Neu im Heimkino: Dieser postapokalyptische Sci-Fi-Thriller wandelt auf den Spuren von "Mad Max" und "Terminator"
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Aus ihrem einzigen Freund wird ihr ärgster Feind: Im Science-Fiction-Survivalabenteuer „The Last Spark Of Hope“ muss eine junge Frau ausgerechnet gegen ihre treuen Wachroboter kämpfen. Ab sofort gibt es den Film im Heimkino.

Im neuen Netflix-Spektakel „The Electric State“ steht eine von „Stranger Things“-Star Millie Bobby Brown gespielte Jugendliche im Mittelpunkt, die sich durch eine von Robotern dominierte, postapokalyptische Erde schlägt. FILMSTARTS-Autor Markus Trutt war jedoch nicht sonderlich von der 320-Millionen-Dollar-Produktion angetan, weshalb er dem Sci-Fi-Film in seiner Kritik bloß 2,5 von 5 Sternen erteilte.

Vielleicht ist „The Last Spark Of Hope“ eine willkommene Alternative für euch: Das Science-Fiction-Survivalabenteuer spielt ebenfalls in einer postapokalyptischen Welt und dreht sich um eine junge Frau, die in Roboter-Technologie ebenso eine Gefahr wie eine große Hoffnung erkennt. Diese Woche feiert „The Last Spark Of Hope“ seine Heimkino-Premiere.

Im Gegensatz zum Netflix-Mammutprojekt ist „The Last Spark Of Hope“ eine Kleinproduktion – aber eine, die durchaus Anklang findet. Das polnische Filmprojekt gewann beim Trieste Science-Fiction Festival 2023 den Preis für den besten Spielfilm und hat auf der Bewertungsplattform Letterboxd einen durchaus akzeptablen Schnitt von 3,1/5 Sternen.

Falls ihr es nicht so mit physischen Medien habt, könnt ihr „The Last Spark Of Hope“ übrigens als VOD beziehen – beispielsweise bei Amazon Prime Video*.

"The Last Spark Of Hope": Darum geht es

Die Erde, nachdem Seuchen die Menschheit, nahezu ausgelöscht haben: Die junge Ewa (Magdalena Wieczorek) ist mutterseelenallein – weit und breit ist kein anderer Mensch aufzufinden. Dennoch hält sie weiter in einem maroden Außenposten die Stellung. Ihr Alltag besteht daraus, die gefährliche Umgebung nach Nahrung und Reserven abzusuchen, ihre schrottreife Station zu reparieren, und per Funk unermüdlich nachzuforschen, ob sich in der Nähe weitere Überlebende befinden.

Ihr einziger Gehilfe und Gesprächspartner ist der Wachroboter Artur, der unablässig auf der Hut vor Eindringlingen und sonstigen Gefahren ist. Als Ewa eines Tages das erneuerte Passwort für ihren Robo-Kumpel vergisst, kommt es zur Katastrophe: Artur schaltet seine Waffen scharf und hält Ewa drohend auf Abstand – von ihm und den lebensnotwendigen Wasservorräten!

Mit kleinen Mitteln große Vorbilder erreicht

Inszeniert und geschrieben wurde „The Last Spark Of Hope“ von Piotr Biedroń, der hiermit sein Langfilmdebüt feierte. Mit einem Budget von bloß 250.000 Euro gelang ihm zweifelsohne ein Achtungserfolg – schließlich erhielt sein Sci-Fi-Abenteuer in unserem Nachbarland einen regulären Kinostart, und war nicht allein auf den Festivalzirkel beschränkt. Das muss man mit einem solch kleinen Genrefilm erst einmal schaffen!

Dass sich zahlreiche internationale Kritiken dem geringen Budget zum Trotz positiv über den Look äußern, dürfte bei den Verantwortlichen ebenfalls runtergehen wie Öl – zumal es deutlich kostspieligeren Sci-Fi-Filmen wahrlich nicht immer so ergeht. Auch inhaltlich wagte das Filmfestival Cottbus einen Vergleich mit stattlichen Vorbildern und bezeichnete „The Last Spark Of Hope“ als Mischung aus „Mad Max“, „Terminator“ und „WALL·E“.

Und wenn ihr nun auf den Sci-Fi-Geschmack gekommen seid: Auch einer der besten Genrevertreter aller Zeiten ist kürzlich im Heimkino erschienen!

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