Ich mag grundsätzlich Filme mit großen Tieren oder Monstern, aber was hier in Meg abgliefert wird, ist reine Effekthascherei. Der Meg ist gut in Szene gesetzt, aber es gibt einiges was über Board geworfen wird, was dem Film einen großen Dämpfer gibt. Was der Film vermittelt:
Ein Druckausgleich ist absolut unnötig, wenn man auf über 11.000m taucht und der Tauchvorgang dort runter dauert nur wenige Minuten. Will man wieder Auftauchen, werden die Tanks gesprengt und in wenigen Sekunden ist man wieder oben - natürliche ebenfalls ohne jeglichen Druckausgleich. Es gibt Mini U-Boote mit einer kompletten Glaskugel als Druckkörper, die an Abfangjäger erinnern. Diese halten den Druck in 11.000m Tiefe problemlos stand, sind nahezu ohne Verzögerung voll manövrierbar und natürlich mit kleinen Torpedos bestückt, die auch unter Wasser so schnell sind wie Raketen in der Luft - die Trägheit des Bootes oder der Geschosse im Wasser wird komplett vernachlässigt. Der Meg wird von Licht angezogen, also packt man an die U-Boote extra an den Schrauben schöne helle LED-Ringe, die keinerlei Funktion erfüllen, aber es sieht schön hell und futuristisch aus. Auch beim späteren Haikäfig, der nur eine Plexiglasröhre ist, lässt man extra zwei große LED Ringe hell leuchten, damit der Meg auch gleich auf den Käfig losgeht, anstatt auf die Köder. Offenbar lernt selbst die Meeresbiologin nicht aus den vergangenen Erfahrungen.
Der Meg selbst ist offenbar eine reine Fressmaschine - er ist immer und überall auf der Jagd. Er greift alles, aber auch wirklich alles an, was nicht bei 3 aus dem Wasser ist - erst einen Riesentintenfisch, dann zwei komplette Buckelwale, weiter gehts mit einem Biss in die Scheibe der Forschungsstation. Okay, jetzt werden viele sagen - es sind ja zwei Megs, aber auch nach mehreren Menschen, einen weiteren Wal, mehrere Haie ist der Hunger des/ der Megs nicht gestillt.
Der Meg wird hier als hoch aggressive immer hungrige Fressmaschine dargestellt, was irgendwann einfach nervt. Scheinbar hatten die Filmemacher hier die Vorgabe, möglichst alle Minute den Meg zu zeigen, wie er irgendwas angreift oder verschlingt. Ein wenig mehr normales tierisches Verhalten wäre hier angebracht gewesen. So wirkt es im gesamten Film als einzige Hetzjagd ohne Sinn und Verstand - das ging schon in Jurassic Park 3 schief. Keine Frage, die Effekte sind sehr gut, jedoch die Verfolgungsjagden mit den Mini U-Booten wirken deplatziert und lächerlich - das wäre eher was für einen G.I. Joe Film.
Das dieser Film extrem erfolgreich in den USA angelaufen ist, wundert doch ein wenig und leider haben die Macher bereits einen Teil 2 auf Grund der guten Einspielergebnisse in Aussicht gestellt. Oha, ich ahne schreckliches. Ich mutmaße, dass der Film im Nachgang extrem zerissen wird und in Zukunft wohl als trashige Unterwasser Action sein Dasein fristen wird. An die Filmemacher kann ich nur appelieren: Bitte keinen Teil 2 von so einem schwachen Film.