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BrodiesFilmkritiken
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5.015 Kritiken
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4,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2018
Nett geplant, war aber leider nichts: die laute Science Fiction Komödie war wohl als totaler Megablockbuster gedacht, Lea Thompson („Zurück in die Zukunft“) sollte zum neuen Teenie-Star aufgepowert werden, man investierte richtig viel Geld in Effekte und hatte mit Howard einen serientauglichen Helden erdacht hinter dem „Star Wars“ Schöpfer George Lucas steckte – allerdings geriet der Film zum Superflop.Schade eigentlich, denn der Film war nicht mal schlecht. Paradoxerweise sind die Dialoge das gelungenste am Film, die verbalen Gefechte die sich die Darsteller hier liefern sind wunderbar treffend und voller passender dummer Sprüche. Die Ente schafft es über weite Strecken nicht wie die Puppe zu wirken die sie ist und obendrein spielt hier der junge Tim Robbins eine seiner ersten Komödienrollen und hatte schon damals ein beachtliches Talent. Allerdings haut der Film in einem Punkt voll daneben: ab der zweiten Hälfte kippt das ganze in eine Horrorkomödie um die für kleinere Zuschauer defintiv zu hart ist und beim Showdown streckenweise mit „Alien“ konkurrieren könnte – also es leider vergeigt ein Familienfilm zu sein. Für jeden anderen könnte das brüllend laute Effektespektakel durchaus Spaß bringen – trotz des scheußlichen achtziger Jahre Ambiente.Fazit: Albernes Entengeschnatter mit tollen Dialogen und viel Action und Effekten – allerdings in der zweiten Hälfte fast schon ein richtiger Horrorfilm!
Mit Howard – Ein tierischer Held (Howard the Duck) brachte Produzent George Lucas 1986 eine der ungewöhnlichsten Comicverfilmungen aller Zeiten ins Kino – eine Mischung aus Science-Fiction, Komödie und bizarrer Romanze, die ihrer Zeit in mancher Hinsicht voraus war, in anderer aber gnadenlos scheiterte.
Handlung
Howard, eine sprechende Ente aus einem Paralleluniversum, wird versehentlich durch ein wissenschaftliches Experiment von seinem Heimatplaneten auf die Erde geschleudert. Dort trifft er auf die Musikerin Beverly (Lea Thompson), die ihm hilft, sich in der für ihn völlig fremden Welt zurechtzufinden. Gemeinsam geraten sie in ein absurdes Abenteuer, das schließlich sogar das Schicksal der Menschheit betrifft – inklusive außerirdischer Dämonen und verrückter Wissenschaftler.
Stärken
Einzigartigkeit: So verrückt wie Howard – Ein tierischer Held ist kaum ein anderer Film der 80er. Das Konzept einer sprechenden Ente in einer realen Welt ist mutig, schräg und auf gewisse Weise charmant.
Praktische Effekte: Für die damalige Zeit ist die Animatronik des Howard-Kostüms durchaus beeindruckend – ein technisches Kuriosum, das auch heute noch einen gewissen Kultwert hat.
Lea Thompson: Sie spielt ihre Rolle mit erstaunlicher Ernsthaftigkeit und sorgt dafür, dass der Film trotz aller Albernheiten zumindest eine menschliche Wärme behält.
Schwächen
Leider scheitert der Film an seinem Ton. Er schwankt unentschlossen zwischen Kinderfilm, Actionkomödie und Erwachsenenhumor – inklusive fragwürdiger Anspielungen, die für ein jüngeres Publikum völlig unpassend sind. Die Story ist wirr, die Witze oft platt, und das Tempo zerrt gegen Ende an den Nerven. Auch die Effekte altern nicht gut, und viele Szenen wirken unfreiwillig komisch. Das Ergebnis ist ein Film, der nicht so recht weiß, was er sein möchte – und dadurch fast niemanden wirklich begeistert.
Fazit
Howard – Ein tierischer Held ist ein kurioses Stück 80er-Jahre-Filmgeschichte: ambitioniert, teuer produziert und völlig daneben. Gerade deshalb hat der Film heute Kultstatus – als einer der „besten schlechten Filme“, die man einfach mal gesehen haben sollte.