22 Bahnen
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Lemmiblog
Lemmiblog

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3,5
Veröffentlicht am 6. September 2026
MUTTER DES JAHRES

Tilda schreibt bald ihre Masterarbeit in Mathematik und erhält ein Angebot für eine Promotions Stelle in Berlin. Doch zweifelt Tilda, denn sie lebt mit ihrer kleinen Schwester Ida in Hamburg und sie kann Ida nicht allein mit ihrer alkoholabhängigen Mutter zurücklassen. Tilda denkt darüber nach ihren Traum, für ihre Schwester, für immer zu begraben.

22 Bahnen geht ca. 100 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier ein Drama was auf dem Buch von Caroline Wahl beruht. Es geht um eine junge Frau die ihren Traum nicht leben kann, weil ihre Mutter sich täglich die Kante gibt und sogar ihre kleine Schwester Ida im Rausch schlägt. Gleichzeitig kämpft Tilda mit der Vergangenheit und ihren verstorbenen Kumpel, erst recht als der ältere Bruder ihres Freundes wieder auftaucht. Nur beim Schwimmen kann sich Tilda frei von allen Sorgen fühlen. Die Story dreht sich um eine dysfunktionale Familie sowie das erwachsen werden, Freiheit und um den Kampf das zu bekommen was man möchte. Dies gelingt überwiegend, ich mochte den Strang der Familie und den Wunsch nach der Stelle in Berlin, die hatten für mich Power und Kraft. Das Vergangenheitsthema und der kleine liebes Arc war jedoch nicht meins.
Schauspielerisch können alle überzeugen und übermitteln die Emotionen von Schmerz, Hoffnung und Liebe einwandfrei. Die Nackenschläge spürt man bei jeder Figur, besonders wenn die Mutter mal wieder verspricht mit dem saufen aufzuhören. Leider gibt es kleine Längen weil zu viele Themen eingebaut werden und es gibt Tokyo Hotel Musik, mehrmals, oh weh.
Am Ende bleibt ein Werk das in zwei von drei Handlungssträngen überzeugt, tolle Schauspieler bietet und man sich in manchen Emotionen vielleicht wieder findet. Leider funktioniert nicht alles, die Musik war gar nicht meins und die das Thema schwimmen war für mich nur drin um der Überschrift gerecht zu werden.

Von mir bekommt der Film 7/10 Punkten. An Hand des Einkaufs raten welche Art Mensch vor einem steht, ich fands lustig.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.861 Follower 5.069 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 14. Mai 2026
Ein kleines Drama mit großer Schauspielleistung: der Film setzt einfach eine starke Hauptfigur in Szene und gibt ihr einige Sorgen mit: das Händeln ihres Studiums, den Dauerkonflikt mit der alkoholkranken Mutter sowie das wunderbare Verhältnis mit ihrer kleinen Schwester, die sie eifrig beschützt. Obendrein kommt noch ein schlimmer Vorfall aus der Vergangenheit dazu. Das ist alles für einen Film sehr klein, einfach und unspektakulär. Für die betroffene Person ist das aber in der Tat eine furchtbare Situation und sie muss einen schweren, harte Weg gehen. Das alles wird von Luna Wedler grandios portraitiert und gespielt. Egal wie schlimm die Umstände sind, Wedler gehört jede Szene und behält immer die Übersicht. Das Drama drumherum stimmt und passt, mit dieser Hauptfigur hätte ich ihr aber eh jede Geschichte abgekauft.

Fazit: Unspektakuläre, aber tragische Geschichte mit grandioser Hauptfigur.
Go G
Go G

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4,0
Veröffentlicht am 27. Dezember 2025
Ich möchte das Buch sehr obwohl ich normalerweise die Finger von Bestsellern lasse. Buchadaptionen im Kino gucken ist fast immer enttäuschend. Diese gucken nicht
PoopCut
PoopCut

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3,5
Veröffentlicht am 3. Oktober 2025
22 Bahnen als Raum für Rückzug, in dem man alles um sich herum vergisst. Und auch als ein (langer) Weg der Traumabewältigung.
Ich mag, dass wir diesen Weg mit der Protagonistin gehen - durch ihre inneren Konflikte, Trauma, Schuldgefühle. Subtil und sinnlich erzählt.
Es gab viele Momente, in denen ich Drehbuchautorin und Regisseurin gefeiert habe. Luna Wedler hat eine starke Präsenz, sie wirkt authentisch. Auch Kameraarbeit und Locations sind gelungen.

