FSK-18-Highlight heute streamen: In diesem brutalen Thriller wird ein "Herr der Ringe"-Star zur Killermaschine
Stefan Huhn
Stefan Huhn
Ob Horrorfilme von Clive Barker und David Cronenberg oder das Gangster-Milieu von Martin Scorsese – cineastische Abgründe haben es Stefan angetan.

In „A History Of Violence“ überrascht Horror-Ikone David Cronenberg mit einer Handlung fernab fantastischer Elemente. Dass damit keineswegs der Verzicht auf seine berüchtigten Gewaltspitzen einhergeht, könnt ihr im Stream sehen.

A History Of Violence“ von Bodyhorror-Maestro David Cronenberg und mit „Herr der Ringe“-Star Viggo Mortensen ist für ein paar wenige Euro als Video-on-Demand bei Anbietern wie u. a. Amazon Prime Video, Apple TV, MagentaTV, maxdome oder Rakuten TV zu haben:

Darum geht's in "A History Of Violence"

Diner-Inhaber Tom Stall (Viggo Mortensen) führt ein beschauliches Leben in Indiana mit seiner Frau Edie (Maria Bello) und den gemeinsamen Kindern Jack (Ashton Holmes) und Sarah (Heidi Hayes). Doch mit der Kleinstadtidylle ist es schlagartig vorbei, als Tom während der Arbeit Besuch von zwei finsteren Verbrechern bekommt. Es dauert nicht lange, bis die schnell reizbaren Männer ihn und seine Gäste mit Waffengewalt bedrohen.

Doch dann passiert schier Unglaubliches: Als hätte er nie etwas anderes gemacht, entwaffnet und tötet Tom die beiden Angreifer in einer fließenden Bewegung. In den nächsten Tagen geht seine Rettungstat landesweit durch die Medien. Das wiederum ruft Menschen auf den Plan, die Tom lieber nicht in der Nähe seiner Familie sehen würde…

Cronenberg 2.0

Bis es David Cronenberg erstmalig richtig krachen lässt, präsentiert er seinen Protagonisten als fürsorglichen Familienvater und zuvorkommenden Restaurantbetreiber. Dazu passt, dass „A History Of Violence“ (2005) einen geradlinigeren und geerdeteren Eindruck macht, als der bis dato klassische Cronenberg-Film. Keine Spur von rauschhaften Bildern und verschiedenen Realitätsebenen wie in „Naked Lunch“ (1991) oder übernatürlichen Phänomenen, wie man sie in „Rabid“ (1976) und „Scanners“ (1981) findet.

Doch auch in „A History Of Violence“ lässt die Gewalt nicht lange auf sich warten. Das üble Gangster-Duo aus dem Diner hat auf seinem Weg dorthin mal eben eine ganze Familie hingerichtet. Auch wenn der Zuschauer die Morde nicht direkt zu sehen bekommt, wird eines ganz schnell klar: Die beiden Fremden sind das personifizierte Böse.

Als die Männer bei ihrer Ankunft im Ort beinahe mit der lokalen Halbstarken-Gang kollidieren, jagen sie den Jungs allein mit ihren grimmig dreinblickenden Gesichtern einen gehörigen Schrecken ein.

A History of Violence
A History of Violence
Starttermin 13. Oktober 2005 | 1 Std. 35 Min.
Von David Cronenberg
Mit Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris
Pressekritiken
4,1
User-Wertung
3,9
Filmstarts
4,0

Gewalt ist auch eine Lösung

Doch gegen Tom Stall haben die Verbrecher keine Chance. In der Diner-Szene – wie auch bei späteren Begegnungen mit weiteren Widersachern – werden Gesichter mit der Kraft von Fäusten zerschmettert und Körper mit Kugeln blutig durchlöchert.

Fans von „Der Herr der Ringe“ reiben sich vermutlich verwundert die Augen. Könnte doch für manche von ihnen die Wandlung Viggo Mortensens von seiner Rolle als langmähnigem Krieger Aragorn hin zum eiskalten Nahkampfexperten in einem Schnellimbiss im Mittleren Westen der USA ein echter Kulturschock sein.

Unter den Nebendarsteller*innen ist insbesondere Ed Harris hervorzuheben. Dieser brilliert als Carl Fogarty in der für seine Rollen oftmals so typischen Funktion als Schlüsselfigur, wenn er Tom subtil, aber höchst bedrohlich auf ihre gemeinsame gewalttätige Vergangenheit hinweist. Carls kleine Sticheleien in Bezug auf Toms vermeintliche Taten sorgen aufgrund ihres anekdotenhaften Charakters auch für eine Prise Humor in der ansonsten durchweg ernsten Geschichte – schließlich geht es für Tom ums nackte Überleben.

Die mutmaßliche „History Of Violence“ der Hauptfigur ist auch die Antwort auf alle Fragen und der Schlüssel für Tom, dem kriminellen Treiben der Eindringlinge, die seine heile Welt bedrohen, ein Ende zu bereiten. Doch um seine neue Familie zu beschützen, muss er seiner Vergangenheit von Angesicht zu Angesicht entgegentreten, was – wie kann es bei diesem Filmtitel anders sein? – in einem furiosen Gewaltfinale endet.

Habt ihr schon Viggo Mortensens neueste eigene Regiearbeit gesehen? Im folgenden Artikel erfahrt ihr mehr über den auch nicht gerade zimperlichen Western „The Dead Don't Hurt“:

Neu bei Amazon Prime Video: Ein Western mit Viggo Mortensen und seiner ikonischen Waffe aus "Der Herr der Ringe"

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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