Dass Russell Crowe („A Beautiful Mind“) ausgerechnet im Exorzismus-Horror seine neue künstlerische Spielwiese gefunden hat, wäre sicherlich übertrieben. Dennoch fällt auf, wie auffällig dicht hintereinander der Oscar-Preisträger in gleich zwei Filmen dieses Subgenres zu sehen war: „The Pope's Exorcist“ und „The Exorcism“.
Während es im ersten Fall durchaus seinen Reiz hatte, Crowe auf einer Vespa durch Rom kurven oder augenzwinkernd mit Nonnen schäkern zu sehen, erweist sich „The Exorcism“ als deutlich behäbigerer Vertreter des Besessenheitshorrors. Anders als „The Pope's Exorcist“ schaffte es dieser Film hierzulande gar nicht erst auf die Kinoleinwand. Wer dennoch neugierig ist, hat nun eine bequeme Möglichkeit, den Film zu schauen, denn „The Exorcism“ steht ab sofort ohne Aufpreis im Abo von Amazon Prime Video zur Verfügung:
Darum geht’s in "The Exorcism"
Als sein Hauptdarsteller unerwartet stirbt, steht Regisseur Peter (Adam Goldberg) vor der Herausforderung, kurzfristig Ersatz für die Rolle eines Exorzisten in seinem Horrorfilm „The Georgetown Project“ zu finden. Trotz erheblicher Bedenken entscheidet er sich schließlich für Anthony Miller (Crowe), einen Schauspieler, der seit dem Tod seiner Frau zunehmend dem Alkohol und den Drogen verfallen ist.
Unterstützt wird der angeschlagene Darsteller von seiner Tochter Lee (Ryan Simpkins), die ihm als Assistentin zur Seite steht. Während die Dreharbeiten immer intensiver werden, holen Anthony verdrängte Erinnerungen an eine traumatische Kindheit als Messdiener ein. Parallel dazu beginnt sich sein Verhalten auf zunehmend beunruhigende Weise zu verändern. Ist er etwa besessen?
Dass sich ein Exorzismus-Horrorfilm inhaltlich und atmosphärisch an „Der Exorzist“ orientiert, ist keineswegs ungewöhnlich. Im Fall von „The Exorcism“ ist diese Nähe jedoch beinahe programmatisch: Regisseur Joshua John Miller ist der Sohn von Jason Miller, der als Jesuitenpriester Damian Karras in „Der Exorzist“ versuchte, der jungen Regan den Teufel auszutreiben.
Eine zähe Angelegenheit
Auch darüber hinaus streut „The Exorcism“ zahlreiche Querverweise und Meta-Anspielungen auf den Genre-Klassiker ein. Doch trotz dieses konzeptionellen Überbaus bleiben tiefere inhaltliche oder emotionale Einsichten weitgehend aus. Der Film möchte zugleich Familien-Drama und Gruselstück sein, bleibt jedoch in beiden Disziplinen blass und spannungsarm. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik erhielt er folgerichtig lediglich 2 von 5 möglichen Sternen.
Das Fazit unseres Autors Lutz Granert bringt es auf den Punkt: „Die Meta-Anspielungen auf den Genre-Klassiker ‚Der Exorzist‘ sorgen zwar hin und wieder für ein Schmunzeln. Darüber hinaus zieht sich der behäbig erzählte Horror-Thriller mit Russell Crowe als Trauerkloß allerdings zunehmend zäh zum enttäuschenden Finale hin.“
Noch mehr Horror gibt es indes im ersten Trailer zu „Insidious 6“, der soeben veröffentlicht wurde:
Eine der beliebtesten Horror-Reihen geht in die nächste Runde: Der erste Trailer zu "Insidious 6: Out Of The Further" ist da!FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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