Heute Abend streamen: Ein charmanter Historienfilm vor erlesener Naturkulisse – perfekt für einen entspannten Sonntag
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Ihr habt mal wieder Lust auf einen Film, der von schönen Bildern und ehrlichen Werten lebt? Dann solltet ihr euch „Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam“ mit Hugh Grant nicht entgehen lassen. Heute Abend streamen.

Auch wenn Hugh Grant („Notting Hill“) bereits seit Anfang der 1980er-Jahre im Filmgeschäft aktiv war, sollte sein großer Durchbruch erst 1994 folgen: Mit dem mehrfach oscarnominierten Kino-Hit „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ avancierte der Londoner zum internationalen Star und etablierte sich schlagartig als das neue Gesicht der romantischen Komödie.

Doch trotz der enormen Aufmerksamkeit, die Hugh Grant durch „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ gewann, blieb seine nächste RomCom aus dem Jahr 1995 weit hinter der Anerkennung zurück, die sie eigentlich verdient hätte. Die Rede ist von der Romanverfilmung „Der Engländer, der auf einen Hügel stieg“ und von einem Berg herunterkam. Wenn ihr mal wieder Lust auf einen charmanten, warmherzigen Filmabend habt, solltet ihr heute Abend im Streaming unbedingt einen Blick riskieren.

Das ist "Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam"

Ein kleines Dorf in Wales kann sein Unglück kaum fassen: Als im Jahr 1917 der englische Kartograph George Garrad (Ian McNeice) und sein junger Assistent Reginald Anson (Hugh Grant) die Anhöhe hinter ihrer Gemeinde vermessen, müssen sie den Bewohnern mitteilen, dass es sich dabei streng genommen gar nicht um einen Berg handelt – sondern lediglich um einen Hügel.

Für die stolzen Waliser ist das ein empfindlicher Schlag, schließlich galt der Hausberg seit jeher als identitätsstiftendes Wahrzeichen ihres Dorfes. Doch die Gemeinde denkt nicht daran, diese Schmach einfach hinzunehmen und schmiedet kurzerhand einen so absurden wie liebenswerten Plan: Gemeinsam wollen die Dorfbewohner den Hügel künstlich erhöhen, damit er offiziell endlich als Berg anerkannt wird. Dafür müssen die beiden englischen Kartographen allerdings zunächst daran gehindert werden, das Dorf zu verlassen. Dass sich Reginald ausgerechnet in die lebensfrohe Betty (Tara Fitzgerald) verliebt, kommt dabei nur allzu gelegen...

Für Herz und Auge gemacht

Auch wenn immer wieder behauptet wird, „Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam“ basiere auf wahren Begebenheiten, handelt es sich größtenteils um eine fiktive Geschichte von Christopher Monger, der nicht nur die literarische Vorlage schrieb, sondern auch Regie führte. Das schmälert den Reiz des Films jedoch keineswegs. Gerade weil die Erzählung so glaubwürdig und bodenständig wirkt, kann man sich hervorragend vorstellen, dass sich eine solche Geschichte tatsächlich irgendwo im ländlichen Wales zugetragen haben könnte.

Seine besondere Stärke entfaltet der Film vor allem in seinem liebevollen Blick auf kulturelle Eigenheiten und den ausgeprägten Gemeinschaftssinn der Dorfbewohner. Mit trockenem britischem Humor zeichnet „Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam“ nach, wie den vom Krieg gezeichneten Walisern plötzlich genau das genommen wird, was ihnen Halt, Stolz und Identität verleiht – und ausgerechnet zwei Engländer sind es, die ihren geliebten Berg kurzerhand zum Hügel degradieren.

Daraus entwickelt sich nach und nach eine warmherzige, stellenweise pathosgeschwängerte Ode an Zusammenhalt und Heimatgefühl. Gleichzeitig funktioniert der Film auch als charmantes Provinz-Abenteuer, das mit seinen eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen regelrecht Fernweh auslöst. Die windgepeitschte Natur von Wales wird dabei derart atmosphärisch eingefangen, dass man unweigerlich darüber nachdenkt, den nächsten Urlaub vielleicht nicht schon wieder an der Goldküste, auf Rügen oder Mallorca zu verbringen, sondern stattdessen in den rauen Westen Großbritanniens zu reisen. Verstärkt wird diese Stimmung zusätzlich durch den pompösen, mitreißenden Score von Stephen Endelman.

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