Bald kommt der Reboot eines kultigen 1990er-Martial-Arts-Actioners ins Kino! Das Original gibt's jetzt im Streaming-Abo!
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Prügel-Action ist euer Ding? Dann solltet ihr die Verfilmung des Martial-Arts-Videospiels „Street Fighter“ mit Jean-Claude Van Damme kennen. Wer diese „Bildungslücke“ schließen oder den Kracher mal wieder sehen möchte, wird jetzt auf HBO Max fündig.

Von Oliver Kube

In gut zwei Wochen startet der von vielen Videospiel- und Action-Fans heiß erwartete neue „Street Fighter“ in den Kinos. Die Wartezeit bis dahin dürfen sich alle Abonnent*innen ab sofort ohne Zusatzkosten im Flatrate-Programm von HBO Max mit der ersten Verfilmung „Street Fighter - Die entscheidende Schlacht“ vertreiben.

HBO Max könnt ihr über die hauseigene App oder als Zusatzkanal via Amazon Prime Video abonnieren*. An gleicher Stelle ist es allen Filmfans ohne Abo möglich, den Streifen für ein paar Euro als Video-on-Demand zu streamen:

Trash und trotzdem Kult?

Das erste „Street Fighter“-Videospiel wurde 1987 von Capcom („Resident Evil“, „Monster Hunter“ etc.) auf den Markt gebracht. Den weltweiten Durchbruch zum globalen Massenphänomen konnte der japanische Games-Riese allerdings erst vier Jahre später mit „Street Fighter II“ feiern. Daraufhin ging dann auch flugs ein großer Kinofilm in Produktion, der 1994/95 auf die weltweiten Leinwände kam. Die Regie und die Adaption des Arcade-Superhits übernahm Steven E. de Souza, der zuvor unter anderem die Skripts für die Blockbuster „Stirb langsam 1+2“, „Nur 48 Stunden“ und „Commando“ verfasst hatte.

Aufgrund der enormen Popularität des Spiels konnte der Film locker das Dreifache seines für damalige Zeiten recht üppigen Budgets von über 30 Millionen Dollar einspielen. Dass de Souza danach zwar weiterhin fleißig Drehbücher schrieb (u. a. für „Judge Dredd“ und „Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens“), aber nie wieder auf einem Regiestuhl Platz nehmen durfte, wird dem einen oder der anderen von euch vielleicht schon einen Hinweis darauf geben, wie seine Arbeit an „Street Fighter“ damals von der Kritik und zumindest Teilen der Fans bewertet wurde.

Bis heute verzeichnet Rotten Tomatoes, die wichtigste US-Sammelseite für professionelle Filmkritiken, für „Street Fighter“ einen jämmerlichen Wert von lediglich elf Prozent positiver Besprechungen (Stand: 22. September 2026). Immer wieder wird in den Rezensionen beklagt, wie holprig das Ganze erzählt ist, wie wenig in der ersten Hälfte des Films wirklich gekämpft wird und wie hölzern oder „drüber“ die meisten Darsteller*innen sich in ihren schrill-bunten Kostümen präsentieren.

Street Fighter - Die entscheidende Schlacht
Street Fighter - Die entscheidende Schlacht
Starttermin 27. April 1995 | 1 Std. 42 Min.
Von Steven E. De Souza
Mit Byron Mann, Jean-Claude Van Damme, Raúl Julia
User-Wertung
1,9

In Kritiken jüngeren Datums wird der Film nun meist als Trash eingeordnet und nicht zuletzt aufgrund seiner hanebüchenen Story inklusive der oft albern aufgesetzt wirkenden Dialoge und Oneliner als unfreiwillig komisch bis geradezu lächerlich abgestempelt. Gerade diese „Qualitäten“ haben aber auch dazu geführt, dass „Street Fighter - Die entscheidende Schlacht“ mittlerweile einen gewissen Kultstatus bei Retro-Fans erreicht hat.

Zudem ist es schön zu beobachten, wie viel Spaß der Cast offenbar beim Dreh des in vielen Belangen tatsächlich gnadenlos überziehenden Spektakels gehabt haben muss. Und da ist der in seinen Filmen sonst meist so grimmig und miesepetrig daherkommende Jean-Claude Van Damme („Universal Soldier“) ausdrücklich einzubeziehen. Natürlich soll seine Figur taff und knallhart wirken – was sie auch tut. Hin und wieder kann man sich aber nicht des Eindrucks erwehren, dass „The muscles from Brussels“ sich jeden Moment zur Kamera umdrehen und uns Zusehenden grinsend zuzwinkern wird.

"Street Fighter": Das ist die Story

Unsere Welt steht mal wieder an der Schwelle zum Dritten Weltkrieg. Denn Diktator General Bison (Raúl Juliá aus „Die Addams Family“ in seiner letzten Rolle) hat mit seinen Truppen die südostasiatische Stadt Shadoloo eingenommen und hält dabei mehr als 60 teilweise hochrangige Mitarbeiter der Alliierten als Geiseln. Der einstige Drogenbaron verlangt von der US-Regierung satte 20 Milliarden Dollar für ihre Freilassung. Sollte das Lösegeld nicht innerhalb von drei Tagen bei ihm eingehen, wird er die Gefangenen exekutieren.

US-Colonel William F. Guile (Jean-Claude Van Damme) wird deshalb auf eine streng geheime Mission geschickt: Mit seiner Elitetruppe (u. a. Kylie Minogue und Ming-Na Wen) soll er die Geiseln befreien und Bison ausschalten. Guile gelingt es, die Kleinkriminellen Ken (Damian Chapa) und Ryu (Byron Mann) als Spitzel in das Verbrechersyndikat des Waffenhändlers Sagat (Wes Studi, „Der letzte Mohikaner“) einzuschleusen, der mit dem General kollaboriert. Als das Duo so den Unterschlupfort des Oberschurken herausfindet, kommt es zum Showdown …

So dicke Kumpels wie die früher erbitterten Konkurrenten Stallone und Schwarzenegger werden sie in diesem Leben wohl nicht mehr. Trotzdem hat JCVD nach Jahren der über die Medien ausgetragenen Kabbeleien mit einem anderen Action- und Martial-Arts-Superstar der 1990er inzwischen offenbar seinen Frieden mit diesem gemacht. Um wen es sich dabei handelt und was damals überhaupt vorgefallen war, erfahrt ihr im folgenden Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Michael Bendix:

"Wenn ich ihn heute sehen würde, hätte ich kein Problem": Jean-Claude Van Damme, 65, begräbt Kriegsbeil mit ehemaligem Action-Konkurrenten

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes aktuelle Lieblingsfilme sind "Wild Horse Nine", "I Play Rocky", "The End Of Oak Street", "The Weight", "Teenage Sex And Death At Camp Miasma" und "Gentle Monster".
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