Mit der Hauptrolle in „Andor Hirsch“ gibt der ungarische Kinderdarsteller Bojtorján Barabas sein Schauspieldebüt. Barabas konnte sich bei einem ausgiebigen Castingprozess gegen über 10.000 anderen Kindern aus Ungarn, Rumänien und der Ukraine durchsetzen.
Regisseur László Nemes widmet sich in seinem dritten Spielfilm „Andor Hirsch“ zum dritten Mal der jüngeren ungarischen Geschichte, nachdem er in „Sunset“ (2018) sein Heimatland an der Schwelle des 1. Weltkriegs beleuchtete und zuvor im Oscar-Gewinner „Son of Saul“ (2015) aus ungarischer Perspektive den Holocaust porträtierte. Der Blick zurück in die Nachkriegsära Ungarns wurde dabei auch von den Kindheitserinnerungen seines Vaters inspiriert, der ebenso wie Hauptfigur Andor (Bojtorján Barabas) sich nach dem gescheiterten Aufstand gegen die sowjetische Kontrolle über Ungarn im Jahr 1956 nach der Rückkehr seines leiblichen Vaters sehnte.