Last Samurai
Durchschnitts-Wertung
4,2
1875 Wertungen

19 User-Kritiken

5
8 Kritiken
4
7 Kritiken
3
2 Kritiken
2
2 Kritiken
1
0 Kritik
0
0 Kritik
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
M4rcel0910
M4rcel0910

51 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 18. September 2026
Warum „The Last Samurai“ ein unvergängliches Meisterwerk ist (ACHTUNG KRITIK IST ZIEMLICH LANG!!)
Es gibt Filme, die unterhalten, und es gibt Filme, die eine tiefgreifende spirituelle Wirkung entfalten. Edward Zwicks Historien-Epos „The Last Samurai“ (2003) gehört unzweifelhaft zu Letzteren. Mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung verliert das Werk nichts von seiner wuchtigen Erzählungskraft. Es ist eine filmische Liebeserklärung an eine vergangene Ära, ein bildgewaltiges Epos über Ehre, Kulturkonflikte und die universelle Suche nach innerem Frieden.

Der Film schafft das Kunststück, das historische Japan nicht nur als Kulisse zu nutzen, sondern seine Seele spürbar zu machen. Jede Einstellung im Dorf der Samurai – vom sanften Fallen der Kirschblüten bis zum meditativen Nebel in den Bergen – atmet den Geist des Shintoismus und Zen-Buddhismus. Der Film vermittelt dem Zuschauer die kraftvolle Botschaft: Japan ist weit mehr als nur ein geografischer Ort. Es ist ein spiritueller Raum. Man spürt das Sakrale und die tiefe Naturverbundenheit in fast jedem Winkel der Inszenierung. Dieses perfekt eingefangene Flair zieht den Betrachter in eine Welt, in der das Philosophieren über das Leben und die Vergänglichkeit zum Alltag gehört.

Im Zentrum der Erzählung steht der Bushido-Kodex, der Weg des Kriegers. Wo westliche Filme oft Gefahr laufen, fremde Kulturen zu romantisieren oder zu banalisieren, begegnet „The Last Samurai“ der japanischen Tradition mit einem tiefen, spürbaren Respekt. Ehre, Loyalität, Aufrichtigkeit und Disziplin sind hier keine hohlen Phrasen, sondern gelebte Realität. Der Film zeigt eine Gesellschaft im brutalen Umbruch zwischen westlicher Moderne und jahrhundertealter Tradition, verliert dabei aber nie die Würde seiner Figuren aus den Augen.

Die emotionale Wucht des Films getragen von zwei schauspielerischen Glanzleistungen:

Ken Watanabe (Katsumoto): Watanabe liefert hier die wohl stärkste und prägendste Rolle seiner Karriere ab. Als charismatischer Anführer der Samurai verkörpert er die philosophische Tiefe, den unbeugsamen Stolz und die tragische Melancholie seiner schwindenden Kaste mit einer enormen Leinwandpräsenz. Seine Augen transportieren gleichzeitig die Härte eines Kriegers und die Sanftmut eines Dichters.
Tom Cruise (Nathan Algren): Es ist die vielleicht beste und reifste Leistung in Cruises gesamter Laufbahn. Als gebrochener, vom Alkohol und den Geistern der amerikanischen Indianerkriege gequälter Captain findet er in der Gefangenschaft der Samurai seine Katharsis. Das Drehbuch widersteht der Versuchung, ihn zum klassischen, überlegenen „weißen Retter“ zu machen. Stattdessen fungiert Algren als unser Auge und Ohr; er ist der respektvolle Chronist, der die Geschichte lebendig macht und uns die Welt der Samurai näherbringt, ohne sich arrogant in den Mittelpunkt zu drängen. Er ordnet sich der Kultur unter, die ihn rettet.

Unterstützt von Hans Zimmers monumentalem, melancholischem Soundtrack steuert der Film auf ein unausweichliches, tragisches Finale zu. Der Untergang der Samurai in der finalen Schlacht ist kein bloßes Action-Spektakel, sondern ein hochemotionaler Höhepunkt. Wenn das Schicksal von Katsumoto besiegelt wird und selbst die modernen Soldaten der kaiserlichen Armee vor der unbeugsamen Ehre der Gefallenen auf die Knie gehen, lässt der Film den Zuschauer regelmäßig unter Tränen zurück. Es ist ein bittersüßer Abschied von einer Epoche, der den Verlust von Werten beklagt, die in unserer modernen, schnelllebigen Welt oft verloren gegangen sind.

