Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
Costigan
4 Follower
9 Kritiken
User folgen
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Atmosphärisch hat mich wohl nur ganz selten ein Film derart mitgerissen und begeistert wie Collateral. Von Anfang bis Ende eine Atmosphäre, die man nicht beschreiben kann, man muss den Film einfach gesehen haben. Dadurch, dass der Film Nachts in L.A. spielt, bekommt er einen ganz eigenen Flair. Viele beeindruckende Szenen sind dabei, z.B. die ganze Unterhaltung vor dem Unfall, die Szene, wo die Wölfe über die Straße rennen(wahnsinnig stark und hypnotisierend), die Krankenhausszene, die Unterhaltung im Jazz Club oder der Schluss, wo nochmal ein Satz aufgegriffen wird, den Vincent am Anfang des Films zu Max sagte, der anfangs noch völlig bedeutungslos unterging und dann am Ende sehr nachdenklich stimmt.
Ich habe selten einen spannenderen Film gesehen. Der Film fesselt ungemein durch das grandiose Spiel von Tom Cruise.
Von guten Kritiken getrieben habe auch hier mir den Film auf DVD angesehen.
Gut gefallen haben mir die Kameraarbeit, die Atmosphäre bei Nacht und gelegentlich die Spannung und auch ab und zu eine kleine Überraschung während des Films.
Der Film ist daher nicht so vorhersehbar wie man es anfangs dachte, jedoch mündet das ganze dann in einem dermaßen schlechten, unglaubwürdigen Ende, dass es den gesamten Film um mindestens 2 Noten nach unten zieht.
Ein wenig unrealistisch ist das alles natürlich schon. So zB die Staatsanwältin die sich für den einfachen Taxifahrer interessiert, völlig unrealistisch, würde im echten Leben nie vorkommen.
Es ist schade, dass das Drehbuch teils so versagt, denn die Figur von Tom Cruise ist ja eigentlich nicht schlecht, wird nur leider in einigen Szenen mutwillig kastriert.
Es bleibt ein solider Film, bei dem man am besten am Ende abschaltet und sich sein eigenes Ende vorstellt, dieses ist garantiert besser als das vom Film, und sicher auch ein anderes.
Einer der großartigsten Thriller-Dramas aller Zeiten (in einer Reihe mit "Heat" oder "Fight Club").
Der Film lebt von seiner atemberaubenden Atmosphäre, die eine so noch nicht da gewesene Spannung erzeugt, so dass einem die Spucke regelmäßig im Hals stecken bleibt.
Erreicht wird dies durch düstere Bilder (schaurig), dichte und intensive Handlung (atemberaubend), stimmungsvolle musikalische Untermalung (Gänsehaut) und absolut grandiose Protagonisten (perfekt besetzt mit Cruise und Foxx). Denn deren verbale Duelle sind tiefgründig gesellschaftskritisch, geben Anlass über Aspekte des eigenen Lebens nachzudenken und bilden die Grundlage dieses Meisterwerks. Dadurch erreicht Mann eine tiefe emotionale Bindung mit den Charakteren, und dass, obwohl sich wohl keiner mit einem der beiden völlig identifizieren kann. Aufgrund dieser Bindung fiebert man so unglaublich mit, wenn Max als Vincent im Club erneut verbal um sein Leben kämpft. Überhaupt fällt auf, dass in diesem Thriller durch Intelligenz und nicht durch Feuerkraft der Zuschauer auf eine Achterbahn mitgenommen wird und das gefällt besonders.
Besonders ist auch, dass Mann beim Zuschauer sogar Sympathie für den Killer Vincent bewirken kann, was zu einer moralischen Hin- und Hergerissenheit führt, was die Spannung erhöht und den Zuschauer nur weiter in den Bann des Filmes zieht.
Besondere Beachtung soll abschließend noch Mann's Sinn für Humor erhalten, denn den einen oder anderen Lacher gönnt er dem Zuschauer zur Erholung dann doch. Aber nur für einen ganz, ganz kleinen Moment.
Einzig das Ende ist wenig außergewöhnlich,aber dennoch gut und deshalb mein Fazit:
Wer Collateral verpasst, verpasst die Chance neben grandioser Unterhaltung auch einen anderen Blickwinkel auf die Gesellschaft zu erhaschen. Ganz großes Kino; oder auch "Geil Geil Geil!" Mann, you are the man!