Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
TheLifter
3 Follower
36 Kritiken
User folgen
4,0
Veröffentlicht am 5. Januar 2026
Aller Kritik an den Streamern zum Trotz muss man sich eingestehen, dass sie es ihren "Zielmärkten" ermöglichen, eigenständige, aber technisch mit Hollywood ebenbürtige Filme und Serien zu produzieren.
Nachdem Netflix mit "Im Westen Nichts Neues" vorgelegt hat, zieht Amazon Prime mit "Der Tiger" jetzt nach.
Dass es zu Hauf gute deutsche Schauspieler gibt, ist keine Neuigkeit. Aber jetzt können sie sich auch in Deutschland produzierten, großen Filmen beweisen.
"Der Tiger" ist eine episodische Odyssee einer Panzerbesatzung, die tief hinter feindlichen russischen Linien agiert, mir dem Auftrag, einen verschwundenen Kommandanten aufzuspüren und wieder in die eigenen Reihen zurückzubringen.
spoiler: Von Anfang wird hier eine dichte, gelungene Atmosphäre aufgebaut, die immer wieder an den Klassiker "Das Boot" erinnert. Der obligatorischen Kampf zwischen russischem und Tiger-Panzer ist dabei nur eines der vielen Highlights. Brückenkämpfe, Minenfelder, Flussdurchquerungen oder Panzerschokolade als Dessert werden hier ebenfalls gekonnt in Szene gesetzt. Der Spannungsbogen ist von Anfang an hoch und nimmt ständig zu.
Dass der Film immer surrealere Züge annimmt, sich immer mehr "Mystery" ausbreitet und auf ein komplett irres Ende zusteuert, ist vielleicht die größte Überraschung des Films.
Dass der Panzerkommandant bereits am Anfang des Films stirbt und sich die restlichen Ereignisse nur vor seiner Pervetin-verschwommenen und mit Traumata überhäuften Psyche abspielen, macht den Film aus psychoanalytischer besonders interessant und erhöht auch den Wiederschauwert.
oh mein gott, was für´n schrott. na klar, es darf ja auch düstere und quasi dystopische filme geben. wer sowas sehen will, total düstere und beklemmende atmosphäre und so, der ist hier richtig. aber ansonsten...? vier sterne von filmstarts? "... dabei müssen sie sich zunehmend ihren eigenen ängsten stellen" und "die tiefsten abgründe der menschlichen psyche freigelegt werden" > > > ? ? ? ? ? ? echt jetzt? so´n quatsch. naja, ., das gibt es ein bischen ist aber trotzdem totaler quatsch, weil das ende des films alles verrät. klar, die beklemmende atmosphäre ist da, die soldaten hocken nur im panzer und werden so langsam aber sicher mürbe gemacht. ob die ´panzerschokolade´ dagegen wirklich hilft? vielleicht ja. oder vielleicht doch nicht?
dieser film ist absolut surreal. nichts ist real in diesem film und das ist keine übertreibung. hallizunationen? haben die vielleicht doch etwas zu viel ´panzerschokolade´ gegessen??? der anfang ist real und dann baut sich so langsam aber sicher eine düstere und beklemmende atmosphäre auf. einige werden das bestimmt als spannend empfinden und sich dauernd fragen "oh mann wie wollen die denn aus der scheisse wieder rauskommen?". andere (fleissige) kinogänger werden sich entweder irgendwann langweilen, oder so ab der hälfte des films ein kleines fragezeichen auf der stirn haben und sich denken "irgendwas ist hier merkwürdig". dann taucht später ein zweites fragezeichen auf der stirn auf und man denkt "irgendwas kann hier nicht stimmen, ich weiss nur noch nicht was". dann kommt ein drittes fragezeichen auf der stirn dazu und man weiss dann so irgendwie, dass da irgendwo der wurm drin ist und das alles so nicht sein kann.
wenn man fleißig viele fragezeichen auf seiner stirn gesammlt hat, dann haut einen das ende auch nicht wirklich um. mit so etwas schrägem (und einfallslosen) und enttäuschendem ende hat man dann schon irgendwie gerechnet. wer leichtgläubig ist und durch die ganzen vergleiche eine hohe erwartung hat, der wird am ende...?...äh...nasses handtuch plus gesicht oder so. die vorher aufgebaute spannung wird am ende quasi noch nachträglich zerstört.
wer einen panzer-kriegsfilm sehen möchte, sollte sich natürlich "fury - herz aus stahl" ansehen und wer nicht zwei stunden lang nur das innere eines panzers sehen möchte, sondern einen richtigen und guten kriegsfilm, dem sei der geheimtip "die galgenvögel" empfohlen. der ist sehr, sehr schwer zu finden, müsste aber vielleicht unter originaltitel "wheels of terror" auf englisch irgendwo laufen, vielleicht bei YT oder so.
