In den Foren des Internets wurde über die Jahre eine Vielzahl unheimlicher Geschichten und Kreaturen ersponnen. Der gefürchtete Anzugträger Slenderman fand als sogenannte Creepypasta dort ebenso seinen Ursprung wie die Schauergeschichten über ein russisches Schlafexperiment, das während der Sowjet-Ära an Soldaten durchgeführt worden sein soll. Zu den bekanntesten Internet-Mythen gehören allerdings die Erzählungen über die Backrooms. Bei diesen handelt es sich um ausgedehnte Innenräume, die sich labyrinthartig ins Unendliche erstrecken und dabei von schauderlichen Kreaturen bevölkert werden. Es gibt keinen normalen Zugang zu dieser Welt – sie ist nur erreichbar, indem man aus der Realität glitcht.
Einer der prägenden Kreativköpfe hinter den Erzählungen rund um die Backrooms ist der erst 21-jährige Kane Parsons, der bereits seit 2022 Kurzfilme über die unwirkliche Zwischenebene dreht. 2026 kam schließlich der von A24 produzierte und ebenfalls von Parsons inszenierte Langspielfilm „Backrooms“ in die Kinos – und entwickelte sich prompt zum erfolgreichsten Projekt der Indie-Schmiede. Über 400 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit ein, und auch in Deutschland fand der experimentelle Horrortrip sein Publikum.
Wer „Backrooms“ auf der großen Leinwand verpasst hat, der kann diesen nun im Heimkino nachholen. Den schaurigen Ausflug durch surreale Büroräume könnt ihr euch jetzt als DVD* oder Blu-ray* sichern. Alternativ könnt ihr auch auf die 4K-Fassung zurückgreifen. Diese erscheint in der „Everything Must Go“-Edition, die neben der Kinofassung auch den 16 Minuten längeren Extended Cut enthält:
Zudem gibt es als Bonusmaterial auch noch Intervies, reichlich Behind-The-Scenes-Material und einen Audiokommentar von Regisseur Kane Parsons, VFX-Supervisor Edward J. Douglas, Sound Designer Eugenio Battaglia und Soundtrack-Komponist Edo Van Breemen. Für echte Fans sind auch noch drei Art-Karten enthalten, mit denen ihr eure Wohnung ein bisschen aufhübschen könnt.
"Backrooms": Das ist die Handlung
Clark (Chiwetel Ejiofor) führt ein heruntergekommenes Möbelgeschäft, das er seit seiner Scheidung auch als Zuhause nutzt. Eines Tages stößt er im Keller des Ladens auf eine unsichtbare Tür. Dahinter verbirgt sich ein scheinbar endloses Labyrinth aus rätselhaften Räumen, deren Ursprung und Zweck völlig unklar sind. Je tiefer Clark in die mysteriöse Welt vordringt, desto stärker wird seine Besessenheit. Schließlich erzählt er seiner Psychotherapeutin Dr. Mary Kline (Renate Reinsve) von der Entdeckung. Doch weil sie seine Geschichte zunächst nicht für glaubwürdig hält, beschließt Clark, gemeinsam mit seinen Angestellten Kat (Lukita Maxwell) und Bobby (Finn Bennett) Beweise zu sammeln.
Privat
Ausgerüstet mit einer Videokamera, betreten die Drei die geheimnisvollen Räume. Doch Clark kehrt nicht zurück. Als auch von Kat und Bobby jede Spur fehlt, sieht sich Mary gezwungen, selbst durch die verborgene Tür zu gehen. Auf der anderen Seite erwartet sie eine rätselhafte Welt, die offenbar eigenen Regeln folgt – und deren Geheimnisse weit über das hinausgehen, was sie sich hätte vorstellen können.
Bilder für ein neues Zeitalter
Erzählerisch mag „Backrooms“ das Rad zwar nicht neu erfinden, visuell ist die Erkundungstour durch die schier endlosen Büroräume allerdings wahnsinnig spannend. Auch weil hier Angstfantasien einer neuen Generation zum Ausdruck kommen, die mit Gaming, Glitches und KI-generierten Bildwelten groß geworden ist. Wir können euch den Film jedenfalls wärmstens empfehlen. In der FILMSTARTS-Kritik vergibt Autor Kamil Moll 4,5 von 5 möglichen Sternen. Im Fazit heißt es:
„Dem gerade mal 20 Jahre alten Kane Parsons gelingt mit ‚Backrooms‘ das Kunststück, einen [...] zutiefst internetbasierten urbanen Horrormythos in großes Kino zu übersetzen, ohne dabei dessen eigentlichen Reiz zu verlieren. Parsons macht genau jenes diffuse Gefühl greifbar, das schon seine Webserie so einzigartig erscheinen ließ: die verstörende Ahnung, in einer Realität gelandet zu sein, die unserer eigenen fast vollkommen gleicht – und gerade deshalb falsch wirkt. Das Ergebnis ist einer der intensivsten und einzigartigsten Horrorfilme der letzten Jahre.“
Aktuell arbeitet Kane Parsons bereits an der Fortsetzung. Wer mehr darüber wissen will, klickt hier:
Teil 1 hat fast 400 Millionen Dollar eingespielt: Einer der größten Horror-Hits 2026 bekommt ein Sequel – und zwar schon sehr bald!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.