Ich wollte diesen Film nicht mögen. Das hab ich mir fest vorgenommen, ohne auch nur den Trailer gesehen zu haben. Und ich will diesen langweiligen Schrott immernoch nicht mögen. Hab bisher zwei Anläufe gebraucht, um die erste Stunde hinter mich zu bringen. Und das war ziemlich langweilig.
Echt langweilig. Aber schon die erste Szene blieb mir im Hinterkopf. Der Film fängt mit einer erfolglosen Vermittlung an. Da klappt die perfekte Liebe nicht.
Wieso? Ein paar Jahre zu alt und ´n paar Kilo zu schwer. Was für´n Schrott. Der Film fängt also schon damit an, dass die Partnervermittlung nicht klappt, weil der Typ nicht groß genug ist, die Frau nicht jung und schlank genug ist und der Typ nicht genug verdient. So fängt der Film bereits an.
Die Liebe hängt also von ein paar Zentimetern Körpergröße, ein paar Jahren des Alters und ein paar Kilogramm ab?
Hab so´n Gefühl, als ob dieser Film ganz genau das kritisieren will. Genau diese amerikanische Oberflächlichkeit von jenen dummen Menschen, die denken, dass Liebe aufgrund von den gewünschten Zahlen (Alter, Gewicht, Größe etc) entsteht.
Ist das eine total absurde Theorie? Werde ich jetzt als Schwachkopf abgestempelt, weil ich behaupte, dass dieser Film eigentlich eher das Gegenteil von dem ist, was auf dem Etikett draufsteht?
Lucy will eigentlich alles richtig machen, die Menschen zur großen Liebe verkuppeln und erträgt (meine subjektive[!] Wahrnehmung) zähneknirschend die absurden Forderungen ihrer Kunden, min so groß, max so alt, max so viel Kilo, min soviel Geld usw.
Die erste Stunde ist scheisslangweilig, dann passiert, dass eine Klientin bei einem Date sexuell genötigt wurde, was von A bis Z alles mögliche bedeuten kann.
Ihre Chefin sagt, dass sowas im Laufe der Zeit halt mal vorkommt. Lucy zweifelt an ihrem Job, sie will doch nur die Menschen verkuppeln und glücklich machen.
Dieses ganze fixieren auf Größe, Alter, Gewicht, Einkommen und so wird in der ersten Stunde so oft gezeigt, dass zumindest ich es in Wahrheit als Kritik an diesen Dating- Verkupplungsfirmen interpretiere und natürlich vor allem als Kritik,
an diesen dummen und oberflächlichen Leuten, die denken, dass sich Liebe aufgrund der richtigen Zahlen ´programmieren´ lässt.
Zitat von Lucy "Ich denke, es wird sehr schwer sein, eine katzenhassende, christliche, konservative Lesbe irgendwo in Ney York zu finden, die eine 49jährige, nicht geoutete mit drei Kindern sucht". Noch ein Zitat "Ich hasse diese Menschen, sie sind wie Kinder".
Beim ersten Zitat persifliert sich der Film selbst für ein paar Sekunden, dann kommt das zweite Zitat, womit der Film auf einmal wieder ernst ist.
Das ist schwer zu verstehen, wenn man eine ´romantic-comedy´ oder eben auch nur einen ergreifenden Liebesfilm erwartet.
Eine Komödie ist dieser Film schon mal gar nicht. Und ein Liebesfilm auch nicht.
Die meisten Klienten sind oberflächlich, also schauen die Partnervermittler auch nur auf die Oberfläche. Warum sich mehr Mühe machen? Bei der sexuellen Nötigung ging das aber völlig nach hinten los.
Lucy lernt im Laufe des Films selbst, dass ein ´match´ keine Liebe ist und niemals das Zustandekommen einer Liebe garantiert.
Darum geht es in diesem Film und eigentlich um sonst nichts.
Dafür nimmt sich der Film leider viel, viel, viel zuviel Zeit.