Good Luck Have Fun Don't Die
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3,4
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Kinobengel
Kinobengel

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3,0
Veröffentlicht am 14. März 2026
BEFORE MATRIX


Ein Mann, der angeblich aus der Zukunft stammt (Sam Rockwell), möchte mit einem aus Diner-Gästen zusammengestellten Team die Welt vor einer KI retten.

Gore Verbinski hat schon einige genreverschiedene Volltreffer gelandet, aber danach einen sehr teuren Flop gelandet („Lone Ranger“, 2013). Für „Good Luck, Have Fun, Don‘t Die“ musste er sich mit einem relativ kleinen Budget begnügen.

Der US-amerikanische Filmemacher wählt den satirischen Ansatz für die Erklärung der näheren Zukunft. Die Rekrutierungs-Szene zu Beginn kann ein echtes Kabinettstückchen der Filmgeschichte werden. Gotcha, das Publikum ist eingesackt. Fantastisch gut wie unterhaltsam bringt er den Stoff - ja, tatsächlich nachvollziehbar – vor die Leinwand, ohne konkret zu verraten, worauf alles hinauslaufen wird (ein Happy End ist genretechnisch vermutbar). In Kapiteln werden einige Charaktere des Teams per Rückblende erläutert. Ein bisschen Füllmenge ist schon deswegen nötig, da der actionreiche Weg der mehr oder weniger Zusammengewürfelten gar nicht so weit ist. Doch auch diese einfallsreich hochgespielten, sozialpolitisch bissigen Parts sind nicht nur erzählerisch mehr als gelungen, sondern vom Timing her hervorragend in der Inszenierung verbaut.

Wir sehen eine One-Man-Show von Sam Rockwell. Es ist einfach brillant, wie er den unermüdlichen Überzeuger, Anführer und Kämpfer mimt, gepaart an eine gewisse amüsante Gleichgültigkeit, denn seine Figur ist angeblich bereits in mehr als 100 Versuchen gescheitert, den digitalen Absturz der Welt zu verhindern, ein Wink mit dem philosophischen Zaunpfahl. Juno Temple spielt häufig naive Frauen. Hier zeigt sie weiterreichende Qualitäten ihres Könnens.

So weit, so 5 Sterne. Verbinski erliegt dann leider der Versuchung, nach der storytechnisch wie visuell eh schon reichhaltigen Darbietung den Showdown megaspektakulär gestalten zu müssen. Das ist gängige Machart für US-amerikanische Actionfilme und hier im Verhältnis der Spielzeit viel zu lang geraten. Wegen der nun einprasselnden Geschehnisse drängt sich zudem der Eindruck auf, dass das zuvor so herrlich mysteriös wie straight Aufgebaute nebst dem Finale beliebig wirken.

„Good Luck, Have Fun, Don‘t Die“ besticht mit respekterheischenden Visionen, kantigen Dialogen und perfekt ausbalancierten, kreativen Szenarien, kann das erreichte Niveau aber nicht bis ins Ziel bringen. Unterhaltsam.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

170 Follower 648 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 26. Februar 2026
Hier wird der Begriff „abgedreht“ zum regelrechten Selbstzweck: es macht Spaß, wie Sam Rockwell in einem Dinner eine Crew rekrutiert um mit ihnen auf eine absurde Mission zu gehen. Es füllt diese Welt dann geradezu aus, wenn in Rückblenden einzelne Figuren erläutert werden, aber leider nimmt es das Tempo raus. Und wenn die Mission in der Gegenwart dann fortschreitet, nehmen die absurden Vorfälle stetig zu. Allerdings stellt sich der Film ab irgendeinem Punkt regelrecht ein Freiticket aus um zu machen was er will, was mitunter recht bequem wirkt. Spaß macht die Nummer trotzdem und liefert einige wundervolle Lacher. Leider aber nicht den verrückten Kultfilm, der er gerne geworden wäre.
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