Mit 51 Jahren besitzt Angelina Jolie 39 Hektar Land in Kambodscha: Sie hat dazu beigetragen, eine von Wilderei bedrohte Region in ein Naturschutzgebiet zu verwandeln
von Michael Bendix
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Vor 26 Jahren wurde Angelina Jolie mit einer Computerspielverfilmung zum Weltstar. Mehr Nachhall als der Film hat allerdings ihr daraus entstandenes Engagement für den Natur- und Artenschutz in Kambodscha erzeugt.

Die Dreharbeiten zu „Lara Croft: Tomb Raider“ (2001) waren in mehr als nur einer Hinsicht extrem prägend für Angelina Jolie: Zum einen stieg die heute 51-Jährige dank der Computerspielverfilmung zu einem der gefragtesten Hollywood-Stars auf – zum anderen wurde dadurch auch der Grundstein für ihr langjähriges humanitäres Engagement gelegt.

Denn während der Produktion in Kambodscha entwickelte die Schauspielerin eine enge Verbindung zu dem südostasiatischen Land, die sie schließlich dazu bewog, sich dort für den Schutz der Natur und die Unterstützung der Bevölkerung einzusetzen. 2001 wurde sie schließlich zur Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR ernannt, zwei Jahre später erwarb sie ein rund 39 Hektar großes Grundstück in der Provinz Battambang. Dieses bildete den Ausgangspunkt für ein Naturschutz- und Hilfsprojekt zugunsten der örtlichen Bevölkerung, das auch 23 Jahre später noch existiert.

Angelina Jolie und ihre Maddox Foundation engagierten sich für die Natur Kambodschas ...

Daraus entstand 2003 die Maddox Jolie-Pitt Foundation, die heute nur noch Maddox Foundation heißt. Ihren Namen verdankt sie Jolies Sohn, der ein Jahr zuvor in Kambodscha geboren war und den die Schauspielerin 2002 adoptiert hatte. Ursprünglich sollte die Stiftung vor allem ländliche Gemeinden unterstützen und Gebiete wieder nutzbar machen, die infolge jahrzehntelanger Bürgerkriege und bewaffneter Konflikte durch Landminen belastet waren.

Schon bald weitete sie ihre Arbeit jedoch auf den Naturschutz aus. Denn die Region hatte auch mit der Wilderei bedrohter Tierarten, dem illegalen Handel mit Wildtieren und unerlaubter Abholzung zu kämpfen. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, setzte sich die Stiftung in Zusammenarbeit mit den Behörden und der örtlichen Bevölkerung für den Schutz des Gebiets Samlaut ein.

... und verbesserten auch die wirtschaftliche Situation vor Ort!

Bis 2006 hatte die Maddox Foundation schließlich die Aufgabe übernommen, das rund 60.000 Hektar große Schutzgebiet Samlaut Multiple Use Area zu bewahren – das zugleich zu einem der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren der Gegend wurde. So entstanden unter anderem Arbeitsplätze für Einheimische, die als Ranger regelmäßig Patrouillen durchführen, um illegale Aktivitäten zu bekämpfen, sowie den Zustand des Ökosystems im Blick behalten. 2016 wurden diese Ranger sogar offiziell als staatliche Mitarbeiter unter der Aufsicht des kambodschanischen Umweltministeriums anerkannt. Ein beachtlicher Erfolg!

Darüber hinaus förderte die Stiftung die Entwicklung der örtlichen Gemeinden, indem sie Landwirte und Imker dabei unterstützte, ihre Anbaumethoden und Einkommensmöglichkeiten zu verbessern. Auch beim Bau wichtiger Infrastruktur wie Schulen, Brunnen und Gesundheitszentren half das Projekt mit. Dadurch erhielten die Menschen vor Ort besseren Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und anderen grundlegenden Dienstleistungen.

Während der Hollywood-Blockbuster, der alles in Gang setzte, 25 Jahre später nicht als Meilenstein unter den Gaming-Adaptionen gilt, hat Jolies Begegnung mit Kambodscha zweifellos nachhaltige Spuren hinterlassen!

Übrigens setzt sich auch Jolies „Wanted“-Co-Star Morgan Freeman für den Umweltschutz ein. Mehr dazu lest ihr im nachfolgenden Artikel:

Morgan Freeman besaß 50 Hektar Land und beschloss, es für den Umweltschutz zu nutzen: Er verwandelte eine Ranch in ein Naturschutzgebiet

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.

Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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