Warner Bros.
„Wolfen“ (1981)
Regie: Michael Wadleigh
Michael Wadleighs einziger Spielfilm hat etwas Monolithisches. Nachdem er schon mit seiner Dokumentation „Woodstock“ Maßstäbe gesetzt hatte, ist er mit seiner Verfilmung von Whitley Striebers ökologisch angehauchtem Horrorroman gleich mehrere Schritte weiter gegangen. Die Geschichte von den Wolfswesen, die in den Slums von New York ihr Jagdrevier gefunden haben und es mit allen Mitteln verteidigen, sprengt nahezu alle Grenzen, die Hollywood sich in den ersten Jahren der Reagan-Administration gesetzt hatte. Wie „Woodstock“ beschreibt auch „Wolfen“ kompromisslos den gesellschaftlichen Zustand Amerikas; und natürlich schwamm Wadleigh wieder gegen den Strom der Zeit. So konnte er ein Zeichen des Widerstands setzen, das bis heute nichts von seiner subversiven Kraft verloren hat.
Von Sascha Westphal