Durch meinen Job landet immer wieder eine neue Smartwatch auf meinem Schreibtisch. Das meiste davon trage ich ein paar Wochen lang, packe es wieder in den Karton und vergesse es direkt wieder. Dass mich eine Uhr so sehr in meinem Kopf festsetzt, dass ich am Ende privat die eigene Kreditkarte zücke, ist eine absolute Seltenheit. Aber genau das hat die Garmin Forerunner 970 geschafft. Ich habe die Smartwatch vor ein paar Wochen bei einem Halbmarathon über den Asphalt gejagt und das war einer der besten Technik-Käufe, die ich je getätigt habe.
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Ich habe die Uhr am Arm kaum gemerkt
Wenn ihr in der Vergangenheit das absolute Premium-Segment von Garmin wolltet, seid ihr fast schon zwangsläufig bei der wuchtigen Fenix-Reihe gelandet. Tolle Uhren, aber eben auch richtige Backsteine. Die Forerunner 970 bricht genau mit diesem ungeschriebenen Gesetz. Das gute Stück wiegt nur 56 Gramm. Beim Halbmarathon habe ich nicht einmal gemerkt, dass ich eigentlich eine Sport-Uhr am Arm habe.
Jetzt könnte man natürlich denken, dass bei dem Fliegengewicht an den Materialien gespart wurde, dem ist aber nicht so. Garmin verpasst dem Teil eine massive Titan-Lünette und Saphirglas. Dass das kein leeres Marketing-Gewäsch ist, habe ich direkt bei einem meiner ersten Trail-Läufe im Wald gemerkt. Ich bin mit vollem Schwung an einem dicken Ast hängen geblieben. Normalerweise wäre da das Display hinüber gewesen, aber hier gab es nicht mal den kleinsten Mikrokratzer.
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Der Garmin-Coach, der Verletzungen riechen kann
Ich hatte neulich eine Route mit extremen Bergab-Passagen auf dem Plan. Bergab zu laufen, zerschießt einem wortwörtlich die Oberschenkelmuskulatur. Eine 0815-Smartwatch hätte danach einfach die Kilometer ausgespuckt und gut ist.
Die Forerunner 970 arbeitet hier aber mit der sogenannten "Impact Load". Die Sensorik checkt ganz genau, wie brutal eure Beine bei den Stößen belastet wurden und rechnet eure Erholungszeit direkt nach oben.
Das schützt euch vor Übertraining oder fiesen Verletzungen, weil die Uhr eben nicht nur auf den reinen Puls, sondern auf die muskuläre Ermüdung schaut. So eine absolute Verlässlichkeit habe ich bisher bei keinem anderen Wearable erlebt.
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Die Uhr denkt mit, wenn ihr abschaltet
Als ich den Halbmarathon gelaufen bin, rannte ich völlig am Limit über die Ziellinie, schnappte nach Luft und freute mich. In der Euphorie habe ich aber vergessen, die Uhr zu stoppen. Das ist mir in der Vergangenheit so oft passiert und das ewige Auslaufen im Schritttempo ruiniert euch nachträglich den Pace-Durchschnitt in der Statistik. Die Garmin umschifft das jetzt mit der genialen Auto-Trim-Funktion. Die Software gleicht das Bewegungsmuster ab, erkennt exakt den Moment eures Zieleinlaufs und schneidet das Rumgeschlurfe danach einfach automatisch aus eurer Laufzeit heraus.
Und für die Triathleten unter euch gibt es noch ein winziges Detail mit riesiger Wirkung. Garmin hat die alten QuickFit-Schnellverschlüsse bei den Armbändern rausgeschmissen und durch dicke, fest verschraubte Federstege ersetzt. Wer mal einen Massenstart im See mitgemacht hat, weiß, dass da getreten und gerangelt wird. Früher haben sich die Armbänder bei solchen Schlägen oft gelöst und die Uhr ist auf den Grund gesunken. Jetzt sitzt das Teil bombenfest am Handgelenk.
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