Ja, was soll ich jetzt davon halten? Charles Bukowski hat mich schon als Schriftsteller nicht wirklich erreicht, seine Sprache war mir immer zu plump und zu abgefuckt, mal ganz abgesehen von der Handlung. Mir war gar nicht klar, dass „Factotum“ auf einem seiner Bücher beruht, naja, als ich mir den Film dann angeschaut habe, war mir sofort einiges klar. Es gibt keine wirkliche Handlung im engeren Sinne, wir beobachten lediglich Matt Dillon dabei, wie er sich so von Tag zu Tag durchs Leben schlägt, ständig den Job verliert und einen neuen anfängt, dem Alkohol verfallen ist, ständig mit irgendwelchen Frauen rummacht und eigentlich ein total abgefuckter Loser ist. Diese Figur hat nichts Sympathisches an sich, der ganze Film hat nichts Sympathisches an sich, alles ist finster, traurig, depressiv und irgendwie auch sinnlos. So eiert der Film dahin, ohne jegliche Höhepunkte, ohne irgendwelche Wendungen oder auch ohne überhaupt irgendetwas Interessantes. Das kann man sich anschauen, kommt aber sicher schlecht drauf dabei. Oder man schaut es sich nicht an, dann verpasst man vielleicht einen großartigen Matt Dillon, aber ansonsten auch nichts.