Vor 31 Jahren brachte eine "Akte X"-Folge das Publikum um den Schlaf – bis heute ist sie unvergessen!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Filme gehen für ihn fast immer vor Serien. Doch es gibt Ausnahmen: In den letzten 10 Jahren hat er wenig Besseres gesehen als David Lynchs "Twin Peaks"-Revival – und nach dem Motto "Besser spät als nie" wühlt er sich gerade durch sämtliche "Friends"-Staffeln.

Die erste Staffel von „Akte X“ enthält eine der allerbesten Folgen, die den Zuschauer*innen schlaflose Nächte bereitete – und für ihre Botschaft mit einem Preis ausgezeichnet wurde!

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Vor knapp einem Monat haben wir an eine „Akte X“-Folge erinnert, die das Publikum damals dermaßen verstört hat, dass der Sender sie danach nie wieder ausstrahlen wollte. Dieses Schicksal hat die 20. Episode der ersten Staffel nicht ereilt. Doch das bedeutet nicht, dass „Der Kokon“ – so der deutsche Titel der erstmals am 15. April 1994 ausgestrahlten Folge – den Zuschauer*innen nicht ebenfalls schlaflose Nächte bereitet hätte!

Der Grund dafür war u.a. eine klaustrophobische, auffallend beklemmende Atmosphäre. Schon die Eröffnungsszene führt uns tief hinein in den Olympic National Forest im US-Bundesstaat Washington. Dort versucht eine Gruppe von Holzfällern einer tödlichen Bedrohung zu entkommen, die Nacht für Nacht Angst und Schrecken verbreitet. Doch ihre Flucht scheitert – und sie werden von einem Schwarm kleiner, leuchtend grüner Insekten angegriffen...

Nach dem „Akte X“-Intro erfahren wir, dass die Holzfäller als vermisst gelten. Die Special Agents Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson) werden damit beauftragt, ihr mysteriöses Verschwinden zu untersuchen. Gemeinsam mit dem Förster Larry Moore (Jason Beghe) und Steve Humphreys (Tom O'Rourke), dem Sicherheitschef des Holzunternehmens, begeben sie sich im tiefen Dickicht des Waldes auf Spurensuche.

Nachdem ihr Fahrzeug durch Nagelbretter beschädigt wurde, müssen sie sich allerdings zu Fuß fortbewegen. Bald stößt das Quartett auf eine mumifizierte Leiche, die in einem seltsamen Kokon eingeschlossen ist – und auf eine rätselhafte grüne Schicht auf den Jahresringen eines uralten, frisch gefällten Baumes. Handelt es sich hier etwa um urzeitliche Insekten, die durch das Fällen des Baumes freigesetzt wurden?

Kurzum: Mulder und Scully liegen mit ihren Vermutungen richtig – und die eindringliche Warnung eines Ökoaktivisten, dass dem Tod geweiht ist, wer sich nachts durch den Wald bewegt, sollte unbedingt ernst genommen werden. Bald beginnt ein Kampf ums nackte Überleben, denn die biolumineszenten Urzeitkäfer fordern bald schon weitere Opfer...

"Der Kokon" gilt als eine der besten "Akte X"-Folgen – und gewann sogar einen Preis!

„Der Kokon“ gilt aufgrund seiner paranoiden Stimmung und der düsteren Waldkulisse als eine der besten Episoden der Serie. Die Regie übernahm TV-Routinier Joe Napolitano, während „Akte X“-Schöpfer Chris Carter höchstpersönlich für das Drehbuch verantwortlich zeichnete. Dabei ging er unter anderem seiner Faszination für Dendrochronologie nach, der Wissenschaft der Jahresringe von Bäumen – die ein zentrales Schlüsselelement der Folge darstellen. Übrigens: Für die (von Carter angeblich unbeabsichtigte) Ökobotschaft gab es 1994 sogar einen Environmental Media Award!

Wenn ihr übrigens wissen wollt, warum David Duchovny und Gillian Anderson beim „Akte X“-Dreh starke Probleme miteinander hatten, dann lest auch den folgenden Artikel:

"Wir haben wochenlang nicht miteinander geredet": David Duchovny und Gillian Anderson packen über ihre Probleme beim "Akte X"-Dreh aus

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.

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