wird es mal thematisiert. Auch mit dem ersten Teil, den ich unbedingt empfehlen würde, vorher zu sehen, (kann man streamen), kann man sich prima identifizieren und rein fühlen. Das sorgt für viele Lacher... Man fühlt sich das ein oder andere Mal ertappt. Unbedingt anschauen!