"Der Mistkerl gewann den Oscar für eine Rolle, die ich ablehnte": Dieser Star entschied sich gegen einen der meistgefeierten Indie-Filme 2024
Patrick Fey
Patrick Fey
-Freier Autor
Patrick Fey ist freier Autor und in dieser Funktion unter anderem auch als Filmkritiker für FILMSTARTS.de tätig.

Im Nachhinein ist man immer schlauer: Wie US-Comedian Eric André nun in einem Podcast bekanntgab, hatte Jesse Eisenberg ihm ursprünglich eine der Hautprollen im Oscar-Erfolg „A Real Pain“ angeboten. Die Rolle ging schließlich an Kieran Culkin.

Disney und seine verbundenenen Unternehmen

Was wäre gewesen, wenn? Dass es uns nicht besonders glücklich macht, allzu lang über solche Art Fragen nachzudenken, liegt auf der Hand. Ein solcher Vorsatz scheint aber ungleich schwieriger zu verinnerlichen, wenn die Welt einen unablässig an das eigene Versäumnis erinnert. So in etwa ergeht es dieser Tage ganz augenscheinlich dem US-Komiker Eric André, der kürzlich dem „Whiskey Ginger“-Podcast einen Besuch abstattete und darin verriet, dass ihm vor zwei Jahren eine Rolle angeboten worden war, die sich später als Oscar-würdig erweisen sollte.

Die Rede ist von Jesse EisenbergsA Real Pain“, genauer gesagt der Nebenrolle, die letztlich, nachdem sie von „Bad Trip“-Star André abgelehnt wurde, an den aus „Succession“ bekannten Kieran Culkin ging. Das Ende dieser Geschichte ist bekannt: Culkin räumte so ziemlich jeden Preis ab, den die Award-Season bereithält, gekrönt zu guter Letzt mit dem Oscar für den besten Nebendarsteller. Dass man da ins Grübeln kommt, was wohl gewesen wäre — was hätte sein können — ist kaum verwunderlich. Warum sich André seinerzeit gegen die Rolle entschied: wegen seines Bauchgefühls.

"A Real Pain" wird zum wortwörtlichen Schmerz für Eric André

„Vor zwei Jahren hat mich Jesse Eisenberg angerufen und mir die Rolle [für „A Real Pain“] angeboten, für die Kieran Culkin dann den Oscar bekommen hat“, können wir André im Podcast sagen hören. Doch die Rolle klang in den Ohren Andrés allen voran deprimierend: „Ich dachte mir nur: Das klingt wirklich trostlos und ist überhaupt nicht mein Ding.“ Die Vorstellung, für sechs Wochen nach Polen zu reisen und über den Holocaust zu reden, das würde ihn nur runterziehen.

Zur Erinnerung: „A Real Pain“ erzählt die Geschichte zweier entfremdeter Cousins, die sich zu einer Gedenkreise nach Polen aufmachen, um ihre gemeinsame Familiengeschichte aufzuarbeiten. Culkins Darstellung wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert.

Wer „A Real Pain“ noch aufholen möchte, kann dies hier tun.

André habe Jesse Eisenberg dann zwar Dank und Wertschätzung ausgesprochen, letztlich aber abgesagt. Dass die Sache allerdings immer noch an ihm nagt, davon dürfte auszugehen sein, wenngleich André dies mit guter Laune zu überspielen versucht. Schließlich führt er daraufhin weiter aus: „Und der Mistkerl ("motherfucker") gewinnt dann ’nen Oscar für die Rolle, die ich abgelehnt hab! Es ist ja nicht so, dass ich ständig Angebote kriege – ich bin ja verdammt noch mal nicht Leonardo DiCaprio.“

Wie viel Bedauern letztlich bei André mitschwingt, kann letztlich nur der Comedian selbst sagen. Bei all dem sollte aber nicht vergessen werden, dass eine Rolle immer nur so gut ist wie ihr*e Darsteller*in. Ob Eric André in der Rolle ebenso viele Zuschauer*innen begeistert hätte wie Culkin, das wird nun auf ewig im Reich der Spekulation verbleiben.

Gerade mal einen guten Monat ist es her, dass Culkin seinen Oscar für „A Real Pain“ gewann. Doch in der Filmwelt sind die Blicke schon längst wieder auf die kommende Award-Season gerichtet. Für diese bringt sich derzeit auch Paul Thomas AndersonsOne Battle After Another“ in Stellung, mit dem oben genannten DiCaprio in der Hauptrolle. Den gerade erschienenen deutschen Trailer könnt ihr hier sehen:

Der dritte Weltkrieg steht vor der Tür: Im deutschen Trailer zu "One Battle After Another" versinkt Leonardo DiCaprio im Chaos

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