Fazit
„The Last Samurai“ glänzt mit brillanten Schauspielern, atemberaubenden Bildern und perfekt choreografierten Kampfszenen. Doch sein wahres Vermächtnis ist seine spirituelle Tiefe. Es ist ein pures Meisterwerk, das den Zuschauer nicht nur bewegt, sondern ihn das Land des Respekts und der Ehre mit jeder Faser des Körpers fühlen lässt. Ein zeitloser Klassiker, der auch nach dem zehnten Schauen noch dieselbe Gänsehaut und dieselben Tränen hervorruft wie beim ersten Mal.
No Use For A Name
No Use For A Name

14 Follower 1.704 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 2. April 2026
Ich muss gestehen, ich habe diesen Film bis eben gerade noch nie zuvor gesehen. Unglaublich, oder? Ich weiß nicht genau warum, aber ich glaube ich hatte immer Angst vor einem 2 1/2-Stunden-Melodram. Und aus irgendeinem Grunde habe ich immer gedacht, Tom Cruise sei der titelgebende letzte Samurai, und da dachte ich mir: Das kann doch nur Schwachsinn sein, Tom Cruise als Japaner, was soll das? Ja, keine Ahnung, wieso ich 20 Jahre lang diesem irren Glaubenssatz angehangen war...

Jedenfalls ist mir dadurch ein wirklich, wirklich großartiger Film entgangen! Die Inszenierung kann man nicht anders als meisterhaft beschreiben, die Bilder, die uns Edward Zwick hier zusammen mit seinem Kameramann John Toll, präsentiert sind von atemberaubender Schönheit und doch so ausdrucksstark und emotional eindrucksvoll, das ist ganz großes Kino. Und in dieser fantastischen Szenerie bewegt sich Ken Watanabe und liefert sich mit Tom Cruise ein unfassbar starkes und intensives Duell der Worte und der Kulturen. Der Japaner liefert hier eine grandiose Vorstellung als eben der letzte Samurai, dem die Ehre immer wichtiger ist als mögliche kurzfristige Vorteile und der dann eben auch bereit ist, gegen die übermächtige Armee des Kaisers in den Krieg zu ziehen. Und selbst Tom Cruise, über den man ja denken mag, was man will, liefert hier eine der eindrucksvollsten Leistungen seiner Karriere und ist Watanabe durchaus ebenbürtig, steht aber doch leicht in dessen Schatten.

Einziger Wermutstropfen und der Grund, warum “Last Samurai” knapp an der Höchstwertung vorbeischrammt, ist leider die etwas zu lange Laufzeit. Vor allem im Mittelteil sind die Szenen dann doch etwas redundant, 20 Minuten Straffung hätten dem Film durchaus gut getan. Aber das ist auch Jammern auf hohem (auf oberstem!) Niveau.

FAZIT: “Last Samurai” ist einfach einer der Filme, für die das Kino erfunden wurde! Eine meisterhafte Inszenierung trifft auf fantastische Bilder, eine spannende und emotionale Story, große Schauspielkunst – ein Erlebnis. Wer den Film 20 Jahre vor sich her schiebt, ist echt selbst schuld!
Vampir Fan w
Vampir Fan w

4 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 19. August 2024
Ich liebe diesen Film! Immer wenn es mir schlecht geht hilft er mir. Auch wenn Tom wegen dieses Sekten dings nicht so mein liebster Schauspieler ist, ist der film selbst sehr gut. Die Botschaft und Musik ist grandios. Frieden, Zusammenhalt, füreinander da sein und das der Protagonist dort endlich das fand was er so lange vermisst hatte ohne es zu wissen ist für mich grund genug das er mein Lieblingsfilm ist. Abgesehen davon bin ich seit ich klein war schon fasziniert von Japan und der Mentalität dort. Die Architektur, Landschaft einfach alles. Die schöne Landschaft mit der wundervollen Musik und der grandiosen Geschichte zusammen.
Cursha
Cursha

