Die Vorwürfe, denen sich „Jurassic Park III“ ausgesetzt sah respektive immer noch ausgesetzt sieht, sind nicht von der Hand zu weisen. Schon ein Blick auf die Laufzeit lässt vermuten, dass es sich um eine Schnellschussproduktion handelt, denn nur auf ziemlich unübliche 90 Minuten kommt der dritte Teil der Dino-Saga. Darüber hinaus wird Laura Dern Dr. Ellie Sattler zur Hausmutti degradiert und Steven Spielbergs schwelgerisch-virtuoser Eskapismus in Form einer ruhelosen Hetzjagd nahezu völlig aus den Augen verloren. Ach, und dann es gibt da natürlich noch eine mehr als diskussionswürdige Traumsequenz, in der ein Velociraptor das Wort an Sam Neill richtet.
Auch wenn ich alle Kritikpunkte an „Jurassic Park III“ sehe und verstehe: Der Film ist für mich ein großes Vergnügen. Obgleich „Jumanji“-Regisseur Joe Johnston wenig Sinn für spielbergeske Kinomagie mitbringt und sein Hauptaugenmerk auf das Tempo legt, funktioniert „Jurassic Park III“ für mich als kurzweiliges, völlig verdichtetes B-Movie mit A-Movie-Budget. Ein mit durchaus spektakulärer und bildgewaltiger Action vollgestopfter Abenteuer-Blockbuster, den es in dieser zweckdienlichen, atemlosen Entschlackung heute leider nur noch viel zu selten gibt.
Ihr habt „Jurassic Park III“ bislang noch nicht gesehen? Dann könnt ihr den Film, am 22. Oktober ab 22.45 Uhr bei Nitro schauen.
Darum geht’s in "Jurassic Park III"
Eigentlich darf niemand Isla Sorna, also Insel B, die damals parallel zum Erlebnispark mit Dinosauriern ausgestattet wurde, betreten. Denn das Eiland vor Costa Rica ist militärisches Sperrgebiet. Das geschiedene Paar Kirby (William H. Macy & Téa Leoni) ist jedoch dazu gezwungen. Denn vor acht Wochen ist ihr Sohn Eric (Trevor Morgan) im Zuge eines Parasail-Ausflugs spurlos auf der Insel verschwunden.
Mit nicht ganz lauteren Mitteln (und viel Geld!) wird der Dino-Experte Dr. Alan Grant (Sam Neill) angeheuert, einen Erkundungsflug zu leiten. Nach einer Bruchlandung auf Isla Sorna wird Alan nicht nur klar, dass er hinters Licht geführt wurde. Auch muss er sich nach seinen Jurassic-Park-Erfahrungen erneut seinen größten Ängsten stellen – und dieses Mal erwartet ihn eine noch furchterregende Kreatur als der T-Rex...
Und falls ihr Lust auf ein weiteres Monster-Spektakel habt, hat FILMSTARTS-Redakteur Stefan Geisler den richtigen Streaming-Tipp für euch auf Lager:
Heute Abend streamen: Dieses legendäre Monster-Abenteuer ist ein Muss für Fans von "King Kong" und "Jurassic Park"Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.