Seit über zehn Jahren lebt und arbeitet Ron Leshem nun schon in den USA – in Boston und Los Angeles. Dort sowie im größten Teil der restlichen Welt ist er primär als Schöpfer des israelischen Serien-Hits „Euphoria“, der Vorlage für die enorm erfolgreiche US-Serie gleichen Titels mit Zendaya, Sydney Sweeney und Jacob Elordi, bekannt.
In seiner Heimat Israel hat Leshem vor der Karriere als Serienmacher als investigativer Journalist gearbeitet – zunächst für Print- und Online-Medien, dann auch im TV. Später leitete er für einige Zeit sogar einen privaten TV-Sender. Leshems neueste Serienkreation „Bad Boy“ fußt auf seiner früheren Arbeit als Reporter.
Große Teile der Story spielen in einem Jugendgefängnis und beschäftigen sich mit dem Schicksal eines dort einsitzenden Teenagers. Leshem hatte einst als junger Journalist einen mit ausführlichen Recherchen vor Ort und Gesprächen mit den Insassen verbundenen Artikel über das juvenile Strafvollzugswesen in Israel geschrieben. Diese Arbeit diente ihm nun als Inspiration für die Geschichte von „Bad Boy“.
Alle acht Episoden von „Bad Boy“ könnt ihr ab sofort bei Netflix streamen. Die Drehbücher stammen von Erfinder und Showrunner Ron Leshem in Kollaboration mit unter anderem Hagar Ben-Asher („Bosch“, „City On A Hill“). Ben-Asher übernahm auch die Regie aller acht Folgen und agiert als Produzentin.
Die Veröffentlichung über Netflix erfolgt weltweit mit Ausnahme von Israel, wo die Serie bereits 2024 mit großem Erfolg im Programm des dortigen Kabel-TV-Senders HOT 3 gezeigt wurde – demselben Kanal, auf dem damals auch „Euphoria“ lief.
„Bad Boy“ ist ein gigantischer Quoten-Hit in seiner Produktionsheimat und wurde auch von der Kritik gefeiert. Bei den nationalen TV-Awards (der israelischen Version der Emmys oder des Deutschen Fernsehpreises) gewann die Serie sieben Auszeichnungen – darunter „Beste Serie“, „Beste Regie“ und „Bestes Drehbuch“.
Darum geht es in "Bad Boy" auf Netflix
Vor den Augen seiner völlig entsetzten Mutter Tamara (Neta Plotnik) wird Dean Sheyman (Guy Manster) von in ihre Wohnung stürmenden Cops verhaftet. Vor Gericht wird der Teenager zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Der Jugendknast, in dem er landet, ist ein Albtraum, dominiert von Angst und roher Gewalt. Schon am ersten Tag erlebt Dean dort einen grauenhaften Mord.
Doch er hat Glück und freundet sich mit dem etwas älteren, deutlich größeren Zoro (Havtamo Farda) an, den die restlichen Insassen fürchten. Dennoch ist der Alltag hinter Gittern ein tougher Überlebenskampf für den Jungen, der seinen ausgeprägten Humor nutzen muss, um die Zeit dort irgendwie zu überstehen.
Zwei Dekaden später ist aus Dean (jetzt: Daniel Chen) ein landesweit gefeierter Komiker geworden, dem seine Zeit im Gefängnis aber noch immer schwer zu schaffen macht. Denn niemand weiß von seiner Vergangenheit. Sollte diese ans Licht kommen, droht sie alles zu zerstören, was er sich seit damals so mühsam aufgebaut hat …
Wenn ihr wissen wollt, was es in diesem Monat sonst noch Neues auf Netflix gibt, schaut euch den folgenden Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Markus Trutt an:
Neu auf Netflix im Mai 2025: Ein Fantasy-Meisterwerk von 2024, "The Rookie"-Nachschub & endlich mehr "Love, Death & Robots"