Ich glaube es ja nicht. Falls jemand "Vier Panzersoldaten und ein Hund" noch kennt, das war schon der totale Ostpropagandamüll. Hier schickt man einen Tigerpanzer ohne Logistik Kilometerweit los um einen Offizier zu retten. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein verschleißanfälliges kraftstofffressendes Stahlungeheuer. Man verspottet die Jenigen, die hundertfach in den Dingern gestorben sind. Meistens, wenn sie nach wenigen km liegen geblieben sind und vernichtet ächlich verhöhnt man das wahre Kriegsleben der Soldaten. Spätestens als das Tier auf der brennenden Brücke auftaucht hätte ich abschalten sollen. Der tauchende Panzer mit Motorabschaltung war der nächste ...was soll das ? Moment. Der Monsterrussenpanzer der durch den Tiger schießt, ohne eine Explizite verursachen, bis zur Auflösung am Ende, sagen zu mir immer wieder... Schalte endlich ab Guck dir das nicht weiter an. Der Film soll gar nichts aufarbeiten, oder Erschreckendes des Krieges darstellen. Hier geht's um die letzten Gedanken der Kommandanten als der Panzer mit der Brücke zusammenstürzt. In diesen Gedanken gibt's plötzlich Sachen, die es gar nicht gab. Wem fällt nur solch ein Mist ein. Man freut sich auf ein Geschichtsereignis und bekommt ein Hirngespinst in Potenz
Das Drehbuch könnte von chatgpt erstellt sein. Eine Zusammenstellung von „was sollte ein Kriegsfilm zum II WK beinhalten?“ ohne, dass die Szenen zwingend auf logischer Basis ablaufen. Spannung kommt so gut wie nicht auf, da der Beginn schon viele Rückschlüsse bietet, auf das was folgt.
Der Tiger ist ohne Frage spannend inszeniert und hält einen lange bei der Stange. Die Action funktioniert, der Film ist brutal und zeigt Krieg nicht beschönigt. Schauspielerisch gibt es wenig zu meckern – das Ensemble macht einen soliden bis guten Job.
Aber: Je länger der Film läuft, desto mehr fährt er sich selbst gegen die Wand. Die Handlung wird zunehmend verwirrend und verlässt den Boden der Realität. Besonders der Umgang mit dem Tiger-Panzer wirkt stellenweise schlicht dumm: zu viel Science-Fiction, zu viel „Was-wäre-wenn“, zu wenig historischer oder technischer Realismus. Ein Tiger, der gefühlt alles aushält und sogar taucht, sprengt endgültig die Glaubwürdigkeit.
Der zusätzlich eingebaute Horror-Aspekt wirkt aufgesetzt und unnötig. Statt den Film intensiver zu machen, zieht er ihn eher ins Lächerliche. Emotional bleibt man deshalb auf Abstand – trotz Spannung überwiegt am Ende die Enttäuschung, weil deutlich mehr drin gewesen wäre.
Der Film beginnt Mitten in einem Gefecht. Die sich zurückziehende Wehrmacht will eine Brücke sprengen. Die Protagonisten des Films stellen sich in ihrem Panzer der russischen Übermacht entgegen. Schon da wird ihre ganze Ausweglosigkeit für den Zuschauer spürbar. Es grenzt an ein Wunder, dass die Besatzung des schafft, drei gegnerische Panzer zu verstören. Als dann der Kommandant endlich den Befehl zum Rückzug gibt und auch noch 2-3 russische Flugzeuge auftauchen und die Brücke bombardieren, stellte sich mir schon die Frage, wie dieses Szenario der Tigerpanzer samt seinert Besatzung schadlos überstehen konnte, zumal die Zeit bis zur Sprenung immer kürzer wurde und die Brücke endlos lang schien.
Danach Schnitt... Mein erster Gedanke war, dass es sich nur um eine Handlungsrückblende, die zeitlich vor der oben beschriebenenen Kampfhandlung einzuordnen war, spielen musste. Doch weit gefehlt... Der Sonderauftrag, einen Major v. Hardenberg aufzuspüren, setzt zeitlich danach an. Als Zuschauer wunderte mich schon der Handlungsaufbau, wie ein einzelner Panzer der deutschen Wehrmacht hinter der Frontlinie weitestegehend unentdeckt "spazieren fahren" konnte und nur in ein bis zwei Szenen einen Feindkontakt hatte.
Gegen Ende des Films wurde ein unerwarteter Bogen ins Surreale und Übersinnliche geschlagen. Doch zumindest löste sich dadurch der . Handlungsverlauf durch die Nahtoderfahrung des Panzerkommandanten und dessen Schuldfrage auf.
Insgesamt bestach der Film durch die klaustophobische Enge in einem Tiger-Panzer. Der psychische Druck der Proganonisten war jederzeit spürbar. Das überraschende Ende mag nicht jedem gefallen haben, mich überzeugte es.
Daher bewerte ich den Film mit 3 1/2 von 5 Sternen. Es gibt zu diesem Thema bessere Anti-Kriegsfilme, aber insgesamt würde ich den Film als gut bewerten.