Neueste Kritiken: Carnal Knowledge - Die Kunst zu Lieben
Carnal Knowledge - Die Kunst zu Lieben
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Veröffentlicht am 26. November 2025
1971, als der Film in die Kinos kam, löste er einen Skandal aus. Noch niemals zuvor hat sich ein Film getraut, Sexualität so offen darzustellen und vor allem Gespräche darüber so explizit zuzulassen. Heute, über 50 Jahre später entlockt uns das Ganze kaum mehr als ein müdes Schmunzeln und wir staunen wieder einmal nur, wie verklemmt die (amerikanische) Gesellschaft damals war. Nachdem dies aber das zentrale Dreh- und Angelstück des Films ist, funktioniert dieser heute schlichtweg nicht mehr. Alles andere drumherum ist vernachlässigbar, die Lahm konstruierte Dreiecksgeschichte, die langweilige Rahmenhandlung, ja selbnst die Schauspieler bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Außerdem mutet es total seltsam und unglaubwürdig an, wenn der damals bereits 34-jährige Jack Nicholson einen sexuell unerfahrenen College-Studenten spielt, letztlich eine unfassbare Verschwendung seines großartigen Talents! Sein Kompagnon Art Garfunkel (vielleicht ein guter Musiker aber keinesfalls ein Schauspieler!) war ebenfalls bereits 30. Ihnen gegenübergestellt wird eine 25-jährige Candice Bergen, der man die Rolle des naiven College-Girls ebenfalls nicht abnimmt und so ganz offensichtlich nur als Eye-Candy zwischen den alten Herren fungieren muss. Das Alles wirkt aus heutiger Sicht so lächerlich und unglaubwürdig, neudeutsch würde man sagen: cringe, dass man das gar nicht ernst nehmen kann, selbst wenn man sich total bemüht.
Somit bleibt am Ende ein vom Skript her gähnend langweiliger Film mit unglaubwürdigen Figuren. Was damals Skandal war, erzeugt heute nur noch gähnende Langeweile. Bestenfalls für Kino-Nostalgiker noch geeignet, alle anderen verpassen auch nix.
*Die Kunst zu lieben* (OT: *Carnal Knowledge*, eine Umschreibung für Sex) beleuchtet episodenhaft die Erfahrungen zweier Männer und sorgte Anfang der 70er ob *zu offen* gezeigter Sexualität für Aufsehen - heute kaum vorstellbar. Der selten gezeigte Film lebt von den pointierten Dialogen und den tollen Darstellern.