An diesem Sci-Fi-Highlight kommen Genre-Fans nicht vorbei – hier trifft "Star Trek" auf "Alarmstufe: Rot"
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
An die Filme vom Studio Ghibli hat Stefan sein Herz verloren und "Prinzessin Mononoke" gehört zu seinen absoluten Lieblingsfilmen. Doch auch Anime-Serien wie "Attack on Titan", "One Punch Man" oder "Haikyu!!" haben es ihm angetan.

„Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato“ ist hierzulande an vielen Zuschauer*innen komplett vobeigegangen. Dabei bietet die Serie nicht nur verdammt gute Sci-Fi-Unterhaltung, sondern dürfte auch Fans klassischer Sci-Fi-Animes abholen.

Ihr liebt „Captain Future“ und habt ein Faible für Weltraum-Schlachten und Retro-Sci-Fi? Dann seid ihr bei „Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato“ genau richtig. Die Anime-Serie ist hierzulande leider unter dem Radar geflogen – umso schöner ist es da, dass sie nun eine weitere Heimkino-Auswertung erfährt.

Am 22. Mai 2025 erscheint „Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato“ erstmals in einer Gesamtbox. Enthalten sind hier auf sieben Disc alle 26 Episoden und auch die Filme „A Voyage To Remeber“ und „Odyssey Of The Celestial Ark“, die eine Überleitung zur Nachfolgeserie „Star Blazers 2202“ schaffen. Wer sich das Sci-Fi-Gesamtpaket ins Regal stellen möchte, der kann dieses bei Online-Händlern wie Amazon erwerben:

Und darum geht es in "Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato"

Bevor wir dazu kommen, warum Fans klassischer Sci-Fi-Produktionen unbedingt mal einen Blick riskieren sollten, gibt es hier die Handlung:

Im Jahr 2191 nahm die Erde erstmals Kontakt mit den Außerirdischen namens Gamilas auf. Doch friedliche Bemühungen scheiterten und es kam zu einem interstellaren Krieg. Trotz technischer und zahlenmäßiger Unterlegenheit stoppte die Cosmo Navy der Vereinten Nationen die Gamilas in der zweiten Schlacht um den Mars, erlitt jedoch hohe Verluste. Mithilfe modernster Waffen gelang es den Gamilas, die Erd-Biosphäre nahezu komplett zu zerstörten und die Menschheit in unterirdische Städte zwangen.

Die Besatzung der Yamato ist die letzte Hoffnung der Menschheit PLAION PICTURES
Die Besatzung der Yamato ist die letzte Hoffnung der Menschheit

Die letzte Hoffnung der Menschheit liegt in der Technologie der Iscanderianer, die nicht nur den Planeten wieder bewohnbar machen, sondern auch die Tore in den Weltraum vollends aufstoßen würde. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das ehemalige Kriegsschiff Yamato flugtauglich gemacht und mit einem neuerlichen Antrieb ausgestattet. Doch die Reise durch den Weltraum ist lang und gefahrvoll – und auch an Bord kommt es immer wieder zu Problemen.

Remakes eines Anime-Meilensteins

Bei „Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato“ handelt es sich um ein Remake der klassischen Anime-Serie „Uchū Senkan Yamato“, die zwischen 1974 und 1975 in Japan ausgestrahlt wurde und hierzulande als „Space Battleship Yamato“ oder „Star Blazers“ bekannt wurde. Auch wenn es im deutschsprachigen Raum (unberechtigterweise) kaum bekannt ist, besitzen das Manga und der dazugehörige Anime absoluten Kultstatus und haben zudem mit der ernsthaften Space Opera ein neues Genre begründet, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.

„Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato“ macht die klassische Anime-Erfahrung einem neuen Publikum zugänglich, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu verraten. Gerade der Animationsstil orientiert sich klar an seinem Vorbild und ähnlichen Retro-Animes wie „Captain Future“, wobei der Zeichenstil natürlich dennoch zeitgemäß aufpoliert wurde.

"Star Trek" trifft auf "Captain Future" und "Master & Commander"

Doch auch wer mit Anime wenig Berührungspunkte hatte, sollte sich nicht scheuen, einmal einen Blick in die Serie zu werfen: Die Action auf der Brücke und die Besprechungen der Führungsriege lassen Erinnerungen an „Star Trek“-Serien wach werden – ebenso wie die Erkundungsmissionen auf fremden Planeten und die Weltraumgefechte, die trotz flotter Inszenierung nie in einem Schnittgewitter untergehen. Sowieso dürfte das gemächliche Erzähltempo Kenner*innen des beliebten Weltraum-Franchise vertraut vorkommen. „Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato“ nimmt sich Zeit für die Plot- und Charakter-Entwicklung, fühlt sich dennoch aber nie langweilig an – auch weil in jeder Folge ein neues Abenteuer auf die Besatzung der „Yamato“ wartet.

Die Bilder von PLAION PICTURES
Die Bilder von "Star Blazers 2199: Space Battleship Yamato" sind wirklich ein Genuss

Den größten Spaß bringt jedoch die stetige Verschmelzung von Raum- und Seefahrt, denn die Raumschiffe sind hier tatsächlich gigantische Seekreuzer, die durch die unendlichen Weiten des Ozeans treiben – oder auf fremden Planeten schon mal vor Anker gehen. Kommuniziert wird per Lichtsignal und als Waffen kommen statt futuristischer Laser oft Torpedos zum Einsatz. Stellenweise wirkt es fast so, als hätte man Filme wie „Master & Commander“, „Alarmstufe: Rot“ oder „Das Boot“ einmal durch den futuristischen Fleischwolf gejagt.

Wer Spaß an Science-Fiction-Retro-Animes hat – und „Uchū Senkan Yamato“ sowieso schon immer mal eine Chance geben wollte, der sollte bei dieser Box zuschlagen. Zwar bekommt ihr nicht die Originalserie, aber ein aufpoliertes und inhaltlich in großen Teilen identisches Remake, das gerade Fans von „Star Trek“ eine Menge Freude bringen dürfte. Wer sich noch mehr spannende Anime-Unterhaltung im Heimkino wünscht, der kann einfach in den nächsten Artikel klicken:

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