Trouble Man
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Lemmiblog
Lemmiblog

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2,5
Veröffentlicht am 22. Juni 2026
ES BEDARF CHARAKTERBILDENDER PRÜGEL

Jaxen ist ein Problemlöser mit einer einfachen Lebenseinstellung: Wer Frauen schlägt oder entführt, bekommt Besuch. Als ein R&B-Star entführt wird und deren Freund kurz davor steht, die gesamte Nachbarschaft zu zerschießen, versucht Jaxen die Angelegenheit lieber auf seine Weise zu lösen, mit der Faust der Vernunft.

Trouble Man geht ca. 90 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Action-Komödie mit Michael Jai White und was der Mann mit knapp 60 Jahren noch an Martial Arts bringt, ist beeindruckend.
Die Story dient hauptsächlich als Vorwand, White von einer Prügelei in die nächste zu schicken und ihm gleichzeitig Gelegenheit zu geben, sein komödiantisches Talent auszuspielen. Der Film versucht eine Mischung aus lockerer Actionkomödie und knallharter Prügelei zu sein. Das klappt...so teilweise. Manche Gags sitzen, andere werden ausgewalzt, bis sie qualvoll sterben.
Schwächer wird es immer dann, wenn der Film einen Gang zurückschaltet. Sobald die Musik romantisch wird und die Handlung so tut, als hätte sie Tiefe, gehen Dialoge und Witzqualität in den Keller.
Dafür liefern die Kämpfe genau das, was man sehen will. Egal ob schnell, langsam, dreckig oder technisch sauber, Michael Jai White zeigt, warum er seit Jahrzehnten zu den besten Martial-Arts-Darstellern gehört.
Richtig ärgerlich wird es beim Finale. Die Choreografie ist klasse, die Bewegungen sitzen, die Schläge haben Wucht und eigentlich müsste das der Höhepunkt sein. Stattdessen kämpft man vor einem Greenscreen aus der Hölle. Man sieht in jeder Einstellung, dass da kein echtes Hochhaus existiert. Das Ganze wirkt wie eine Zwischensequenz aus einem Videospiel aus den 90ern.
Unterm Strich bleibt ein Film, der durch seine Martial-Arts-Einlagen und einige gelungene Gags unterhalten kann. Leider schleichen sich trotz der kurzen Laufzeit Längen ein, das CGI ist katastrophal und beim Humor fehlt oft das richtige Timing.

5/10 Punkten. Es gibt keinen Grund, eine Frau zu schlagen. Wirklich keinen und falls doch jemand glaubt, einen gefunden zu haben, steht bereits Jaxen vor der Tür.
DM1991
DM1991

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2,0
Veröffentlicht am 16. Mai 2026
Ich habe mich wirklich auf Trouble Man gefreut. Michael Jai White als cooler Ex-Cop und Privatermittler Jaxen in Atlanta, dazu Method Man und Orlando Jones im Cast – das klang nach genau dem toughen, augenzwinkernden Neo-Blaxploitation-Thriller, den das Genre mal wieder gebraucht hätte. Und ehrlich gesagt: Das Potenzial war riesig. Die Story um die Suche nach einer verschwundenen R&B-Sängerin ist zwar klassisch, aber White bringt einfach diese unbeschwerte Coolness und die messerscharfe Physis mit, die den Film eigentlich mühelos hätten tragen können.

Eigentlich. Denn was uns hier visuell serviert wird, bricht dem Film leider das Genick.

Man merkt an jeder Ecke, dass Trouble Man ein handgemachter, bodenständiger Actionkrimi sein wollte. Wenn Michael Jai White die Fäuste fliegen lässt, blitzt dieses alte Black Dynamite-Gefühl auf. Aber sobald das Budget oder die Ambitionen der Macher die Realität eingeholt haben, wurde offenbar der Computer angeworfen – und das mit fatalen Folgen.

Die CGI in diesem Film ist gelinde gesagt eine absolute Katastrophe und macht das Ganze streckenweise fast unansehnlich. Wir reden hier nicht von dezenten digitalen Verschönerungen, sondern von Greenscreen-Aufnahmen, bei denen man die Kanten der Schauspieler förmlich spüren kann, und von digitalen Bluteffekten und Explosionen, die aussehen, als stammten sie aus einem PC-Spiel von 2005. Jedes Mal, wenn die Kamera von einem coolen, physischen Kampf zu einer am Computer generierten Action-Sequenz wechselt, wird man komplett aus der Illusion gerissen. Es tut fast schon weh zu sehen, wie eine eigentlich gut choreografierte Szene durch billige digitale Effekte komplett entstellt wird.

Das ist unfassbar schade. Die Chemie zwischen den Schauspielern stimmt, die Dialoge haben teilweise echt trockenen Witz und der Vibe des Films ist genau richtig. Aber im Jahr 2025 darf ein Film einfach nicht mehr so aussehen, als hätte man das VFX-Department in der Mittagspause mit einem alten Laptop arbeiten lassen.

Fazit:
Trouble Man hätte ein richtig starker, dreckiger Action-Thriller werden können. Doch die unfassbar schwache CGI ruiniert den Gesamteindruck massiv. Wer über visuelle Totalausfälle hinwegsehen kann, bekommt immerhin noch einen gut aufgelegten Michael Jai White zu sehen. Wer Wert auf eine halbwegs zeitgemäße Optik legt, wird hier jedoch schmerzhaft enttäuscht. Schade um das verschenkte Potenzial.
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