Im Sci-Fi-Film von Regisseur Francis Lawrence („Die Tribute von Panem 2 – Catching Fire“) geht Will Smith („Suicide Squad“) im menschenleeren New York auf Monsterjagd. Die Macher dieser bereits dritten Verfilmung des kultigen Fantasy-Vampirromans „Ich bin Legende“ von Richard Matheson (nach „Der Omega-Mann“ und „Last Man On Earth“) setzten vor allem auf wirkungsstarke Bilder und eine dichte Atmosphäre. Dabei gingen sie recht frei mit dem Stoff um, orientierten sich beim ambivalenten Finale allerdings eng an der Vorlage.
In diesem ursprünglichen Ende opferte sich der von Smith gespielte Neville nicht selber, sondern gab das zuvor von ihm entführte Vampir-Weibchen (Joanna Numata) frei und ließ es in den Kreis der untoten Kreaturen zurückkehren. Die Blutsauger sollten eben keine seelenlosen Menschenfresser sein, sondern die Vampire werden als Wesen mit Gefühlen dargestellt, die in Wahrheit Angst vor Neville haben. Der wiederum wurde in dieser Variante ganz wie im Buch zum ewigen Außenseiter degradiert.
Nach einigen Testvorführungen, bei denen dieser Schluss nicht besonders gut ankam, kriegten die Verantwortlichen bei Warner Bros. allerdings kalte Füße und ließen die Ecken und Kanten der Geschichte glattbügeln. Das Ende wurde für die finale Kinoversion komplett neu gedreht und Will Smiths Figur zum typischen, nicht sonderlich tiefgründigen Hollywood-Helden umgestaltet.