Im Kino scheint das Interesse an Western-Stoffen eher überschaubar zu sein, wie der Misserfolg von Kevin Costners „Horizon“ in den Vereinigten Staaten unter Beweis gestellt hat. Im Serienbereich sieht die Sache schon ganz anders aus. Nicht nur das von Taylor Sheridan kreativ überwachte „Yellowstone“-Franchise ist ein popkulturelles Phänomen. Mit dem blutigen „American Primeval“ hat Netflix ebenfalls einen Hit gelandet.
Das von Peter Berg („Boston“) und Eric Newman („Rebel Moon“) produzierte und von Mark L. Smith („The Revenant - Der Rückkehrer“) geschriebene Format sollte eigentlich eine Mini-Serie darstellen und nach sechs Episoden abgeschlossen sein. Eigentlich. Nun hat Peter Berg, der auch alle Folgen inszeniert hat, darüber gesprochen, dass es mit „American Primeval“ in Zukunft möglicherweise doch weitergehen könnte.
Erwartet uns ein Prequel rundum Isaac?
Gegenüber The Hollywood Reporter hat Berg bestätigt, dass Überlegungen dahingehend angestellt werden, aus der zweiten Staffel „American Primeval“ ein Prequel zu machen: „Wir sprechen gerade darüber... Das ist der Weg, den wir gehen würden, wenn wir es machen, und ich weiß nicht, ob wir es tun werden, aber das wäre der Weg, den wir gehen würden.“
In dem möglichen Prequel, welches zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestätigt ist, könnte es laut Berg um den von Taylor Kitsch gespielten Isaac gehen. Obwohl dieser über weite Strecken so viele Gefahren und Hindernisse überstehen konnte, hatte die Serie – Achtung, vager Spoiler! – kein Happy End für ihn parat. Berg selbst hätte großes Interesse, die Figur weiter zu erforschen.
Eine zweite Staffel von „American Primeval“, die sich als direkte Fortsetzung versteht, würde für Peter Berg hingegen einige Probleme mit sich bringen, was vor allem mit der Entwicklung von Shawnee Pourier (die in der Serie Two Moons spielt) und Preston Mota (Devin) zusammenhängt, bei denen das Schicksal ihrer Figuren am Ende von Staffel 1 offengelassen wurde:
„Nun, eine der Herausforderungen ist, dass Shawnee und Preston schon genug Probleme damit hatten, weil uns der Hollywood-Streik erwischte. Wir mussten fünf Monate unsere Arbeit niederlegen, und Preston kam in die Pubertät, wurde drei Zoll größer, seine Stimme wurde schwächer und er bekam Haare im Gesicht. Es wäre ein großer Zeitsprung, diese Crew weitermachen zu lassen, aber die Idee, zurückzublicken, finde ich wirklich interessant“, so Berg.
Es bleibt also abzuwarten, wie die Zukunft von „American Primeval“ aussieht. Geht es nach Peter Berg, dann dürfen wir aber davon ausgehen, dass es keine Fortsetzung wird, sondern ein Prequel wird. Wie es hingegen mit den „Stranger Things“-Schöpfern Matt und Ross Duffer nach Staffel 5 der beliebten Fantasy-Serie weitergeht, ist bereits bestätigt. Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Stranger Things"-Macher liefern nach Staffel 5 eine Horror-Serie auf Netflix ab – und der Dreh hat bereits begonnen!