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Frank B.
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3,5
Veröffentlicht am 1. April 2016
Schwierig, schwierig, irgendwie entrückend, irgendwie anders, irgendwie leider nicht ganz rund, aber irgendwie trotzdem sehenswert. Vielleicht auch, weil er so anders ist. Ja, kein Kracher, auch kein lauter Film, aber ein Film, der auch in seiner ruhigeren Gangart irgendwie etwas hat - nicht bis in die letzte Instanz, aber in weiten Teilen und in meinen Augen auf jeden Fall mit etwas Nachhall. Zombies sind in und in diesem Fall und Film verstörend in.
Untote müssen nicht immer Zombies sein. Ich würde hier irgendwie noch nicht mal von Untoten, sondern genau wieder Titel das eigentlich sagt von Leuten reden, die wieder zurück ins Leben kommen. Sie sind nicht blutrünstig, sehen nicht gruselig aus, sondern so, wie sie vor ihrem Tod eben aussahen und wollen im Prinzip nichts Böses, sondern einfach nur weiterleben, denn man bekommt das Gefühl, dass sie noch nicht mal wissen, dass sie eigentlich nicht mehr am Leben sind. Könnte auch der Stoff für eine Komödie sein, aber lustige Elemente sucht man hier vergebens. Statt dessen gibt es eine sehr dichte Atmosphäre und eine gewisse Anspannung anstelle von Heiterkeit. Ist mal was ganz anderes, gerade weil diese typischen Untoten-Features fehlen.
Interessanter Film der anderen Art über "Zombies", die gar nicht als die uns typischen bekannten agieren. Ich finde zwar ein paar Dinge unlogisch wie z.B. wieso haben die gebügelte Kleidung als die alle vom Friedhof strömen und keinerlei Verwesungserscheinungen. Aber die Fragen, die im Film aufgeworfen werden wie z.B. wie kann man die Leute alle wieder in die Gesellschaft integrieren oder was würdet ihr denken, wenn Verstorbene einfach wieder da wären... Der Film hätte ein wenig mehr zeigen sollen, worauf abgezielt wird. So bleiben schon ein paar Fragen am Ende offen oder sollen vielleicht sogar offen bleiben...
[...] „The Returned“ hat storytechnisch einiges an Potenzial, insbesondere durch die glücklicherweise nicht physikalisch näher erläuterte These des Wiederauferstehens von verstorbenen Menschen und die damit verbundenen Problematiken, die im Bezug auf Integration wunderbar auf aktuelle Ereignisse hätten angewandt werden können, wenn sie doch nur einmal wirklich thematisiert worden wären. So bleibt „The Returned“ leider nur ein Film, dessen existenzielles Recht absolut bestreitbar ist, auch aufgrund der Tatsache, dass die Logiken und Gesetze des Filmes gefühlt alle fünf Minuten neu verfasst werden.