„Six Bullets“ läuft am heutigen 23. Oktober 2025 um 22.05 Uhr auf Tele 5. Kenner*innen der Materie wissen, dass ein FSK-18-Streifen zu dieser frühen Abendstunde um die deftigsten Gewaltspitzen gekürzt gebracht werden muss. Dem nach Ende der Ausstrahlung bis zum 23. November abrufbaren Gratis-Stream in der Mediathek des Senders dürfte es ebenso ergehen.
Laut Schnittberichte fehlen insgesamt gute 3 Minuten mit noch exzessiveren Stich-, Schuss- und Säure-Attacken. Erst die Wiederholung am 24. Oktober um 23.55 Uhr darf Tele 5 ungeschnitten zeigen. Alternativ könnt ihr auf Amazon Prime Video zurückgreifen. Dort ist der Actioner aktuell Teil des Flatrate-Programms. Wer kein Abo hat, kann sich den Film an gleicher Stelle für ein paar wenige Euros als Video-on-Demand antun – natürlich uncut.
Action hui, Story pfui!
Ein Blick auf die Filmografie von „Six Bullets“-Regisseur Ernie Barbarash zeigt einen leicht bizarr anmutenden Mischmasch aus brettharten Action-Thrillern wie „Cube Zero“ und „Abduction“ mit Scott Adkins sowie einer erstaunlicherweise fast ebenso hohen Anzahl von Romantikschnulzen – bevorzugt im Feiertagskontext wie etwa „Ein royaler Weihnachtswinter“. Zur ersten Kategorie zählen auch drei innerhalb ebenso vieler Jahre entstandene Brutalo-Reißer mit Jean-Claude Van Damme, wovon „Six Bullets“ von 2012 die mittlere der Kollaborationen war.
„Six Bullets“ ist wahrlich kein Meisterwerk, darf aber auch nicht als völliger Missgriff für die Beteiligten abgetan werden. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik kommt das in Deutschland direkt fürs Heimkino vermarktete Werk auf durchschnittliche 2,5 von 5 möglichen Sternen. Die Handlung wird zwar als schwach und die Dialoge als lahm verbucht. Aber mal ehrlich: Wer von euch schaut sich JCVDs Output wegen der Storys an? Eben. Es ist die Action, die zählt. Und die bewerten wir als durchaus gelungen.
Mit altmodisch klar inszenierten Fights geht es ganz schön heftig, dreckig und knochenhart zur Sache – ob mit Fäusten und Füßen oder mit dem Messer und der Wumme. Dabei zeigen sich die „Muscles from Brussels“ in guter Form.
Für echte Fans dürfte zudem interessant sein, dass dabei nicht nur der über viele Jahre in jüngeren Produktionen mit dem 1980er- und 1990er-Superstar zum Dauergast avancierte Sohnemann Kristopher Van Varenberg mit von der Partie ist, sondern auch dessen Schwester Bianca Van Damme. Beide Sprösslinge spielen in „Six Bullets“ allerdings eher undurchsichtige Figuren, die sich nicht gleich auf die Seite ihres Daddys schlagen, der über weite Strecken mal wieder den taffen Einzelkämpfer geben darf.
Darum geht's in "Six Bullets"
Nachdem bei einem seiner Aufträge unschuldige Zivilisten ums Leben gekommen sind, schwört Samson Gaul (Jean-Claude Van Damme) der Gewalt ab und geht in den Söldner-Ruhestand nach Moldawien. Doch dann flehen ihn der sich dort für einen Kampf aufhaltende MMA-Fighter Andrew Fayden (Joe Flanigan) und dessen Gattin Monica (Anna-Louise Plowman) um Hilfe an. Ihre Tochter Becky (Charlotte Beaumont) wurde von einer Bande Mädchenhändler entführt – ein Fall, der den lokalen Cops egal zu sein scheint.
In einer ihnen fremden Stadt bleibt Samson so die letzte Hoffnung der verzweifelten Eltern. Der ist vom Schicksal des Paares berührt und begibt sich deshalb auf eine Rettungstour durch einen Moloch aus Korruption und Kriminalität. An deren Ende stehen er und der ihn begleitende Andrew vor einem scheinbar übermächtigen Untergrund-Netzwerk.
Wer noch mehr JCVD-Action will, schaut in den folgenden Artikel rein:
Neu auf Amazon Prime Video: In diesem Action-Thriller wird Jean-Claude Van Damme zum knallharten Türsteher*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf oder beim Abschluss eines Abos über diesen Link erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.