Aber… Dramaturgisch gibt es eigentlich nur eine vielseitige Figur - Tilda. Alle anderen wirken wie Pappfiguren: die Mutter als klischeehafte Alkoholikerin, die kleine Schwester als "moralischer Kompass", Viktor geheimnisvoll, aber völlig blass (reine Funktion). Das nimmt dem Film Glaubwürdigkeit und Tiefe.
Auch die Motivationen und Ziele der Protagonistin finde ich nicht immer überzeugend. Obwohl ich es mag, dass hier kein zugespitztes Drama (a'la Hollywood) gezeigt wird, sondern das stille äußere und innere Leben von Tilda.

Und dann das Voice-Over. Leute, das ist ein Film, kein Buch.. Dinge will ich sehen, fühlen, spüren und nicht erklärt bekommen. Schon am Anfang sagt Tilda, dass sie und ihre Schwester eins sind und wie sehr sie die liebt. Aber genau das will ich erleben, nicht vorgesagt bekommen.

Mein Fazit:
Eine Produktion mit vielen starken Momenten und großem Potenzial. Ich weiß, wie unglaublich schwer es ist, einen guten Film zu stemmen- das kostet Gesundheit, Zeit, Nerven, - wie eine neue Welt aus dem Nichts zu erschaffen. Und dafür: Respekt. Trotzdem fehlt mir im Film eine stärkere Filmsprache, eine sorgfältiger geformte Dramaturgie und mehr Glaubwürdigkeit.
Rob T.
Rob T.

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3,5
Veröffentlicht am 14. September 2025
Tilda (Luna Wedler) lebt mit ihrer jüngeren Schwester Ida (Zoë Baier) und ihrer Mutter Andrea (Laura Tonke) in einer kleinen Wohnung. Sie muss sich sehr oft um ihre Schwester kümmern, denn die Mutter trinkt viel und oft, dass sie alkoholkrank ist, will sie aber nicht einsehen.
Tilda studiert, sie arbeitet an der Kasse des Supermarktes, und sie geht regelmäßig schwimmen, nimmt da auch Ida oft mit.
Aber in diesem Sommer ändert sich einiges: Tilda bekommt das Angebot, in Berlin zu arbeiten und zu lernen. Aber kann sie ihre Familie im Stich, Ida mit der Mutter allein lassen? Und beim Schwimmen lernt sie Viktor (Jannis Niewöhner) kennen. Viktor reiß in ihr jedoch auch tiefe Wunden auf - ein unverarbeiteter Unfall wird wieder Thema. Und zu Hause wird die Lage auch immer schlimmer...

"22 Bahnen" ist die Film-Adaption des gleichnamigen Romans von Caroline Wahl, der zum Bestseller wurde.
Zumindest in der Filmfassung wirkt der Titel zwar sehr beliebig, weil diese 22 Bahnen als solche schlicht gar keine Rolle spielen.
An sich erzählt der Film vom Erwachsenwerden in verschiedenen Hinsichten. Tilda musste sehr schnell erwachsen werden, weil ihre Mutter gewissermaßen ausgefallen ist, Tilda ist für Ida wie eine Mutter, und weil der Umzug nach Berlin im Gespräch ist, will Tilda, dass Ida irgendwie klarkommt.
Viktor musste schnell erwachsenen werden, weil er fünf Jahre zuvor einen furchtbaren Schicksalsschlag erleben musste, und auch Tilda hat damit zu tun, weil Viktors Bruder ein enger Freund von ihr war.
Tilda hat durchaus Angst, aber sie stellt sich diesen Ängsten, und sie stellt sich auch den Menschen, die Hilfe brauchen.
Und so geht es nicht nur um das Erwachsenwerden, sondern auch um die Verantwortung für sich und für andere.
Auch wenn "22 Bahnen" am Ende nicht ganz auf dem Punkt ist, so ist der Film durchaus spannend und sehenswert.
White Tiger
White Tiger

1 Follower 67 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 3. September 2025
Ich habe den Film ihm Rahmen einer Sneak gesehen. Das Buch habe ich nicht gelesen, aber wer Filme mag die eine realistische Story, starke Schauspieler und gute Dialoge haben, der ist hier richtig aufgehoben.
Susanne Ackerl
Susanne Ackerl

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1,0
Veröffentlicht am 1. September 2025
Selten so enttäuscht von einem Film gewesen.
22 Bahnen ist eines meiner Lieblingsbücher und der Film ist ihm bei weitem nicht gerecht geworden. Viel zu platt und oberflächlich.
Schauspielerisch hat leider nur Luna Wedler überzeugt.
Die kleine Schwester Ida, Viktor und die restlichen Schauspieler waren leider -meiner Meinung nach- nicht glaubwürdig und das Ergebnis hat sehr darunter gelitten. Schade, ich hatte mich so auf die Verfilmung gefreut.
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