"Babylon Berlin"-Nachfolger: Tom Tykwer und Co. planen bereits das nächste Serien-Epos – und es wird noch gewaltiger
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

In den vergangenen Jahren gab es wohl keine größere deutsche Serie als „Babylon Berlin“. Deren Ende mit der noch dieses Jahr erscheinenden fünften Staffel naht. Doch die Verantwortlichen bereiten schon ein Nachfolgeprojekt vor...

Das Erste / X Filme

Mit „Babylon Berlin“ hat die Firma X Filme um ihre Geschäftsführer Tom Tykwer und Uwe Schott ein wahres Epos erschaffen. Mit der kommenden fünften Staffel wird die während des Endes der Weimarer Republik spielende Krimi-Serie abgeschlossen. Nach dann rund zehn Jahren Arbeit an dieser gewaltigen Produktion denkt man aber offensichtlich nicht ans Kürzertreten – ganz im Gegenteil:

„Wir haben die Rechte an Christoph Heins Roman ‚Das Narrenschiff‛ gekauft und wollen daraus auch eine große Serie machen, als Nachfolger von ‚Babylon Berlin‛, erklärte Schott jetzt so im Interview mit dem Spiegel.

Laut Tykwer geht man dabei sogar voll ins Risiko. Früher ging es erst zur Förderung und zur Beantragung von Geldern, dann zu Sendern, schließlich zu weiteren Investoren. Doch heute könne man nicht mehr diesen lange dauernden Weg einschlagen: „Du kannst nicht warten, bis du auf der sicheren Seite bist, auf der wirst du nie sein. Heuere deine Leute an, geh aufs Schiff und leg ab.“ Genau das mache man laut Schott aktuell und stelle „eine gute Truppe zusammen“.

Eine Serie noch größer als "Babylon Berlin"? Das ist "Das Narrenschiff"

Wenn Schott von einem „Nachfolger“ zu „Babylon Berlin“ spricht, meint er das nicht zwingend inhaltlich. Denn Das Narrenschiff“ wird eine komplett eigenständige Serie basierend auf dem 2025 veröffentlichten Buch von Christoph Hein. Der mehrfach preisgekrönte Autor (u.a. „Willenbrock“) erzählt in seinem epischen Roman von den Anfängen bis zum Untergang der DDR. „Es geht um die Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft. Und um deren Scheitern“, fasst es Tykwer zusammen.

„Das Narrenschiff“ begleitet so über mehrere Jahrzehnte hinweg Menschen, die sich im neu gegründeten sozialistischen Staat engagieren, Karriere machen oder einfach nur leben wollen. Ihre Erlebnisse stehen dabei immer in Verbindung zur Entwicklung des Landes. Am Anfang herrscht der grenzenlose Optimismus, Teil eines Staates zu sein, der es vielleicht besser macht. Dann kommt die ideologische Verblendung, die Erkenntnis des Scheiterns und die Resignation. Die DDR erweist sich als das titelgebende „Narrenschiff“.

Die Handlung erstreckt sich über Jahrzehnte – vom Nachkriegsdeutschland über zentrale historische Ereignisse wie den Volksaufstand von 1953, den Mauerbau 1961 bis zum Ende der DDR und Wiedervereinigung 1990. Schon das zeigt, dass eine Serienumsetzung noch einmal deutlich gewaltiger als die von „Babylon Berlin“ werden könnte, wo es im Jahr 1929 losging und wir mit der fünften Staffel wahrscheinlich bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 enden dürften.

Eine andere deutsche Serie ist übrigens gerade bei Netflix ein riesiger Erfolg. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Alle Welt schaut eine deutsche Thriller-Serie: Neuer Netflix-Hit wird immer erfolgreicher!

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