7.502 Follower 1.067 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 12. August 2023
Grundsätzlich finde ich die Geschichten des weißen, amerikanischen Mannes, der als Retter in eine andere Kultur kommt, eher schwierig, dennoch finde ich die Geschichte hier sehr stark umgesetzt. Während die Besetzer in Japan eher unsympathisch sind und sogar zu weiten Teilen als Antagonisten dargestellt werden, so ist es einzig die Figur von Tom Cruise, die sich auf die Seite der Samurai stellt. Dabei geht der Film, dank des Weges der Freundschaft, die sich zwischen ihm und dem von Ken Watanabe gespielten Anführer der Samurai entwickelt einen sehr guten Weg, weshalb man seine Wandlung verstehen kann. Die Kultur der Samurai wird dabei auch nie ins Lächerliche gezogen und durch und durch wertgeschätzt. Auch von der Aktion, der Musik und der Ausstattung ist der Film sehr gut geworden, auch wenn er stellenweise etwas kitschig ist. Die Darsteller sind dabei durchgehend sehr stark, vor allem Tom Cruise, Ken Watanabe und Hiroyuki Sanada. Ein starkes Stück Film.
Lord Borzi
Lord Borzi

364 Follower 747 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 28. Dezember 2020
Es war eine gute Entscheidung, dass man Tom Cruise die Hauptrolle für diesen Film gegeben hat. Er verkörpert überzeugend den Bürgerkriegshelden Captain Nathan Algren. Ken Watanabe ist mit seiner ruhigen Art in der Rolle des Samurai-Führers Katsumoto mehr als nur eine Erwähnung wert. Die Massenschlachten in „Last Samurai“ sind großartig und haben mich oft mitfiebern lassen.

Edward Zwick inszenierte eine beeindruckende und emotionsgeladene Geschichte über die Geburt des modernen Japans, die durch die berauschend schöne und pompöse Musik von Hans Zimmer hervorragend unterstützt wird.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 13. Dezember 2020
„Last Samurai“ ist wieder mal einer dieser Filme, für die das Kino geschaffen wurde. Eine äußerst tiefgründige Geschichte über Ehre, Respekt, Tradition und Freundschaft, erschafft selbst bei dem etwas härter gesottenen Zuschauer ein Gefühl des Friedens und Trauer zugleich, und das trotz des sehr blutigen Finales. Regisseur Edward Zwick kombiniert friedvolle Naturbilder eines feudalen Japan, mit dem fantastischen Score von Hans Zimmer und den fast schon brillanten Darstellungen von Tom Cruise und Ken Watanabe.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 29. August 2020
Einer der besten wenn nicht sogar der Beste Film der je gedreht wurde! Schade das heutzutage nur noch Mist gedreht wird aber passt ja zu allem anderem was so stattfindet dieser Jahre..
Csöpi
Csöpi

14 Follower 48 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 5. Juni 2017
Ein überlanger Mix aus Klischees, einer langweiligen und vorhersehbaren Handlung, oberflächlichen Charakteren und platten Dialogen. Zwischenzeitlich ganz interessant, aber hier wurde eine geballte Menge Schauspieltalent und Geld in den Sand gesetzt.
Fazit: Eine Partie "Age of Empires" ist spannender als dieser Film.
schonwer
schonwer

1.387 Follower 728 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 24. Juli 2016
Wuchtig, inszeniratorisch stark, schauspielerisch toll, spannend und emotional und vor allem eine Reise in eine andere Kultur.
Lorenz Rütter
Lorenz Rütter

229 Follower 341 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 30. Oktober 2015
Wieder mal ein gutes Werk von Edward Zwick und Tom Cruise!
Diese Geschichte ist spannend und tragisch zugleich. Dieser Film ist stimmig und man lebt voll in dieser Zeit hinein. Was auch sicher mit der Bildersprache und der Musik zu tun hat. Eindrücklich, schön und leider, tödlich.
Tom Cruise brilliert wieder einmal mit einem gebrochenen Charakter, der einem fast wieder Leid tut. Nur durch die Genesung seines Feindes, kommt er zur Besinnung. Hört sich wieder Übertrieben an, aber die Idee finde ich schön.
Auch wenn der Film eine gewisse Länge hat und das Geschehene sich in die Länge zieht, gibt es nicht viele Szenen die Langweilig erscheinen. Nur leider wird das Thema angeschnitten und erklärt. Der Schluss wird leider viel zu schnell gezeigt. Denn auch wenn der Film so Tiefgründig ist, hätte man auch das Ende tiefgründiger machen sollen. Das ist eigentlich für mich ein Dorn im Auge, dass der Schluss nicht ganz perfekt ist.
Fazit: Ein schöner Film mit vielen Naturaufnahmen und einem schönen Grundsatz. Nur der Schluss kommt allzu schnell!
Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme