Der Name Brad Bird steht fast schon synonym für hervorragende Animationsfilme. Schließlich ist er der Regisseur der gefeierten Pixar-Filme „Ratatouille“, „Die Unglaublichen“ und „Die Unglaublichen 2“ und begann seine Karriere mit dem ebenso gelungenen „Der Gigant aus dem All“. Schon damals im Jahr 1999 hatte Bird ein anderes Drehbuch fertig, das er eigentlich zuerst realisieren wollte: „Ray Gunn“. Doch das hohe Budget machte ihm einen Strich durch die Rechnung – bis schließlich viele Jahre und vergebliche Anläufe später Netflix in die Bresche sprang.
Der Streamingdienst mit dem stellte das Budget für den wohl 150 Millionen Dollar teuren Animationsfilm zur Verfügung – und so konnten 2025 tatsächlich die Produktion und die Sprachaufnahmen für „Ray Gunn“ beginnen. Ob dann am Ende – wie das Sprichwort sagt – auch alles gut wird, was lange währt, erfahren wir bereits in einigen Wochen: „Ray Gunn“ startet am 18. Dezember 2026 auf Netflix.
Doch das ist noch nicht alles: Wie in Branchenkreisen bereits vorher spekuliert wurde und der erste Trailer zu dem Science-Fiction-Krimi nun bestätigt, wird „Ray Gunn“ außerdem in die Kinos kommen – in den USA am 4. Dezember und in Deutschland am 3. Dezember. Damit will Netflix wohl auch die Kriterien für eine Oscar-Nominierung als Bester Animationsfilm oder gar Bester Film erfüllen.
Das ist "Ray Gunn"
„Ray Gunn“ spielt in Metropia – einer gigantischen Stadt in einer alternativen Zukunft, die laut der offiziellen Synopsis „aus der Perspektive des Jahres 1939 gesehen“ wird. Soll heißen: Obwohl es sich um eine Sci-Fi-Geschichte mit Außerirdischen sowie futuristischen Waffen und Fahrzeugen handelt, finden sich hier auch viele Motive aus dem klassischen Film noir wieder.
Schließlich wird in „Ray Gunn“ ein abgehalfterter Privatdetektiv namens Raymond Gunn (Stimme im Original: Sam Rockwell) in einen Fall verwickelt, in dem sich alles um Mord, Gangster und eine klassische Femme Fatale dreht: einen Multimedia-Star namens Venus Nova (Scarlett Johansson).
„Ray Gunn“ ist übrigens einer von nur noch zwei Filmen, die aus einer Kooperation von Netflix und dem Studio Skydance Animation entstanden sind (der andere ist die Neuverfilmung „Jack And The Beanstalk“). Die weiteren Filme von Skydance Animation sollen dann ganz regulär ins Kino kommen – darunter auch der erste Film seit 15 Jahren eines ehemaligen Pixar-Kollegen von Brad Bird:
Sein letzter Film ist 15 Jahre her: Der neue Science-Fiction-Film eines gefeierten Regisseurs kommt jetzt doch ins Kino statt zu Netflix