Boom, Baby! Hütet euch vor dem Groove! Denn der Bauer im Restaurant – er hat gar nicht bezahlt! Und kaum ein Disney-Animationsfilm bietet solch eine Fülle an knackigen Sprüchen, spritzigen Dialogen und schräg-komischen Einfällen wie „Ein Königreich für ein Lama“!
Der rasante, ironische und trotzdem herzige Trickspaß feierte nach einem langen, strapaziösen Produktionsprozess vor 25 Jahren seine Weltpremiere – und bei einem 100-Millionen-Dollar-Budget galten die im Kino erzielten Einnahmen von etwas weniger als 170 Millionen Dollar als ernüchternd. Doch die irre Lama-Sause hat daraufhin (aus gutem Grund) Millionen von Herzen erobert!
Wenn ihr das Gagfeuerwerk sehen möchtet: „Ein Königreich für ein Lama“ läuft heute, am 31. Dezember 2025, ab 20.15 Uhr im Disney Channel und ist jederzeit bei Disney+ abrufbar!
Darum geht es in "Ein Königreich für ein Lama"
Inkakönig Kuzco (im Original David Spade, in der deutschen Synchro ein fabelhaft aufgelegter Michael "Bully" Herbig) ist arrogant, ignorant und ein Partytier mit verdammt kurzem Geduldsfaden. Jeder, der den königlichen Groove versaut, bekommt seinen (kindischen) Zorn zu spüren. Als Kuzco in einer Laune seine hinterhältige, antike Beraterin Yzma (Eartha Kitt / Elke Sommer) feuert, verliert diese jegliche noch verbliebene Zurückhaltung und plant, ihn zu töten.
Weil sich Yzma dabei aber auf den gutmütigen, begriffsstutzigen und tollpatschigen Hobbykoch Kronk verlässt (Patrick Warburton / Thomas Amper), schlägt dieser Plan fehl und Kuzco wird stattdessen in ein Lama verwandelt. Das tut sich mit dem gemütlichen Bauern Patcha (John Goodman / Reinhard Brock) zusammen – dem Kuzco zuvor noch mitgeteilt hat, dass sein Heimatdorf abgerissen werden soll, um Platz für ein riesiges Schwimmbad zu schaffen. Es ist eine Zweckgemeinschaft, die auf wackligen Füßen (oder Hufen) steht. Aber man weiß ja nie, was Abenteuer so mit Egos anstellen...
Ein "Shrek" vor "Shrek"
„Ein Königreich für ein Lama“ schlug bereits mehrere Monate vor „Shrek“-Kinostart in die parodistisch-komödiantische, dennoch auch ehrlich von Freundschaft erzählende Kerbe, die das DreamWorks-Franchise für sich pachten sollte. Immerhin bieten beide Filme einen widerborstigen Protagonisten, eine Vielzahl an ironischen, bissigen und feucht-fröhlichen Seitenhieben auf (Disney-)Erzählkonventionen sowie ein paar perfekt platzierte Metaspäße!
Der Verfasser dieses TV-Tipps würde aber jederzeit den Disney-Zeichentrickfilm dem computeranimierten Blockbuster vorziehen. Zu flott und ausdrucksstark sind die „Ein Königreich für ein Lama“-Figuren gezeichnet, zu bildhübsch und variantenreich sind die Hintergrundgemälde – reichen sie doch von imposant über idyllisch bis hin zu subtil den sich im Vordergrund ablaufenden Witz unterstreichend.
Vom dramatischen Epos zum schnellen, rasanten Gagfeuerwerk
Ein solches Dauerfeuer an pointierten Dialogen, wildem Cartoon-Slapstick und kauzigen Charakterzügen sowie verspielt umgesetzter Situationskomik war ursprünglich nicht geplant: Die Produktionsgeschichte von „Ein Königreich für ein Lama“ reicht bis 1994 zurück, als Produzent Thomas Schumacher dem Regisseur Roger Allers vorschlug, einen Film zu machen, der im Reich der Inkas spielt. Beflügelt vom Erfolg, den Allers mit „Der König der Löwen“ feierte, nahm man sich ein Zeichentrickepos vor, das Humor, Romantik, Abenteuer und einen Hauch Mystik vereint.
Doch im Laufe der Jahre entstand innerhalb der Disney-Trickstudios die Sorge, die mühselig entwickelte Story für „Kingdom Of The Sun“ (wie der Film eingangs heißen sollte) sei zu ernst, trocken und uninteressant. Es folgten Versuche, das Projekt durch zusätzliche (oft humorvolle) Figuren zu retten, woraufhin es aber als zu überfrachtet, verworren und unentschlossen eingeschätzt wurde und sämtlichen Rückhalt verlor.
Im Dezember 1998 begann eine zügige, radikale Generalüberholung von „Kingdom Of The Sun“, in deren Zuge aus dem Epos eine von „Danny der Kater“-Macher Mark Dindal inszenierte cartooneske, rasante Komödie wurde – und eines der außergewöhnlichsten Juwelen in der Disney-Trickschatulle! Die kongeniale deutsche Synchro rundet „Ein Königreich für ein Lama“ zudem fantastisch ab – und wenn ihr Lust auf noch mehr Filmspaß mit Bully-Flair habt, lacht euch vielleicht unser folgender Heimkino-Tipp an:
Nach "Der Schuh des Manitu": Jetzt feiert die nächste Kult-Komödie von Michael Bully Herbig Comeback im Heimkino*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.