HÖR AUF MEIN BIER ZU SAUFEN, DU NASSAUER
Zwei Kleinkriminelle wollen eigentlich nur ein bisschen Geld klauen und greifen dabei völlig ahnungslos nach einem Mikrofilm, der Millionen wert ist. Dummerweise stammt die Beute von einem Toten. Ergebnis, Gangster, Polizei und sonstiges Gesocks sind hinter den beiden her und wollen ihnen kollektiv die Fresse polieren.
Ultra Force 2 geht ca. 90 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Hongkong-Action-Komödie mit Michelle Yeoh und Cynthia Rothrock, die so viele Kicks und Schläge verteilen, dass man beim Zuschauen schon einen Termin beim Chiropraktiker buchen möchte.
Die Story ist völlig egal und weiß das auch selbst, sie ist nichts weiter als der Vorwand für beinharte Martial-Arts-Action, bei der wirklich jede Bewegung sitzt. Yeoh und Rothrock prügeln sich durch den Film, als gäbe es keine Versicherung und keinen morgigen Tag.
Ein riesiger Spaßfaktor ist die deutsche Synchro, die ein wahres Sprüche-Inferno abbrennt. Gerade die Kleinkriminellen und ihre Kumpanen feuern One-Liner raus, bei denen man lachend vom Sofa rutscht.
Die Bösewichte sind zwar auch drüber, aber sind stets bedrohlich, kennen kein Erbarmen und gehen ohne Zögern über Leichen. Teilweise wirken sie sogar fast zu kompetent für den Ton des Films, was die Kämpfe intensiv macht.
Schauspielerisch ist alles maßlos drüber, Stabhochsprung bei Olympia-Niveau, aber nie nervig. Eher charmant bekloppt mit permanentem Augenzwinkern. Dazu Action, bei der gefühlt jeder eine größere Knarre hat als Dirty Harry und an Blut wird ebenfalls nicht gespart.
Das Finale liefert einen wuchtigen Endfight, versaut sich dann aber das Ende, das einfach unbefriedigend ist.
Unterm Strich bleibt pure Hongkong-Abrissbirne. Martial Arts, Synchro-Gold und hemmungslose Übertreibung machen richtig Laune, das Ende zieht leider spürbar runter.
8/10 Punkten. Sammo Hung hat ein Cameo und wirkt, als hätte ihm jemand vorsorglich einen Sack Mehl über den Schädel gezogen.